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Krise und Wiederherstellung

  • Kartonierter Einband
  • 520 Seiten
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Die Maria-Theresianische Staatsreform im Anschluß an die Krise des Österreichischen Erbfolgekrieges (1740-1748) und di... Weiterlesen
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Beschreibung

Klappentext

Die Maria-Theresianische Staatsreform im Anschluß an die Krise des Österreichischen Erbfolgekrieges (1740-1748) und die Niederlage gegen Preußen waren der Auftakt zu einem beispiellosen Reformzeitalter, das die barocke Habsburgermonarchie für den Überlebenskampf im internationalen Wettbewerb fit machen sollte. Am chronologischen Endpunkt des österreichischen aufgeklärten Absolutismus stand jedoch unter Kaiser Joseph II. 1789/90 wieder eine schwere Staatskrise, die zu beweisen schien, daß auch ein halbes Jahrhundert tiefgreifender Strukturreformen die Fragilität der österreichischen Großmachtstellung letztlich nicht wirklich zu beheben vermochte. Die europäische Mächtepolitik hatte sich nach dem definitiven Scheitern habsburgischer Hegemonialbestrebungen 1648/1659 längst an ein Österreich gewöhnt, das auf Grund seiner schwachen, weil schlecht organisierten Machtbasis nach innen und nach außen den Konsens suchen und daher prinzipiell defensiv agieren mußte. Die Modernisierung und Militarisierung der mariatheresianischen und josephinischen Ära vergrößerte zwar das Machtpotential und erlaubte damit zugleich ein selbstbewußteres Mitmischen im ost- und mitteleuropäischen Umverteilungskampf zwischen Wien, Berlin und Petersburg. Außenpolitisch konnte die Habsburgermonarchie aber weiterhin nicht so konsensfrei agieren wie Rußland als nahezu unverwundbare Flankenmacht oder der Außenseiter Preußen. Die Kaiserkrone mit ihren Verpflichtungen zu Ausgleich und Mäßigung machte ein ungehemmtes Ausleben machtpolitischer Instinkte zum rufschädigenden Wagnis, und die ungünstige geopolitische Konfiguration mit gefährdeten Außenposten in den Niederlanden und Italien verwies auf die unbedingte Notwendigkeit von bündnispolitischen Rückversicherungen. Latenter, teilweise (wie in den Österreichischen Niederlanden) in offene Sezession übergehender innerer Unfriede angesichts des radikalen innenpolitischen Reformwerks und der wachsende Unmut der europäischen Öffentlichkeit über eine zunehme



Inhalt

Inhaltsübersicht: Einleitung - A. Voraussetzungen: I. Der institutionelle Rahmen österreichischer Außenpolitik: Die obersten Beratungsorgane: Geheimer Rat, Deputierte Räte, Geheime Konferenz, Kommissionen - Die Exekutivbehörden: Reichshofkanzlei, Österreichische Hofkanzlei und Staatskanzlei - Das Kabinett - Die k.k. Auslandsvertretungen - Die Sprache des diplomatischen Verkehrs - Technische Voraussetzungen der Kommunikation zwischen Wien und den Auslandsvertretungen: Der Kurierdienst - Postlogen und Geheime Ziffernkanzlei - II. Bündniskonstellationen: Das "gescheiterte Experiment". Die französisch-österreichische Allianz 1756-1787 - Neue Bündniskonstellationen - III. Krisenherde und Bruchzonen: "... daß Preussen muß übern Hauffen geworffen werden, wann das durchlauchtigste Ertzhauss aufrecht stehen soll". Die österreichisch-preußische "Erbfeindschaft" - Das Reich als Austragungsort der österreichisch-preußischen Rivalität: Der Fürstenbund - Die britisch-französische Rivalität - Die "Unruhe des Nordens" - Die "orientalische Frage" - Die "polnische Frage" - B. Krise: I. Frankreichs machtpolitischer Verfall im Zeichen der inneren Krise: Die österreichischen Versuche einer Fernsteuerung Frankreichs - Die "Prérévolution": Frankreichs Weg in die Revolution - II. Internationale Konflikte: Der "Kalte Krieg". Die Resistenz des österreichisch-preußischen Erbfeindparadigmas - Die preußische Intervention in Holland und die Formierung der Tripelallianz - Die Hypothek der russischen Allianz: Österreichs Eintritt in den Türkenkrieg 1787-1788 - Vom Türkenkrieg zum Mehrfrontenkrieg - III. Die Katastrophe: Mißerfolge - Kein Weg zum Frieden - Frankreich "en révolution" - Revolution im eigenen Hause - Systemwechsel? - Der außenpolitische Bankrott des Josephinismus - C. Wiederherstellung: I. Krisenbewältigung: Eine neue Ära? - Die österreichisch-preußische Krieg-in-Sicht-Krise - Reichenbach - Der Schiffbruch der österreichisch-französischen Allianz - Die Konferenz von Den Haag und die Wiedereingliederung Belgiens - Der Abschluß der Krisenbewältigung. Lüttich, Ungarn, die Kaiserkrone und der Zerfall des Fürstenbundes - II. Das Staatensystem im Umbruch: Neuorientierung der preußischen Politik? - Die Krise der "orientalischen Frage" - Stillstand und Ablenkung - Die "zweite diplomatische Revolution" - Quellen und Literatur - Personenverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Krise und Wiederherstellung
Untertitel: Österreichische Grossmachtpolitik zwischen Türkenkrieg und "Zweiter Diplomatischer Revolution" 1787-1791
Autor:
EAN: 9783428100231
ISBN: 978-3-428-10023-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Mittelalter
Anzahl Seiten: 520
Gewicht: 792g
Größe: H233mm x B156mm x T30mm
Jahr: 2000

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