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Arbeit als Herrschaft

  • Kartonierter Einband
  • 329 Seiten
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Warum die 'Sozialreformen' nicht die Kassen füllen, sondern das Gespenst der Freiheit bannen sollen. Eine analytische De... Weiterlesen
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Beschreibung

Warum die 'Sozialreformen' nicht die Kassen füllen, sondern das Gespenst der Freiheit bannen sollen. Eine analytische Demaskierung des Herrschaftsbegriffs 'Arbeitslosigkeit'. Warum hat in Krisenzeiten die Frage 'was hält die Gesellschaft zusammen' Hochkonjunktur und wieso ertönt am Ende stets der Ruf nach 'Arbeit', 'Anerkennung' und 'Eigenverantwortung'? Nachdem Religion und Moral als Mittel sozialer Kontrolle ausgedient haben, trägt allein das Arbeits- und Leistungsprinzip die Bürde, den Kitt in den hoch entwickelten kapitalistischen Gesellschaften herzustellen. Doch auch diese 'Religion des Alltagslebens' (Marx), wonach Status und Einkommen Ausdruck individueller Leistung und nicht der Herkunft oder anderen Zufällen geschuldet sein sollen, offenbart zunehmend seine Absurdität. Die Analyse politik-ökonomischer, soziologischer und philosophischer Diskurse über Arbeit und Arbeitslosigkeit zeigt, dass und wie die neuere 'Reform'politik auf dieses Dilemma reagiert. Weit davon entfernt, ein 'Ende der Politik' anzuzeigen, ist es die 'historische Mission' des Neoliberalismus, das Schreckgespenst der Freiheit zu bannen. Analog zur künstlichen Verknappung des Reichtums gesellt sich so die Erzeugung von Angst und Schuld durch jene Simulation der 'Eigenverantwortung', im Zuge derer die Symptome einer 'deformierten Gesellschaft' - 'Faulheit', 'Illoyalität' und 'Anspruchsdenken' - bekämpft werden sollen.

Klappentext

Warum die »Sozialreformen« nicht die Kassen füllen, sondern das Gespenst der Freiheit bannen sollen. Eine analytische Demaskierung des Herrschaftsbegriffs »Arbeitslosigkeit«. Warum hat in Krisenzeiten die Frage >was hält die Gesellschaft zusammen< Hochkonjunktur und wieso ertönt am Ende stets der Ruf nach >Arbeit<, >Anerkennung< und >EigenverantwortungReformEnde der Politik< anzuzeigen, ist es die >historische Mission< des Neoliberalismus, das Schreckgespenst der Freiheit zu bannen. Analog zur künstlichen Verknappung des Reichtums gesellt sich so die Erzeugung von Angst und Schuld durch jene Simulation der >Eigenverantwortung<, im Zuge derer die Symptome einer >deformierten Gesellschaft< - >Faulheit<, >Illoyalität< und >Anspruchsdenken< - bekämpft werden sollen.



Inhalt

Vorwort I Einleitung I.1 Vom »Ende der Arbeit« zur Standortexpertise I.2 Leistungsprinzip und Herrschaftsrationalität Exkurs: Leistungsprinzip und Geschlechterverhältnis I.3 Arbeitsschritte und Methode II Arbeit, Leistung, Herrschaft Exkurs: Zum Begriff des Leistungsprinzips II.1 "Abstrakte Arbeit" II.1.1 Der Geldnexus der Arbeit II.2 Idealisierung und Affirmation: Von der Arbeits- zur Tätigkeitsgesellschaft II.2.1 Die Kritik an der »Arbeitsmetaphysik« und ihre Grenzen II.2.2 Soziologische Weitwürfe II.3 Zusammenfassung III Aufstieg des Arbeits- und Leistungsprinzips III.1 Arbeit zwischen Gott und Geld III.1.1 Vom »Kirchenjoch zum Joch der Arbeit" III.1.2 "à chaqun selon sa capacité, à chaque capacité selon ses oeuvres" III.2 Modernisierung durch Gewalt, Klassenkampf und »zweite Natur" III.2.1 Das Ringen um Anerkennung und ihr Preis III.3 Die Wiederkehr der verdrängten Nichtarbeit im Antisemitismus III.4 Zusammenfassung IV Die Krise des Leistungsprinzips IV.1 Arbeitslose Arbeit IV.1.1 Funktionalität der Arbeitslosigkeit IV.1.2 "Endlose Gelüste« statt Ende der Arbeit? IV.2 Die Verwissenschaftlichung der Produktion und das Reichtumsparadox IV.3 Krise, Reichtum und Mangel: Nichts Genaues weiß man nicht Exkurs: Globalisierung, fiktives Kapital und die Grenzen von Keynes IV.3.1 Die Ideologie der Knappheit IV.4 Zusammenfassung V Die Rekonstruktion des Leistungsprinzips: Arbeit als Dienst V.1 Die Debatte um die Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft V.1.1 Der Mythos der Qualifizierung V.2 Von der Verdrängung zur Aktivierung V.2.1 Rekommodifizierung im Postfordismus Exkurs: Zur Kritik der Niedriglohnpolitik V.2.2 Workfare relaunched V.2.3 Hartzschrittmacher V.3 Arbeit und »menschliche Würde": Der Paternalismus der »Anerkennung" V.3.1 "Anerkennung«, »Egalitarismuskritik« und das »Recht auf Arbeit« bei Negt, Honneth und Krebs V.4 Auf die Plätze! Chancengleichheit als Gerechtigkeit »a priori" Exkurs: Das Beschweigen der Arbeit und ihre Simulation als Dienst V.5 Zusammenfassung VI Markt und Herrschaft VI.1 Elend und Triumph des Neoliberalismus VI.2 Individuelle Freiheit und das Lob des Marktes VI.2.1 Lob der Differenzierung oder ,Die Welt ist keine Ware' VI.2.2 Freiheit durch Wettbewerb oder der Kampf ums Dasein VI.2.2.1 "Die Not der Notlosigkeit" VI.2.2.2 "Die Welt aushalten lernen": Baha(ber)mas-Kommunismus VI.3 Die Reg(ul)ierung der Freiheit VI.3.1 Leistungsprinzip und Sozialstaat VI.3.1.1 Politische Ökonomie der Steuerung des Sozialen VI.3.1.2 Sozialstaat zwischen Affirmation und konservativer Kulturkritik VI.4 Zusammenfassung VII Schlussfolgerungen Literatur

Produktinformationen

Titel: Arbeit als Herrschaft
Untertitel: Die Krise des Leistungsprinzips und seine neoliberale Rekonstruktion
Autor:
EAN: 9783897714298
ISBN: 978-3-89771-429-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Unrast Verlag
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 329
Gewicht: 470g
Größe: H208mm x B142mm x T22mm
Veröffentlichung: 01.10.2004
Jahr: 2004

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