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Hohe Minne

  • Fester Einband
  • 412 Seiten
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Der Minnesang ist in der Forschung bislang häufig der modernen Lyrik gleichgestellt und entsprechend gedeutet worden. Zumindest ab... Weiterlesen
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Beschreibung

Der Minnesang ist in der Forschung bislang häufig der modernen Lyrik gleichgestellt und entsprechend gedeutet worden. Zumindest aber die Minnekanzone - das Rückgrat des Minnesangs - ist auf konkrete Anlässe bezogen, ist Gelegenheitsdichtung, wie moderne Lyrik es nie war. Sie wird für eine bestimmte Vortragssituation verfasst, bei der ein Sänger von seiner vergeblichen Werbung um eine anonyme Dame berichtet. Im Lied bezeugt er die Werbung und vollzieht sie zugleich. Der Autor rekonstruiert den pragmatischen Kontext eines solchen Vortrags, zu dem in der Regel auch die Existenz der Minnedame gehört. Die Poetologie der Minnekanzone wird nicht als Variationskunst und Rollendichtung beschrieben, sondern als Zurschaustellung von Gefühlen im größeren Rahmen höfischer Repräsentation. Adlige Gelegenheitsdichter versuchen, sich in der Pose der Unterwerfung unter ihre Damen zu übertreffen. Mit einer repräsentativen Haltung, die sie für den Vortrag mit einem charakteristischen Vokabular ausstatten, zeigen sie, dass sie hohe Minne auch jenseits des Lieds leben.

Autorentext

Von Harald Haferland



Klappentext

Der Minnesang ist in der Forschung bislang häufig der modernen Lyrik gleichgestellt und entsprechend gedeutet worden. Zumindest aber die Minnekanzone - das Rückgrat des Minnesangs - ist auf konkrete Anlässe bezogen, ist Gelegenheitsdichtung, wie moderne Lyrik es nie war. Sie wird für eine bestimmte Vortragssituation verfasst, bei der ein Sänger von seiner vergeblichen Werbung um eine anonyme Dame berichtet. Im Lied bezeugt er die Werbung und vollzieht sie zugleich. Der Autor rekonstruiert den pragmatischen Kontext eines solchen Vortrags, zu dem in der Regel auch die Existenz der Minnedame gehört. Die Poetologie der Minnekanzone wird nicht als Variationskunst und Rollendichtung beschrieben, sondern als Zurschaustellung von Gefühlen im größeren Rahmen höfischer Repräsentation. Adlige Gelegenheitsdichter versuchen, sich in der Pose der Unterwerfung unter ihre Damen zu übertreffen. Mit einer repräsentativen Haltung, die sie für den Vortrag mit einem charakteristischen Vokabular ausstatten, zeigen sie, dass sie hohe Minne auch jenseits des Lieds leben.

Produktinformationen

Titel: Hohe Minne
Untertitel: Zur Beschreibung der Minnekanzone
Autor:
EAN: 9783503049653
ISBN: 978-3-503-04965-3
Format: Fester Einband
Herausgeber: Schmidt, Erich Verlag
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 412
Gewicht: 620g
Größe: H235mm x B157mm x T29mm
Jahr: 2000