Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Rechtfertigender Notstand bei internen Interessenkollisionen

  • Kartonierter Einband
  • 217 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
Auch bei Sterbehilfe oder Suizidverhinderung können die Voraussetzungen des34 StGB erfüllt sein. Eine Untersuchung des Konkurrenzv... Weiterlesen
20%
105.00 CHF 84.00
Print on demand - Exemplar wird für Sie besorgt.
Kein Rückgaberecht!
Bestellung & Lieferung in eine Filiale möglich

Beschreibung

Auch bei Sterbehilfe oder Suizidverhinderung können die Voraussetzungen des
34 StGB erfüllt sein. Eine Untersuchung des Konkurrenzverhältnisses ergibt jedoch, dass hier die Einwilligung den Notstand aufgrund von Spezialität verdrängt. Dies beruht auf einer eingehenden Analyse der zugrunde liegenden Rechtfertigungsprinzipien. Das Notstandsrecht basiert danach auf einer zwischenmenschlichen Verpflichtung zur Solidarität, womit es nur Konflikte zwischen verschiedenen Personen erfassen kann.

Der rechtfertigende Notstand nach
34 StGB wird bislang überwiegend auch dazu herangezogen, um Eingriffe in Rechtsgüter einer Person zu legalisieren, die nur eben dieser Person einen Vorteil verschaffen. Dadurch sollen insbesondere auch Sterbehilfe und Suizidverhinderung zu rechtfertigen sein.

Der Autor weist zunächst nach, dass in diesen Fällen die Voraussetzungen des
34 StGB erfüllt sein können. Eine anschließende Untersuchung des Konkurrenzverhältnisses ergibt jedoch, dass hier die Einwilligung den Notstand aufgrund von Spezialität verdrängt. Dies beruht auf einer eingehenden Analyse der zugrunde liegenden Rechtfertigungsprinzipien. Das Notstandsrecht basiert danach auf einer zwischenmenschlichen Verpflichtung zur Solidarität, womit es nur Konflikte zwischen verschiedenen Personen erfassen kann. Dennoch wird aufgezeigt, dass eine Rechtfertigung der Sterbehilfe mittels Einwilligung möglich ist.

Autorentext

Dr. Jörg L. Schmitz, Jahrgang 1984, studierte Rechtswissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Von 2009 bis 2013 arbeitete er dort als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Strafrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Medienrecht von Prof. Dr. Karsten Altenhain. Seit Juli 2012 absolviert er den juristischen Vorbereitungsdienst beim Landgericht Düsseldorf.



Klappentext

Der rechtfertigende Notstand nach § 34 StGB wird bislang überwiegend auch dazu herangezogen, um Eingriffe in Rechtsgüter einer Person zu legalisieren, die nur eben dieser Person einen Vorteil verschaffen. Dadurch sollen insbesondere auch Sterbehilfe und Suizidverhinderung zu rechtfertigen sein. Der Autor weist zunächst nach, dass in diesen Fällen die Voraussetzungen des § 34 StGB erfüllt sein können. Eine anschließende Untersuchung des Konkurrenzverhältnisses ergibt jedoch, dass hier die Einwilligung den Notstand aufgrund von Spezialität verdrängt. Dies beruht auf einer eingehenden Analyse der zugrunde liegenden Rechtfertigungsprinzipien. Das Notstandsrecht basiert danach auf einer zwischenmenschlichen Verpflichtung zur Solidarität, womit es nur Konflikte zwischen verschiedenen Personen erfassen kann. Dennoch wird aufgezeigt, dass eine Rechtfertigung der Sterbehilfe mittels Einwilligung möglich ist.



Zusammenfassung
"[Die Arbeit] ist stringent, bietet eine klare Gedankenführung und zeigt letztlich auf, wie unreflektiert die Anwendung des
34 StGB zum Teil erfolgt. Insgesamt eine sehr lesenswerte und gewinnbringende Arbeit!" Dr. Tanja Henking, in: Goltdammer's Archiv für Strafrecht, 3/2015

Inhalt

A. Problemstellung Die interne Interessenkollision - Relevante Fallgestaltungen - Überblick über die grundlegend vertretenen Positionen - Die relevante Historie des rechtfertigenden Notstands - Gang der weiteren Bearbeitung B. Die Beschränkung der Notstandssituation auf die Interessen einer Person Die Notstandsfähigkeit von Allgemeinrechtsgütern - Der Schutz von Allgemeinrechtsgütern - Die Beeinträchtigung von Allgemeinrechtsgütern - Der Schutz von Individualrechtsgütern Dritter - Die Beeinträchtigung von Individualrechtsgütern Dritter C. Die Voraussetzungen des § 34 StGB Die Notstandsfähigkeit eines preisgegebenen Rechtsguts - Das Vorliegen einer Interessenkollision - Das Überwiegen des Rechtsguts Leben D. Das Verhältnis des rechtfertigenden Notstands zu Einwilligung und mutmaßlicher Einwilligung Die Rechtsnatur der Einwilligung - Die Rechtsnatur der mutmaßlichen Einwilligung - Die Grenzen der mutmaßlichen Einwilligung - Die Konkurrenz von Rechtfertigungsgründen - Verfassungsmäßigkeit teleologischer Einschränkungen E. Teleologische Erwägungen zur Subsidiarität des rechtfertigenden Notstands bei internen Interessenkollisionen Ausrichtung und Wortlaut des § 34 StGB - Das Rechtfertigungsprinzip der Einwilligung: Das Selbstbestimmungsrecht - Das Rechtfertigungsprinzip des rechtfertigenden Notstands - Auswirkungen des Solidaritätsprinzips auf die Beurteilung interner Interessenkollisionen - Materielle Subsidiarität des rechtfertigenden Notstands gegenüber Einwilligung und mutmaßlicher Einwilligung F. Lösungen für die relevanten Fallgestaltungen G. Ergebnisse der Arbeit Literaturverzeichnis Sachwortverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Rechtfertigender Notstand bei internen Interessenkollisionen
Untertitel: Dissertationsschrift
Autor:
EAN: 9783428140756
ISBN: 978-3-428-14075-6
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Öffentliches Recht
Anzahl Seiten: 217
Gewicht: 302g
Größe: H231mm x B158mm x T15mm
Jahr: 2013
Auflage: 1. Auflage

Weitere Produkte aus der Reihe "Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge"