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Der Mensch als Maß aller Dinge?

  • Kartonierter Einband
  • 232 Seiten
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Philosophie entsteht, wenn die Götter schlecht gedacht werden. Wo vormals fraglose Maßstäbe nicht mehr gelten, dort betreten Sophi... Weiterlesen
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Beschreibung

Philosophie entsteht, wenn die Götter schlecht gedacht werden. Wo vormals fraglose Maßstäbe nicht mehr gelten, dort betreten Sophisten die Bühne: Der Mensch ist das Maß aller Dinge! - Wenn der berühmte Protagoras von Sokrates befragt wird, was man denn nun gegen teures Geld bei ihm erlernen könne, dann zeigt sich ein tiefgreifender Wandel im menschlichen Selbstverständnis.

Protagoras erläutert anhand des Mythos von Prometheus, was Zivilisiation bedeutet. Das Problem sei nicht ein Mangel an Technik, sondern ein geistiges, kulturelles und politisches Problem. Die eigentliche 'Wildnis', in der es zu bestehen gilt, liegt längst in den Städten. - Seither muß also 'studiert' werden. Dann ist es durchaus möglich, Anerkennung zu finden, auch ohne von Adel zu sein. Und der Mythos schildert, wie es dazu gekommen ist.

Pandora ist das Abschiedsgeschenk der abdankenden olympischen Götter, danach kommt nur noch der Mensch. Es sollte keine weitere Dynastie von Göttern mehr geben. - Wir sind werdende Götter in einer Welt, die wir selbst erschaffen haben, für die wir auch ganz allein verantwortlich sind.

Mit sämtlichen göttlichen Gaben bedacht, ist Pandora die Allegorie aller Verlockungen, wie sie nur zivilisierte Welten bieten. Zugleich bringt sie auch alle damit verbundenen Übel in die Welt. - Um die Frage nach dem Warum ranken sich seither viele Meistererzählungen. Grund genug, sie erneut zu befragen, um 'unsere' Antworten zu finden.

Also wie gehen wir um mit unserer Souveränität in Fragen von Moral, Gefühl und Selbstbestimmung? Der Weg führt vom ersten Gewissen bis zur multiplen Identität, immer auf der Suche nach Sinn, Glück und Geborgenheit. - Inzwischen tragen wir die Götter in uns.

Die Reihe ZeitGeister ist der Psychogenese gewidmet, denn Orientierungswissen ist von zunehmender Bedeutung. Es geht um die neuen Perspektiven einer Philosophischen Psychologie, die in den Meistererzählungen ein uraltes Orientierungswissen findet, das überraschend aktuell ist.

Autorentext

Prof. Dr. Heinz-Ulrich Nennen, geb.1955 in Rheine im Emsland, ist Hochschullehrer für Philosophie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Nach dem Studium in Münster wurde Nennen im Jahre 1989 mit der Studie "Ökologie im Diskurs" promoviert. Dabei zeigte sich bereits der Schwerpunkt seiner Arbeit: Diskurse und Dialoge über Orientierungsfragen. - Nach 10-jähriger Tätigkeit als Wissenschaftler im Bereich "Diskurs" an der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Stuttgart, habilitierte sich Nennen mit einem philosophischen Experiment unter dem Titel: "Philosophie in Echtzeit. Die Sloterdijk-Debatte: Chronik einer Inszenierung." Nennen veranstaltet Philosophische Cafés, einen Philosophischen Salon in Karlsruhe und betreibt eine Philosophische Praxis im westfälischen Münster. Themen: Anthropologie - Mythologie - Moral - Mythen, Märchen, Meistererzählungen - Heldenreise - Psychogenese, Orientierungswissen, Selbstorientierung - Zeitgeist- und Diskursanalysen - Körper, Seele, Liebe, Geist - Philosophische Psychologie Philosophie entsteht, wenn die Götter schlecht gedacht werden. - Inzwischen verlieren Religion und Tradition immer mehr Autorität. Aber die Fragen bleiben. Daher ist es kaum verwunderlich, daß in letzter Zeit gerade die Philosophie immer mehr Interesse erweckt, darf man sich doch von ihr versprechen, selbst zu den Einsichten zu kommen, die immer notwendiger werden. Wenn herkömmliche Orientierungsweisen unsicher werden, dann sind vormals fraglose Fragen urplötzlich wieder offen. Philosophieren bedeutet, sich im Denken zu orientieren. Zur Reihe ZeitGeister: Es ist atemberaubend, was die Zivilisation aus Menschen macht: Die Natur wird >gezähmt<, kehrt aber im Innern der Städte als Wildnis zurück. Individuelle Selbstoriertierung wird nötig, getrieben von einer bisher kaum beachteten Psychogenese. Alles beginnt mit der Stimme des Gewissens; inzwischen tragen wir die Götter in uns. - Grund genug, die einschlägigen Meistererzählungen erneut zu befragen. Wir werden uns selbst besser verstehen, wenn wir die Mythen dazu bringen, uns neue, am besten »unsere« Antworten zu geben. Die Bände der Reihe ZeitGeister sind der Psychogenese gewidmet. Mit dem Aufkommen der Städte entwickeln sich Menschen und Götter. Allmählich entsteht eine neue Souveränität in Fragen von Moral, Gefühl und Selbst. Der Weg führt vom ersten Gewissen bis zur multiplen Identität, immer auf der Suche nach Sinn, Glück und Geborgenheit.

Produktinformationen

Titel: Der Mensch als Maß aller Dinge?
Untertitel: Über Protagoras, Prometheus und Pandora
Autor:
EAN: 9783743900905
ISBN: 978-3-7439-0090-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: tredition
Anzahl Seiten: 232
Gewicht: 342g
Größe: H210mm x B148mm x T16mm
Jahr: 2018
Auflage: 1
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