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Zur Strafbarkeit von virtuellen Sit-Ins.

  • Kartonierter Einband
  • 197 Seiten
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Sog. virtuelle Sit-Ins zielen darauf ab, ein Serversystem durch massenhafte Datenanfragen zu überlasten, damit dort gespeicherte W... Weiterlesen
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Beschreibung

Sog. virtuelle Sit-Ins zielen darauf ab, ein Serversystem durch massenhafte Datenanfragen zu überlasten, damit dort gespeicherte Webseiten vorübergehend nicht erreichbar sind. In jüngerer Zeit haben vermehrt politisch motivierte Seitenblockaden für Aufsehen gesorgt. Sie rücken die Frage des Grundrechtsschutzes virtueller Protestformen in den Fokus. Zugleich stellen sich aufgrund der großen Zahl an Beteiligten, die für eine Serverüberlastung benötigt werden, komplexe Kausalitäts- und Zurechnungsfragen.

Lenard Wengenroth untersucht die Strafbarkeit einer neuen virtuellen Protestform. Sogenannte virtuelle Sit-Ins zielen darauf ab, ein Serversystem durch massenhafte Datenanfragen zu überlasten, damit dort gespeicherte Webseiten vorübergehend nicht erreichbar sind. In jüngerer Zeit haben vermehrt politisch motivierte Seitenblockaden für Aufsehen gesorgt. Dies wirft die Frage auf, inwieweit virtuelle Sit-Ins von der Meinungs- und Versammlungsfreiheit geschützt sind und was sich daraus für Konsequenzen, insbesondere für die Auslegung des § 303b StGB, ergeben. Da bei der heutigen Serverleistung in der Regel mehrere tausend Beteiligte benötigt werden, um ein störungsrelevantes Datenaufkommen zu erzeugen, stellen sich zudem komplexe Kausalitäts- und Zurechnungsfragen. Der Autor entwickelt anhand des Merkmals der Gleichwertigkeit einen eigenständigen Ansatz, um eine Mittäterschaft der Protestbeteiligten im Sinne einer funktionellen Tatherrschaft zu begründen. Die verfassungsrechtliche Untersuchung hat ergeben, dass virtuelle Sit-Ins zwar keine Versammlung darstellen, aber der Meinungsfreiheit unterfallen. Es ist daher eine verfassungskonforme Auslegung der einschlägigen Straftatbestände vorzunehmen, die im Einzelfall zur Straflosigkeit der Beteiligten führen kann.

Inhalt
A. Einführung B. Strafrechtliche Diskussion um Online-Sitzblockaden C. Informationstechnischer Hintergrund eines virtuellen Sit-Ins Grundsätzliche Wirkweise eines Denial-of-Service Angriffs Virtueller Sit-In als freiwillige Ausprägungsform eines Distributed-Denial-of-Service D. Strafbarkeit durch die Beteiligung an einem Sit-In Computersabotage Nötigung Weitere Tatbestände Strafrechtliche Verantwortung beim kumulativen Zusammenwirken minimaler Tatbeiträge Organisation eines Sit-Ins E. Internationale Dimension virtueller Protestformen Inlandstaten Auslandstaten Zusammenfassung F. Fazit Literatur- und Sachwortverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Zur Strafbarkeit von virtuellen Sit-Ins.
Untertitel: Zugleich ein Beitrag zur (Mit)Täterschaft bei minimalen Tatbeiträgen.
Autor:
EAN: 9783428143023
ISBN: 978-3-428-14302-3
Format: Kartonierter Einband
Hersteller: Duncker & Humblot
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Strafrecht
Anzahl Seiten: 197
Gewicht: 282g
Größe: H233mm x B156mm x T15mm
Jahr: 2014
Untertitel: Deutsch
Auflage: 1. Auflage

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