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Anreizsysteme für erfolgreiche Lehre: Institutionenökonomik im Schulsystem

  • Kartonierter Einband
  • 80 Seiten
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Vom Personalmanagement bis hin zur Makroökonomie die Bildung gewinnt in den Disziplinen der Wirtschaftswissenschaft zunehmend an B... Weiterlesen
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Beschreibung

Vom Personalmanagement bis hin zur Makroökonomie die Bildung gewinnt in den Disziplinen der Wirtschaftswissenschaft zunehmend an Bedeutung. Entsprechend stark fielen die Reaktionen aufgrund Deutschlands schlechten Abschneidens bei der ersten internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) aus. Kontrovers diskutierte Reformvorschläge waren die Folgen, welche zumeist als einzigen Konsens eine Erhöhung der Bildungsausgaben vorsahen. Doch führt die reine Erhöhung der Ausgaben in einem überwiegend öffentlich finanzierten, zentralregulierten System, ohne Wettbewerbs- oder Marktmechanismen nicht auch notwendigerweise zu einer erwünschten Leistungssteigerung. Wirtschaftstheoretische Überlegungen legen nahe, dass die Leistungen eines personalintensiven Systems wie desjenigen der Bildung von den Anreizen bestimmt werden, denen die involvierten Akteure ausgesetzt sind. Ein zielführender Einsatz zusätzlicher Ressourcen bedarf daher eines dezidierten ökonomischen Ansatzes sowie des Verständnisses vom Schulsystem als institutioneller Organisation. Dabei geht es nicht um eine Ökonomisierung der Pädagogik, sondern darum das eigentliche Ziel eine verbesserte Qualität der Lehre mit dem Einsatz geeigneter Anreize effizient erreichen zu können.

Autorentext

Matthias Störring wurde 1984 in Schwelm geboren. Sein Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum schloss der Autor im Jahre 2013 mit dem akademischen Grad Diplom Ökonom erfolgreich ab.



