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Marokkostudienreise als interkulturelle Begegnung: Ein Beitrag zur transkulturellen Kommunikation und Konzept einer Studienreise

  • Kartonierter Einband
  • 112 Seiten
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Beschreibung

Das vorliegende Buch richtet sich an Interessierte für Interkulturalität, interkulturelle Kommunikation und Studienreisen sowie an Studienreisebegleiter für die Destination Marokko. Im ersten Kapitel bietet Karim Animi den theoretischen Rahmen der interkulturellen Begegnung. Er untersucht die Bedingungen und Perspektiven für das Kultur- und Fremdverstehen. Idriss El Ouadghiri geht im zweiten Kapitel auf die kulturellen Spezifika des Landes ein, indem er die Aspekten Geschichte, Gesellschaft, Sprache und Religion zusammenfassend darlegt und die kulturelle Vielfalt des Landes aufzeigt. Mohammed Laasri behandelt daraufhin die Bedeutung der Studienreiseleitung als Kulturvermittlung und stellt die nötigen interkulturellen und rhetorischen Anforderungen an sie, wobei er auf Kenntnisse aus der Linguistik und der interkulturellen Kommunikation zurückgreift. Idriss El Ouadghiri stellt ausgehend von den Angeboten berühmter Studienreisen ein Konzept einer 13-tägigen Marokkostudienreise dar, geht auf ihre Voraussetzungen und nötigen Bedingungen ein und entwirft ein Studienreiseprogramm, das den Erwartungen deutscher Marokko-Studienreisenden nachzugehen versucht.

Autorentext

Dr. Karim Animi wurde 1984 in Fes/Marokko geboren. Nach seinem Germanistikstudium an der Universität Fes und der Universität Bayreuth promovierte er an der Universität Bayreuth. Sein Fachgebiet sind Interkulturalität und interkulturelle Kommunikation.
Idriss Ouadghiri, MA, 1973 in Fes geboren, hat Germanistik an der Universität Fes studiert und einen Masterabschluss in Tourismusmanagement an der Freien Universität Berlin erworben. Seit 1999 arbeitet er als Studienreisebegleiter.
Dr. Mohammed Laasri, 1973 in Fes geboren, arbeitet seit nach seiner Promotion im Fach Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum als Lehrkraft für Germanistik an der Universität Fes.
Die Beschäftigung von Animi mit interkulturellen Themen und die Interessen der Autoren Ouadghiri und Laasri an der interkulturellen Kommunikation und Studienreisen motivierten die Autoren, sich dieser Thematik in dem vorliegenden Buch zu widmen.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2, Kulturelle Differenz in kosmopolitischer Perspektive: Im Folgenden soll es um zwei Sachen gehen, die die Frage der Wahrnehmung kultureller Differenzen in kosmopolitischer Perspektive beleuchten werden, nämlich um Kritik der abgrenzenden Identitätsfindung bei dem Wirtschaftswissenschaftler Amartya Sen und den verwurzelten Kosmopolitismus beim Philosophen Antony K. Appiah, die dem Kulturverstehen dienen und für einen hohen Grad an Toleranz sprechen. 2.1, Kritik der abgrenzenden Identitätsfindung: Amartya Sen ist einer der wichtigsten Intellektuellen unserer Gegenwart, nicht nur deshalb, weil er als weltbekannter Ökonom stark die Armut in der Welt bekämpft und für die politische Freiheit und soziale Chancen steht, sondern auch weil er nach Konzepten sucht, die zum Verstehen der menschlichen Kulturen beitragen können. In seinem Buch Identity and Violence. The Illusion of Destiny (dt. Die Identitätsfalle. Warum es keinen Krieg der Kulturen gibt), das sich in neun Kapitel gliedert, hat Sen mehrere Schlagworte für seine Beschäftigung mit der Identitätsproblematik im Rahmen kultureller Vielfalt ausgewählt. Die Einstellung von Sen zum Begriff der Identität ist jedoch nicht nur skeptisch. Er leugnet nicht die Idee der Identität an sich, sondern er unternimmt den Versuch, das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe aus der Spannung zwischen Vertrautheit und Aufgeschlossenheit zu betrachten: "Die Identität kann ja eine Quelle von Reichtum und Freundlichkeit wie auch von Gewalt und Terror sein, und es wäre nicht sinnvoll, die Identität insgesamt als ein Übel zu betrachten" (Sen 2007: 19). Niemand auf dieser Welt hat nur eine einzige Identität. Mit diesem Prinzip versucht Sen zu zeigen, dass Identität kein statisches Konzept ist, sondern eher ein dynamisches Konstrukt. Dass wir uns im normalen Leben als Mitglieder einer Vielzahl von Gruppen, denen wir angehören, verstehen, bedeutet, dass Staatsangehörigkeit, Wohnort, geographische Herkunft, Geschlecht, Klassenzugehörigkeit, politische Ansichten, Beruf, Arbeit, Essgewohnheiten, sportliche Interessen, Musikgeschmack, soziale Engagements usw. eine Konstellation bilden, die uns zu Mitgliedern dieser Vielzahl von Gruppen macht. Nach Sen ist Identität eine Sammlung von bestimmten Kollektiven, denen ein Mensch gleichzeitig angehört. Identität ist eigentlich eine Sammlung von mehreren Identitäten und keine dieser Identitäten darf als die einzige Identität oder Zugehörigkeitskategorie verstanden werden (Sen 2007: 20). Die Zugehörigkeit zu der Kultur der Gemeinschaft einerseits und die Freiheit der Entscheidung über die eigenen Lebensformen andererseits müssen sich gegenseitig anerkennen, wobei der Vollzug der Anerkennung die Identität zum Spannungsfeld des Eigenen und Fremden erhebt. Innerhalb der Identität einer Nation tauchen freilich kulturelle Unterschiede auf und geben somit die Möglichkeit, die eigenen Überzeugungen zu überprüfen und sich auf neue fremde Blickwinkel einzustellen. Sen legt großen Wert auf den Gebrauch der Vernunft bei der Entscheidung über eine Identitätsform. Er gibt der Vernunft den Vorrang vor dem Glauben, wenn es um religiöse Identität und kulturelle Vielfalt geht. Sen richtet sich gegen den Traditionalismus und seine religiös geprägte konservative Auffassung und hält sie dafür verantwortlich, dass die Religionszugehörigkeit als Hauptmerkmal verschiedener Kulturen heutzutage in Verruf geraten ist. Die Einteilung der Menschen nach ihren Religionszugehörigkeiten macht den gleichen Fehler, in den die Kategorisierung nach den Kulturkreisen gerät: In der sogenannten islamischen Welt leben zwar überwiegend Muslime, aber Unterschiede im literarischen und künstlerischen Geschmack, im Interesse an Wissenschaft und Mathematik und sogar in der Form der Religiosität sind ohne jeden Zweifel zu konstatieren. Der Westen in seinem Umgang mit Moslems aus verschiedenen Ländern, soll diese Differenzen

Produktinformationen

Titel: Marokkostudienreise als interkulturelle Begegnung: Ein Beitrag zur transkulturellen Kommunikation und Konzept einer Studienreise
Autor:
EAN: 9783961467761
ISBN: 978-3-96146-776-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diplomica Verlag
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 112
Gewicht: g
Größe: H220mm x B220mm x T155mm
Jahr: 2020