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Auf dem Weg zur Demokratie

  • Fester Einband
  • 439 Seiten
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Auf Druck Napoleons erklärte Kaiser Franz II. 1806 die reichsoberhauptliche Würde für erloschen. Den unter den Deutschen weitverbr... Weiterlesen
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Beschreibung

Auf Druck Napoleons erklärte Kaiser Franz II. 1806 die reichsoberhauptliche Würde für erloschen. Den unter den Deutschen weitverbreiteten Wunsch nach dem neuerlichen Zusammenschluss in einem Reich erfüllte der Wiener Kongress 1814/1815 mit der Schaffung des lockeren Deutschen Bundes nur unzulänglich. Die von der Nationalversammlung in Frankfurt im Revolutionsjahr 1848/1849 erarbeitete Verfassung blieb unausgeführt, ebenso scheiterte der anschließende Versuch Preußens, einen Bundesstaat zu bilden. Erst 1867 gelang das wenigstens für Norddeutschland. 1871 wurde die volle deutsche Einheit erreicht. Dem schweren Weg vom alten zum neuen Reich ist die vorliegende Darstellung gewidmet. Es handelt sich nicht um eine deutsche Geschichte dieser mehr als sechs Jahrzehnte im umfassenden Sinn, sondern umd die Nachzeichnung einer sehr wichtigen Entwicklungslinie.

Am 6. August 1806 erklärte Kaiser Franz II. auf Drängen Napoleons unter Hinweis auf die wenige Tage zuvor erfolgte Gründung des Rheinbundes durch sechzehn west- und süddeutsche Fürsten, dass er das reichsoberhauptliche Amt als erloschen betrachte, sich deshalb von allen Pflichten gegenüber dem Reich losgelöst sehe und die kaiserliche Würde niederlege. Seit der Wahl des Frankenherzogs Konrad zum deutschen König in Forchheim 911 waren fast 900 Jahre verstrichen. Den unter den Deutschen weitverbreiteten Wunsch nach dem neuerlichen Zusammenschluss in einem Reich erfüllte der Wiener Kongress 1814/1815 mit der Schaffung des lockeren Deutschen Bundes nur unzulänglich. Die von der Nationalversammlung in Frankfurt im Revolutionsjahr 1848/1849 erarbeitete Verfassung blieb unausgeführt, ebenso scheiterte der anschließende Versuch Preußens, einen Bundesstaat zu bilden. Erst 1867 gelang das wenigstens für Norddeutschland. Bis ein neues Gemeinwesen der Deutschen unter dem Namen Reich am 1. Januar 1871 ins Leben trat, dauerte es fast zwei Menschenalter. Dem schweren Weg vom alten zum neuen Reich ist die vorliegende Darstellung gewidmet. Es handelt sich nicht um eine deutsche Geschichte dieser mehr als sechs Jahrzehnte im umfassenden Sinn, sondern um die Nachzeichnung einer sehr wichtigen Entwicklungslinie.

Autorentext

Hans Fenske, geboren 1936 in Geesthacht, 1956 bis 1963 Studium der Ge­schichte, der Politischen Wissenschaft und der Geografie in Tübingen und Freiburg, Promotion 1965, Habilitation für Neue und Neueste Geschichte 1971 in Freiburg, 1963 bis 1971 Wissenschaftlither Assistent an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer und bis Ende 1972 am Auslands- und Dolmetscherinstitut Germersheim. 1973 bis 1977 Universi­tätsdozent und danach bis 2oo1 Professor für Neue und Neuste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Hauptarbeitsgebiete: Deutsche Geschichte vom späten 18. Jahrhundert bis zum Ende der Weimarer Zeit, vergleichende Verfassungsgeschichte, Geschichte der politischen Ideen, Landesgeschichte Südwestdeutschlands. Von den Buchveröffentlichungen seien genannt: Konservativismus und Rechtsradikalismus in Bayern nach 1918 (1969), Wahlrecht und Parteiensystem (1972), Der liberale Südwesten (1981), Die Verwaltung Pommerns 1815-1945 (1993), Deutsche Parteienge­schichte (1994), Deutsche Geschichte. Vom Ausgang des Mittelalters bis heute (2002), Preußentum und Liberalismus (2002), Freiherr vom Stein (2012), Der Anfang vom Ende des alten Europa. Die alliierte Verweigerung von Friedensgesprächen 1914-1919 (2013).



Klappentext

Am 6. August 1806 erklärte Kaiser Franz II. auf Drängen ­Napoleons unter Hinweis auf die wenige Tage zuvor ­erfolgte Gründung des Rheinbundes durch sechzehn west- und ­süddeutsche Fürsten, dass er das reichsoberhauptliche Amt als erloschen betrachte, sich deshalb von allen ­Pflichten ­gegenüber dem Reich losgelöst sehe und die kaiserliche ­Würde niederlege. Seit der Wahl des Frankenherzogs ­Konrad zum deutschen König in Forchheim 911 waren fast 900 ­Jahre verstrichen. Den unter den Deutschen ­weitverbreiteten Wunsch nach dem neuerlichen Zusammenschluss in ­einem Reich erfüllte der Wiener Kongress 1814/1815 mit der ­Schaffung des lockeren Deutschen Bundes nur unzulänglich. Die von der Nationalversammlung in Frankfurt im Revolutions­jahr 1848/1849 erarbeitete Verfassung blieb ­unausgeführt, ebenso scheiterte der anschließende Versuch Preußens, einen Bundes­staat zu bilden. Erst 1867 gelang das wenigstens für Norddeutschland. Bis ein neues Gemeinwesen der Deutschen unter dem Namen Reich am 1. Januar 1871 ins Leben trat, dauerte es fast zwei ­Menschenalter. Dem schweren Weg vom alten zum neuen Reich ist die ­vorliegende Darstellung gewidmet. Es handelt sich nicht um eine deutsche Geschichte dieser mehr als sechs Jahrzehnte im umfassenden Sinn, sondern um die Nachzeichnung einer sehr wichtigen Entwicklungslinie.



Inhalt

Vorwort I. Das Ende des alten Reiches II. Acht Jahre voller Kämpfe III. Die Neuordnung Deutschlands IV. Der Deutsche Bund in den ersten Jahrzehnten V. Der Reichsgründungsversuch der Paulskirche VI. Das preußische Unionsprojekt VII. Bismarck und die deutsche Frage 1851 - 1863 VIII. Der dänische Krieg 1864. Gründe, Verlauf, Auswirkungen IX. 1866: Der Zusammenprall Österreichs und Preußens X. Die Gründung des Norddeutschen Bundes 247 XI. Die Luxemburg-Krise 1867 XII. Die deutsche Frage 1867-1870 XIII. Die spanische Thronfolgefrage XIV. Die Julikrise 1870 XV. Der Krieg mit Frankreich XVI. Die Gründung des Deutschen Reiches XVII. Würdigung Anhang Anmerkungen Quellen und Literatur Personenregister Bildnachweis

Produktinformationen

Titel: Auf dem Weg zur Demokratie
Untertitel: Das Streben nach deutscher Einheit 1792-1871
Autor:
EAN: 9783957681843
ISBN: 978-3-95768-184-3
Format: Fester Einband
Herausgeber: Olzog
Genre: Mittelalter
Anzahl Seiten: 439
Gewicht: 743g
Größe: H238mm x B163mm x T33mm
Veröffentlichung: 13.06.2018
Jahr: 2018