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Der Rücktritt im Strafrecht

  • Kartonierter Einband
  • 302 Seiten
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Die Autorin entwickelt ausgehend von der derzeitigen Fassung des24 StGB einen Reformvorschlag auf der Grundlage einer dualistische... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Autorin entwickelt ausgehend von der derzeitigen Fassung des
24 StGB einen Reformvorschlag auf der Grundlage einer dualistischen Konzeption von Versuch und Rücktritt. Kernpunkte des Vorschlags sind hierbei die gegenüber dem geltenden Recht deutlichere Hervorhebung eines Rücktrittsvorsatzes und der Verzicht auf das Freiwilligkeitsmerkmal. Die Unterscheidung zwischen den drei Rücktrittsvarianten des
24 Abs. 1 StGB wird eingeebnet. Stattdessen wird verlangt, dass der Versuchstäter sich um die Verhinderung der Tatvollendung bemüht, indem er bewusst eine reelle Rettungschance für das Rechtsgut bereitstellt. Daneben schlägt die Autorin vor, die starre Rechtsfolge der Straflosigkeit durch die Einführung einer obligatorischen Strafmilderung und eines fakultativen Absehens von Strafe zu ersetzen.

Mareike Herrmann entwickelt in ihrer Arbeit ausgehend von der derzeitigen Fassung des
24 StGB einen Reformvorschlag auf der Grundlage einer dualistischen Konzeption von Versuch und Rücktritt. Kernpunkte des Gesetzesvorschlags sind hierbei die gegenüber dem geltenden Recht deutlichere Hervorhebung eines Rücktrittsvorsatzes und der Verzicht auf das Freiwilligkeitsmerkmal. Die Unterscheidung zwischen den drei Rücktrittsvarianten des
24 Abs. 1 StGB wird eingeebnet. Stattdessen wird verlangt, dass der Versuchstäter sich um die Verhinderung der Tatvollendung bemüht, indem er bewusst eine reelle Rettungschance für das Rechtsgut bereitstellt. Dabei darf er dem zufälligen Erfolgseintritt keinen Raum lassen. Daneben schlägt die Autorin vor, die starre Rechtsfolge der Straflosigkeit durch die Einführung einer obligatorischen Strafmilderung und eines fakultativen Absehens von Strafe zu ersetzen.

Autorentext

Mareike Herrmann studierte Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln von 2004 bis 2009. Seit 2005 arbeitet sie im Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität zu Köln, seit 2009 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Professor Dr. Claus Kreß LL.M. (Cambridge). Dort wurde sie Ende 2012 promoviert. Zum Veröffentlichungszeitpunkt dieser Arbeit ist sie Rechtsreferendarin im Landgerichtsbezirk Köln.



Zusammenfassung
"Herrmanns Arbeit gefällt. Sie ist argumentativ niveauvoll, in der Sache innovativ und macht einen konsistenten und vereinfachenden Gesetzesvorschlag. [...] Ein Vorzug des Gesetzesvorschlags liegt darin, dass er das Alles-oder-Nichts-Prinzip der geltenden Rücktrittsregel vermeidet. Gerade die krasse Gegensätzlichkeit - zwischen Straffreiheit und vollendungsgleicher Strafe - wird ja in den Augen Vieler der möglichen Breite denkbarer Versuchsfälle mit positivem Nachtatverhalten nicht gerecht. Der Gesetzgeber hat daher Anlass, den Vorschlag
der Autorin ernsthaft zu bedenken." Prof. Dr. Jörg Scheinfeld, in: Goltdammer s Archiv für Strafrecht, 8/2019

Inhalt

Einleitung 1. Einführung in die Struktur des Rücktritts nach § 24 StGB Einordnung des Rücktritts als Strafaufhebungsgrund - Die Auslegung des § 24 StGB im Lichte der ratio legis 2. Die Bedeutung der einzelnen Tatbestandsmerkmale (mit Ausnahme der Freiwilligkeit) § 24 Abs. 1 Satz 1 Var. 1 StGB. Aufgabe der weiteren Tatausführung - § 24 Abs. 1 Satz 1 Var. 2 und § 24 Abs. 2 Satz 1 StGB. Verhindern der Tatvollendung - § 24 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Satz 2 StGB. Ernsthaftes Bemühen um die Verhinderung der Tatvollendung - Zusammenfassung 3. Das Freiwilligkeitsmerkmal Zur Willensfreiheit - Der Streit um die Freiwilligkeit im Sinne von § 24 StGB - Weitere Überlegungen zum Merkmal der Freiwilligkeit 4. Zur Rechtsfolge des Rücktritts Der Strafgrund des Versuchs im Überblick - Die ratio legis einer Rücktrittsnorm (unter Anknüpfung an die Ansichten zur Konzeption de lege lata) - Die Straflosigkeit als Rechtsfolge des Rücktritts 5. Die Rücktrittskonzeptionen, insbesondere ihre Rechtsfolgen, in anderen Rechtsordnungen Dänemark - Frankreich - Italien - Korea - Österreich - Polen - Schweden - Schweiz - Spanien - Türkei - Corpus Juris (2000; »Florenz-Entwurf«) - IStGH-Statut - Common-law-Systeme: England und USA 6. Eigene Konzeption Sinn und Zweck einer Rücktrittsnorm und die Rechtsfolge - Die einzelnen Voraussetzungen der Rücktrittsnorm Schlusswort Literaturverzeichnis Personen- und Sachverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Der Rücktritt im Strafrecht
Untertitel: Eine kritische Analyse von § 24 StGB de lege lata und Überlegungen de lege ferenda
Autor:
EAN: 9783428141159
ISBN: 978-3-428-14115-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Strafrecht
Anzahl Seiten: 302
Gewicht: 413g
Größe: H233mm x B156mm x T20mm
Jahr: 2013
Auflage: 1. Auflage

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