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Der religiöse Mensch in Katastrophenzeiten

  • Kartonierter Einband
  • 816 Seiten
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Großes Interesse besteht heute für die soziale und wirtschaftliche Bedeutung mittelalterlicher Seuchen (Pest, Syphilis, Aussatz), ... Weiterlesen
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Beschreibung

Großes Interesse besteht heute für die soziale und wirtschaftliche Bedeutung mittelalterlicher Seuchen (Pest, Syphilis, Aussatz), ihre religiöse Bedeutung wird bislang hingegen kaum thematisiert. In diese Lücke stößt die vorliegende religionspädagogische Habilitationsschrift, die religiöses Verhalten in Katastrophenzeiten untersucht. Vor dem Hintergrund sozial-, medizin- und theologiegeschichtlicher Kontexte kommen etwa Liturgie, Wallfahrten und spirituelle Aufbrüche (wie z.B. Ars moriendi und Totentanz) ebenso zur Sprache wie die Rolle von Bischöfen, Geistlichen, Orden oder das Verhalten des einfachen Volkes (z.B. Aberglaube). Dabei zeigt sich, daß Not nicht nur beten, sondern auch fluchen lehrte und bisweilen sexuellen Ausschweifungen Tür und Tor öffnete. In Seuchenzeiten kam es zu Verfolgungen von Hexen, Juden, Bettlern und Prostituierten. Doch Katastrophen, seien sie ökologisch, technisch oder durch neue Seuchen hervorgerufen, bedrohen auch die Zukunft. Vor dem historischen Hintergrund können zukunftsweisende Perspektiven für kirchliches, zumal religionspädagogisches, Handeln eröffnet werden, wobei das Interesse pädagogischen (Erziehung, Bildung) wie psychologischen Zusammenhängen (Angst, Aggression, Entstehung von Weltbildern) gilt.

Autorentext

Der Autor: Hans-Ferdinand Angel wurde 1955 in Ottobeuren geboren. Studium 1976-1981: Katholische Theologie, Latein, Geschichte in Regensburg und Paris. Referendarzeit für das Lehramt an bayerischen Gymnasien 1982-1984. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Religionspädagogik und Katechetik der Katholischen Fakultät der Universität Regensburg 1984. Promotion 1988, Habilitation 1994.



Klappentext

Großes Interesse besteht heute für die soziale und wirtschaftliche Bedeutung mittelalterlicher Seuchen (Pest, Syphilis, Aussatz), ihre religiöse Bedeutung wird bislang hingegen kaum thematisiert. In diese Lücke stößt die vorliegende religionspädagogische Habilitationsschrift, die religiöses Verhalten in Katastrophenzeiten untersucht. Vor dem Hintergrund sozial-, medizin- und theologiegeschichtlicher Kontexte kommen etwa Liturgie, Wallfahrten und spirituelle Aufbrüche (wie z.B. Ars moriendi und Totentanz) ebenso zur Sprache wie die Rolle von Bischöfen, Geistlichen, Orden oder das Verhalten des einfachen Volkes (z.B. Aberglaube). Dabei zeigt sich, daß Not nicht nur beten, sondern auch fluchen lehrte und bisweilen sexuellen Ausschweifungen Tür und Tor öffnete. In Seuchenzeiten kam es zu Verfolgungen von Hexen, Juden, Bettlern und Prostituierten. Doch Katastrophen, seien sie ökologisch, technisch oder durch neue Seuchen hervorgerufen, bedrohen auch die Zukunft. Vor dem historischen Hintergrund können zukunftsweisende Perspektiven für kirchliches, zumal religionspädagogisches, Handeln eröffnet werden, wobei das Interesse pädagogischen (Erziehung, Bildung) wie psychologischen Zusammenhängen (Angst, Aggression, Entstehung von Weltbildern) gilt.



Inhalt

Aus dem Inhalt: Seuchen und Katastrophen in den biblischen Schriften - Die Religionspädagogik und die dunklen Seiten des Lebens - Seuchen im Kontext des Gesundheitssystems und der Medizin - Seuchen als Auslöser von Ängsten, Aggressionen und Verfolgungen - Der Profit des Elends.

Produktinformationen

Titel: Der religiöse Mensch in Katastrophenzeiten
Untertitel: Religionspädagogische Perspektiven kollektiver Elendsphänomene
Autor:
EAN: 9783631486351
ISBN: 978-3-631-48635-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Lang, Peter GmbH
Genre: Religiöse Schriften & Gebete
Anzahl Seiten: 816
Gewicht: 1030g
Größe: H211mm x B151mm x T44mm
Jahr: 1996
Auflage: Neuausg.

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