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Sturm über dem Rheintal

  • Kartonierter Einband
  • 364 Seiten
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Deutschland, Ende des 21. Jahrhunderts: Nur ein Teil der Menschheit hat die verheerende Klimakatastrophe überstanden. Ein stabiles... Weiterlesen
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Hinweis: Dieser Artikel ist für Jugendliche unter 14 Jahren nicht geeignet.

Beschreibung

Deutschland, Ende des 21. Jahrhunderts: Nur ein Teil der Menschheit hat die verheerende Klimakatastrophe überstanden. Ein stabiles Sturmsystem umkreist die Erde und die Menschen haben gelernt im Rhythmus des Sturmes zu leben. Die 14-jährige Etienne kennt nur diese Welt, in der riskante alternative Technologien das Überleben sichern. Als ein wichtiger Funknetzknoten in der Umgebung von Etiennes Heimatort Ehrenkirchen ausfällt, will Etienne diesen mit ihren Freunden Vincent und Kagi reparieren. Nach der Expedition verhalten sich Etiennes Freunde merkwürdig. Als noch ein seltsamer Kult Anschläge verübt, beginnt Etienne nachzuforschen. Immer wieder führen alle Spuren zum Funknetzknoten - und zu ihren Freunden. Und plötzlich ist sogar Etiennes Leben in Gefahr ... "Sturm über dem Rheintal: Die Erbin des Windes" ist Michael Erles packende dystopische Vision Deutschlands nach der Klimakatastrophe.

Autorentext
Michael Erle ist seit vielen Jahren begeisterter Bergsteiger in den Alpen und Wanderer in der näheren und weiteren Umgebung Karlsruhes. Seit 1995 veröffentlicht er auch seine Wandertipps bei den "Badischen Neuesten Nachrichten".

Leseprobe
Kapitel 1 Niemals auseinander gehen Mein Name ist Etienne. Ja, ich weiß, dass das ein Jungenname ist. Beschwert euch bei meiner Mutter. Am Tag unseres Rendezvous zog ein Sturm auf. Graubraune Wolkenbänder strebten über den Himmel, so nah, als müsste man nur den Arm ausstrecken, um sie zu berühren. Kagi war überzeugt, dass er nördlich an uns vorbei geht. Aber Kagi irrt sich gerne mal. Ich konnte sehen, dass wir genau in der Bahn des Auges lagen. Also bestand ich darauf, zum Schutzraum zu gehen. Ich habe sogar spielerisch an Kagis Kette gezupft, um meiner Entscheidung Nachdruck zu verleihen. Er mag das nicht, die glänzenden Titanglieder sind nur schwer wieder in Form zu bringen, wenn sie einmal aufgerissen sind. Aber ich hatte keine Lust, so lange mit ihm zu debattieren, bis auch er einsah, dass wir nicht im Freien bleiben konnten. Manchmal muss ich eben für uns beide denken. Wie üblich fuhren die Admins das Funknetz herunter, als die Windstärke EF4 auf der Enhanced Fujita-Skala erreichte. Kagi und ich saßen in der verschachtelten Betonröhre am Südhang des Kaiserstuhls, und wir steckten unsere Geräte weg, als wir die Meldung bekamen, dass die Verbindung eingestellt worden war. Über Satellit muss man wirklich nicht connecten. Zu langsam, die ganzen interessanten Dienste werden nicht angeboten. Lieber unterhielten wir uns. Wir hatten beide unsere Brillen aufgesetzt, ich meine Mouche-Style mit dem verbeulten schwarzen Gazenetz, Kagi seine neuen Steampunks. Zum Glück war sonst niemand hier, vor allem keine Erwachsenen. Ich wäre eher gestorben, als Helm zu tragen, egal welche Regeln sie uns schon im Kindergarten für EF4 beibringen. Was keiner sieht, das bereitet keinen Ärger, und so konnten wir uns in Würde unterhalten ohne auszusehen wie zwei Türstopper. Doch zuvor musste ich meiner Mutter noch eine Nachricht schicken, wo ich bin und dass es mir gut geht. Kagis Eltern unterrichtete ich zur Sicherheit auch. Also redeten wir. Oder vielleicht sollte ich sagen: Ich biss mir auf die Unterlippe und wartete, dass Kagi von sich aus etwas sagte. Ich lasse ihn manchmal kaum zu Wort kommen- aber ihm zuzuhören ist, als ob man durstig unter einem Eiszapfen liegt und mit ausgestreckter Zunge wartet, dass wieder ein Tropfen fällt. Er ist nicht verstockt oder unwillig. Er ist nur wirklich langsam, kein großer Redner. Männer! Das erste, was er erzählte, waren Geschichten aus der Arbeit im Rückbau/Recyclage-Shop. Kagi leistet einen Teil seiner Praktischen Dienste dort. Anfang der Woche war ein defekter Algenreaktor geliefert worden, ein tonnenschweres Ding aus Karbonstahl und Kunststoff. Seine Schäden waren nicht bekannt, und so mussten sie es in seine Einzelteile zerlegen. Nach jeder einzelnen Schraube, die Kagi löste, musste der Block wieder in den Nano/Bio-Scanner, damit sicher gestellt war, dass nicht eine der Kulturen leckte oder depolarisierte Beschichtungspartikel frei wurden. Es würde noch Wochen dauern, bis der Reaktor auseinander gebaut war. Erst als Kagi das alles geschildert und ich mein Verständnis für seine Frustration ausgedrückte hatte, kam er endlich zum interessanten Stoff. Offenbar hatte ihm eine von den Afrikanerinnen schöne Augen gemacht. Eine Gruppe von Neuankömmlingen war seit einer Weile schon im R&R, und wie üblich dürfen wir Praktiker sie einlernen. Wir können wenigstens ein bisschen mit ihnen reden, und ich meine nicht nur die Sprache - Swahili, Arabisch, Amahrisch, Yoruba. Birgül und ich haben mal unsere Vokabeln gezählt und sind auf 2.000 gekommen. Natürlich suchen die 'Kaner hier nach Freunden. Die Klügeren wissen, dass sie den Tunnelghettos nicht entkommen, außer sie heiraten einen von uns oder sind zumindest lange genug mit ihm zusammen, dass sie an der Oberfläche Kontakt finden, lernen, sich integrieren. Ein paar sind ganz nett. Aber alle haben einen an der Waffel. Ich schätze, wenn man sich bis hierher durchgeschlagen hat, Freunde und Familie auf dem Weg sterb

Produktinformationen

Titel: Sturm über dem Rheintal
Untertitel: Die Erbin des Windes
Autor:
Schöpfer:
EAN: 9783946348092
ISBN: 978-3-946348-09-2
Format: Kartonierter Einband
Altersempfehlung: 14 bis 16 Jahre
Herausgeber: Eridanus
Genre: Science Fiction & Fantasy
Anzahl Seiten: 364
Gewicht: 336g
Größe: H190mm x B121mm x T22mm
Veröffentlichung: 21.02.2017
Jahr: 2016
Land: DE