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Mediatisierung »mit Haut und Haar, Leib und Leben«

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Ohne eine allgemein anerkannte reichsrechtliche Grundlage unterwarf Preußen zwischen 1792 und 1798 die seinen fränkischen Provinze... Weiterlesen
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Beschreibung

Ohne eine allgemein anerkannte reichsrechtliche Grundlage unterwarf Preußen zwischen 1792 und 1798 die seinen fränkischen Provinzen benachbarten reichsritterschaftlichen Güter mit Gewalt seiner Landeshoheit. Damit erschütterte es die Reichsverfassung in ihren Grundfesten und beschleunigte das Ende des Alten Reiches. Mit Hilfe von Quellen in- und ausländischer Archive rekonstruiert diese Arbeit die Ereignisse zwischen den Jahren 1792 bis 1798 und unterzieht sie einer Neubewertung. Dabei geht sie nicht nur auf die diplomatischen, militärischen, reichsgerichtlichen und publizistischen Mittel ein, mit denen Berlin und die Reichsritterschaft um die »Reichsunmittelbarkeit« der Rittergüter rangen. Sie zeichnet auch die sozialen, politischen und reichsrechtlichen Entwicklungen nach, die die preußischen »Mediatisierungen« erst ermöglichten.

Autorentext

Dr. Michael Puchta ist seit 2008 Archivrat am Bayerischen Hauptstaatsarchiv.



Inhalt

I. Abgrenzung des Themas, Schwerpunktsetzung und Forschungsstand 1) Die Unterwerfung der Reichsritterschaft durch Preußen im Kontext des Reichsendes von 1806 - ein Desiderat der Forschung 2) Literaturbericht und Quellenlage 3) Unterwerfung, Revindikation und Mediatisierung - Grenzen und Verständnis des Untersuchungsgegenstands 3.a) »Mediatisierung« als Forschungskonzept 3.b) Exkurs: Revindikation oder Mediatisierung - Zur Problematik eines Forschungsbegriffs II. Die Reichsritterschaft in der Verfassung des Alten Reiches 1) Ursprünge und Entstehung der Reichsritterschaft 2) Organisation sowie rechtliche und reichspolitische Stellung des niederen Reichsadels 2.a) Die Organisation des Corpus equestre 2.b) Die rechtliche und reichspolitische Stellung der Reichsritterschaft 3) Die reichsrechtliche Verfasstheit des territorium inclausum III. Die preußischen Mediatisierungen in ihrem historischen, rechtlichen, ökonomischen und sozialen Kontext 1) Die Wegbereiter der preußischen Mediatisierungen 2) Die Auswirkungen von Revolution und Reichskrieg auf die reichsritterschaftliche Unmittelbarkeit: 1789-1797/99 2.a) Die Schwächung des wirtschaftlichen Fundaments der ritterschaftlichen Landesherrlichkeit und die sozialen Folgen der Ideen von 1789 2.b) Die Untergrabung der reichsadligen Rechtsstellung IV. Die Grundlagen und Voraussetzungen der preußischen Mediatisierungen 1) Der Anfall Ansbach-Bayreuths an die zollersche Kurlinie 2) Die territorialpolitische und -rechtliche Ausgangssituation 3) Die Motive der preußischen Mediatisierungspolitik 4) Die politischen Beziehungen zwischen Reichsritterschaft und dem Haus Brandenburg im Vorfeld der Mediatisierungen 4.a) Die Rolle des Corpus equestre in der Politik Preußens bis 1790/92 4.b) Die Politik Ansbachs und Bayreuths gegenüber der Reichsritterschaft 5) Die Träger der Mediatisierungspolitik 5.a) Der Dirigierende Minister Carl August Freiherr von Hardenberg 5.b) Die »Fränkische Schule« V. Zwischen Kompromiss und Konfrontation: Februar 1792 bis März/Juni 1793 1) Der offene Ausbruch des Konflikts 2) Das »Grundsatzprogramm« der Arrondierungspolitik: Der Hauptbericht vom 24. Februar 1792 3) Angriff oder Rückzug? - Das Ringen Hardenbergs mit dem Kabinettsministerium um die Mediatisierungspolitik 4) Zwischen Eskalation und gütlicher Einigung 4.a) Die Vergleichsverhandlungen mit der Reichsritterschaft 4.b) Eingriffe in die reichsunmittelbare und landesherrliche Stellung der Reichsritter 4.c) Zwischen Rittereid, Reichspatriotismus und Dienstpflicht - Der Widerstand königlicher Oberbeamter gegen die Mediatisierungspolitik VI. Die Zuspitzung des Konflikts: Winter 1792/93 bis Frühjahr 1796 1) Die Intensivierung der preußischen Mediatisierungspolitik 2) Mit Kaiser, Reichsgericht und Kreistag: Reichsritterschaftlicher Widerstand gegen Hardenbergs Arrondierungspolitik VII. Die Durchsetzung der preußischen Landeshoheitsansprüche: 1796-1798 1) Die Berliner Ministerialkonferenzen und die endgültige Unterwerfung der Ansbach-Bayreuth benachbarten Reichsritter 2) Zwischen Wien, Nürnberg, Rastatt und Paris: Reichsritterschaftlicher Widerstand gegen die Mediatisierung VIII. Der publizistische Diskurs um die Rechtmäßigkeit der Mediatisierungen 1) Die »Opinion« als politischer Faktor bei der Mediatisierung 2) Die preußische Publizistik 2.a) Autoren, Rezipienten und Beschaffenheit der preußischen Veröffentlichungen 2.b) Die Argumentation der königlichen Publizistik 3) Die ritterschaftsnahe Publizistik 3.a) Autoren, Rezipienten und Beschaffenheit der ritterfreundlichen Veröffentlichungen 3.b) Die Argumentation der ritterschaftsnahen Publizistik 4) Die revolutionäre und radikal-aufklärerische Publizistik - Autoren, Rezipienten und Argumentationsstrukturen IX. Resümee und Ausblick 1) Der Untergang des gesamten Corpus equestre 2) Die Mediatisierung der Ansbach-Bayreuth benachbarten Reichsritter - Versuch einer Bilanz X. Quellen und Literatu

Produktinformationen

Titel: Mediatisierung »mit Haut und Haar, Leib und Leben«
Untertitel: Die Unterwerfung der Reichsritter durch Ansbach-Bayreuth (1792-1798)
Autor:
EAN: 9783525360781
ISBN: 978-3-525-36078-1
Format: Fester Einband
Herausgeber: Vandenhoeck + Ruprecht Gm
Genre: Neuzeit bis 1918
Anzahl Seiten: 813
Gewicht: 1316g
Größe: H237mm x B170mm x T56mm
Veröffentlichung: 01.04.2012
Jahr: 2012
Auflage: 1. Aufl. 18.04.2012

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