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Mei Freind Hannes ond i

  • Kartonierter Einband
  • 108 Seiten
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Die Kunstfigur des Hannes von Boll ermöglicht dem Autor Hans-Ulrich Kauderer, in die Gedankenwelt und Wesenszüge seiner Württember... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Kunstfigur des Hannes von Boll ermöglicht dem Autor Hans-Ulrich Kauderer, in die Gedankenwelt und Wesenszüge seiner Württemberger Landsleute einzutauchen, um diese zu skizzieren. Bei seinem Versuch, seinen schwäbischen Alltag zu meistern, erlebt Hannes von Boll als Schwabe auf seine ganz persönliche Art viele Höhen und Tiefen. Tradition und der gesprochene Dialekt kennzeichnen ihn ebenso, wie er Kulturgüter und schwäbische Spezialitäten zu schätzen weiß.

Autorentext

Hans-Ulrich Kauderer, Jahrgang 1966 - in Esslingen am Neckar geboren und dort aufgewachsen - Klavierunterricht bei der Mutter - verheiratet, zwei Töchter - Bankkaufmannslehre, Esslinger Bank eG - Studium der Wirtschaftswissenschaften in Hohenheim und Amsterdam - Niederlassungsleiter einer Genossenschaftsbank - Beruflicher Wechsel in die Hotellerie und Gastronomie (www.badhotel-stauferland.de und www.hotelrestaurantlamm.de) - heutiger Wohnort ist Bad Boll



Klappentext

Die Kunstfigur des Hannes von Boll ermöglicht dem Autor Hans-Ulrich Kauderer, in die Gedankenwelt und Wesenszüge seiner Württemberger Landsleute einzutauchen, um diese zu skizzieren. Bei seinem Versuch, seinen schwäbischen Alltag zu meistern, erlebt Hannes von Boll als Schwabe auf seine ganz persönliche Art viele Höhen und Tiefen. Tradition und der gesprochene Dialekt kennzeichnen ihn ebenso, wie er Kulturgüter und schwäbische Spezialitäten zu schätzen weiß.



Leseprobe
Mei - Meier - Vereinsmeierei Seit Joahr und Dag ben i scho in verschiedene Verei Mitglied. Aber des hot jetzt a End. Verei? So ein Blödsinn! Koi Mensch braucht so ebbes. I vrschtand gar ned, worom so viel Leut drvo begeischdert send. Jetzt ben i doch scho seit mehr als 20 Joahr Mitglied im Gsangverei, aber 's richtige Senga hemmer dia emmer no ned beibrenga kenna. Aus dem Grond hab mi bei der Vereinsleitung schriftlich aufs bitterschte beschwert und glei aufs Joahresende mein Austritt erklärt. Ha, des goht doch au ned! Seit Joahr und Dag zahl i brav mein Mitgliedsbeitrag. Und? Kann i deswega vielleicht scheener senga oder vielleicht lauter? Noi! Also. Dann brengt doch dia ganza Sengerei au gar nix. Des darf doch oifach au ned sei. Der Vorschtand hot mir dann en Brief zrückgschrieba, dass sie mein Austritt bedauret und ob i mir des ned no amol überlega will. I soll doch bittschee nach 20 Joahr amol in oine von dene Chorproba komma, dann könnt mr über älles schwätza. Ha, do hört doch älles uff! ... Schtatt Verwaltung - Schtadtverwaltung ?! Ned gnuag, dass i mi emmer mit meira bessera Hälfte Hilde rommschlaga muass, noi, mer hot doch sei lieabe Müh ond Not mit de Beamta em Flegga. Was dia emmer für Denger drherbrenget, des glaubscht du ned. Isch's euch au scho so ganga, emmer, wenn mr ebbes von dene will, send se in ra Beschprechung, am a andera Apparat, uff ra Fortbildung oder im Urlaub. Mr krieagt au emmer des Gfühl, dass mer se bei irgendwas Wichtigem schtört und wenn's bloß beim Bleischtiftschpitza oder Nasaboahra ischt. Na ja, seis dromm. Dia Öffnungszeita in dene Behördetempel fend i au emmer klasse. Ha, do muasch bald Urlaub nemma, damit da die Gschtalta amol persönlich uff dr Amtsschtub atreffa darfscht. I frog mi do emmer, wer isch eigentlich für wen do? Dia Beamte für d'Bürger - oder send womöglich, ohne es zu wissa, mir Bürger bloß für onsere Beamte gmacht. Des isch fei ned emmer so eindeutig und erscht recht ned luschtig. Dr vermutlich Letzschte, wo des meines Erachtens richtig vrschtanda ghett hot, war vermutlich dr Große Frieder. Der hot seinerseits von sich behauptet, er sei der erschte Diener im Schtaat. Und heut? Ach komm, her mr doch uff! Grad drletzscht, kurz bevor i ins Gschäft gfahra ben, hot mr bei mir uff der ganza Drottwarlänge von vorne bis ganz henta sottiche rote Schtrich nazeichnet. Grad so, wia wenn mer bald a Bauschtell eirichta wet. Uff dr gesamta Länge, so hab i dia Schtrich im meim laiahafta Tiefbauverschtändnis jedenfalls deutet, wird mir mein Kandel uffgrissa und vermutlich neue Kabel verlegt. Mei bisherige Lebenserfahrung hot mir gsagt, Hannes, Obacht! Des sieht gar ned guat und ganz drnoch aus, als ob die Bauschtell a bissle länger daura könnt. Da i weder informiert war, worom, wann und wie lang dia Bauschtell do vor meim Haus eigrichtet wird, hab i mir erlaubt, uff meira Schtattverwaltung azrufet...

Produktinformationen

Titel: Mei Freind Hannes ond i
Untertitel: Schwäbisch-satirische Mundart-Geschichta
Illustrator:
Autor:
EAN: 9783955440213
ISBN: 978-3-95544-021-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Kinzel, Manuela Verlagsgr
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 108
Gewicht: 129g
Größe: H211mm x B113mm x T12mm
Veröffentlichung: 04.09.2014
Jahr: 2014
Auflage: 1., 1. Auflage