Klappentext

Vom Personalmanagement bis hin zur Makroökonomie - die Bildung gewinnt in den Disziplinen der Wirtschaftswissenschaft zunehmend an Bedeutung. Entsprechend stark fielen die Reaktionen aufgrund Deutschlands schlechten Abschneidens bei der ersten internationalen Schulleistungsstudie der OECD (PISA) aus. Kontrovers diskutierte Reformvorschläge waren die Folgen, welche zumeist als einzigen Konsens eine Erhöhung der Bildungsausgaben vorsahen. Doch führt die reine Erhöhung der Ausgaben in einem überwiegend öffentlich finanzierten, zentralregulierten System, ohne Wettbewerbs- oder Marktmechanismen nicht auch notwendigerweise zu einer erwünschten Leistungssteigerung. Wirtschaftstheoretische Überlegungen legen nahe, dass die Leistungen eines personalintensiven Systems wie desjenigen der Bildung von den Anreizen bestimmt werden, denen die involvierten Akteure ausgesetzt sind. Ein zielführender Einsatz zusätzlicher Ressourcen bedarf daher eines dezidierten ökonomischen Ansatzes sowie des Verständnisses vom Schulsystem als institutioneller Organisation. Dabei geht es nicht um eine Ökonomisierung der Pädagogik, sondern darum das eigentliche Ziel - eine verbesserte Qualität der Lehre - mit dem Einsatz geeigneter Anreize effizient erreichen zu können.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2.2.2, Problematik der Prinzipal-Agenten-Beziehung: Die Delegation einer Aufgabe erfordert für den Agenten ein Mindestmaß an Handlungsfreiheit zur selbstständigen Durchführung. Bei vollständiger Rationalität und Informationslage ist der Prinzipal per Definition in der Lage, die Handlungen und das Ergebnis des Agenten lückenlos zu beobachten und zu verifizieren. Unter diesen Bedingungen kann ein Vertrag die Koordination und anreizbedingte Steuerung des Agenten stets vollständig gewährleisten. Der Agent hat keine Möglichkeit zu vertragsabweichendem Verhalten und das individuelle Handlungsergebnis der delegierten Aufgabe maximiert den Nutzen des Prinzipals. Der Kooperationsgewinn einer solchen Prinzipal-Agenten-Beziehung wird als First-Best-Lösung bezeichnet. In der Realität ist allerdings nur von einer begrenzten Rationalität sowie Informationskosten auszugehen. Unter diesen Voraussetzungen ist es dem Prinzipal nicht möglich das Verhalten des Agenten vollständig zu kontrollieren. Informationskosten und fehlende Beobachtbarkeit der Handlungen führen zu einer Informationsasymmetrie. Da lediglich verifizierbare Kooperationsmerkmale vertraglich geregelt werden können, besteht für solche Kooperationsbeziehungen die in Abschnitt 2.1.4 erläuterte Gefahr der effizienzmindernden Folgeschäden, welche im Kontext der Prinzipal-Agenten-Theorie fortan als Agenturprobleme bezeichnet werden. Die aufgrund von Agenturproblemen entstehenden Kosten reduzieren den Kooperationsgewinn und führen lediglich zu einer Second-Best-Lösung der Prinzipal-Agenten-Beziehung. 2.2.3, Lösungsansatz der Prinzipal-Agenten-Theorie: Wie das Beispiel der adversen Selektion gezeigt hat, kann es für beide Akteure einer Prinzipal-Agenten-Beziehung vorteilhaft sein bestehende Informationsasymmetrien abzubauen, um Agenturprobleme zu verringern. Vor Vertragsabschluss besitzt der Prinzipal die Möglichkeit, sich durch ein Screening besser zu informieren und zusätzliche Informationen über die Kooperation oder den Kooperationspartner einzuholen. In der Praxis geschieht dies zumeist in Form von Gutachten, Vergleichen oder Einstellungstests. Entsprechend kann der Agent mit einem glaubhaften Signaling durch Garantien und Zeugnisse dem Prinzipal eigenständig wichtige Informationen offenlegen, wenn dessen Kooperationsvorteile durch Informationsasymmetrien gefährdet sind. Die Überwachungsaktivitäten nach Vertragsabschluss, welche dem Prinzipal zur Reduzierung der Agenturprobleme dienen, werden als Monitoring bezeichnet. Mit dem Ziel, die Handlungen des Agenten besser beurteilen zu können, werden geeignete Kontroll- und Beobachtungssysteme eingeführt. Eine verbreitete Anwendung in der Praxis stellt dazu beispielsweise die Beobachtung von Arbeitszeiten durch Stechuhren dar. Lässt das Handlungsergebnis des Agenten keinen Rückschluss auf dessen Leistungseinsatz zu, ist das Szenario denkbar, in dem auch der Agent bestrebt ist seinen Informationsvorsprung nach Vertragsabschluss zu reduzieren. Durch ein Reporting kann sich der Agent freiwillig der Selbstkontrolle unterwerfen, um beispielsweise ein schlechtes Handlungsergebnis mit ungünstigen Umwelteinflüssen erklären zu können. Die Wirksamkeit solcher Instrumente hängt maßgeblich von der Qualität bzw. Glaubwürdigkeit der zusätzlichen Informationen ab. Entsprechend ist das Einholen oder die Offenlegung geeigneter Informationen mit Kontroll- und Signalisierungskosten verbunden, so dass dem Grad der Informiertheit stets eine Kosten-Nutzen-Analyse zusätzlicher Informationen vorrausgeht. Selbst wenn es technisch zu realisieren wäre, wird aufgrund unverhältnismäßig hoher Kosten die Generierung einer vollständigen Informationslage, wie sie in der First-Best-Lösung besteht, ökonomisch nicht sinnvoll sein. Agenturprobleme und Informationskosten führen bei begrenzter Rationalität maximal zu einer Second-Best-Lösung. Die Differenz zwischen First-Best-Lösung und Second-Best

Produktinformationen

Titel: Anreizsysteme für erfolgreiche Lehre: Institutionenökonomik im Schulsystem
Autor:
EAN: 9783958202153
ISBN: 978-3-95820-215-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Bachelor + Master Publishing
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 80
Gewicht: 211g
Größe: H270mm x B190mm x T5mm
Jahr: 2014
Auflage: Erstauflage

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