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Ein politisches Tabu auf dem Prüfstand: Die Schulstruktur als Integrationshindernis in Deutschland und Frankreich

  • Kartonierter Einband
  • 140 Seiten
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pädagogik - Allgemein, Note: 1,3, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (6, Erzi... Weiterlesen
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Beschreibung

Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pädagogik - Allgemein, Note: 1,3, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (6, Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsangabe:Einleitung: Die aktuelle Integrationsdebatte um Vorstadtaufstände und Kopftuch in Frankreich, und in Deutschland um Einbürgerungstests, Zwangsehen und die Meriten eines Schulkonferenz-Beschlusses in Berlin, die Schüler auf dem Schulgelände zum Deutsch Sprechen zu verpflichten, illustrieren, dass die im Selbstverständnis der Bürger offene Gesellschaft latent eine neue kulturelle Klassenschranke aufweist. Sie verläuft zwischen der kulturellen Mehrheit und den Arbeitsmigranten der ersten und zweiten Generation. Dabei sprechen wachsende soziale Spannungen, hohe strukturelle Arbeitslosigkeit, zunehmende Gewalt etc. eindeutig für die Dringlichkeit, mit der es darüber nachzudenken gilt, wie Frankreich und Deutschland mit der Einwanderung in einem europäischen Wirtschaftsraum mit interner Freizügigkeit und relativ offenen Grenzen zukünftig umgehen sollen. Dazu gehört als zentraler Bestandteil die Frage nach der Gestaltung der Schulsysteme, die als gesellschaftliche Institutionen in besonderer Weise für die Zukunftschancen von allen im Land lebenden jungen Menschen entscheidend sind und damit auch eine Integrationsfunktion ausüben. Aus politikwissenschaftlicher Perspektive erscheint insbesondere eine Analyse der Schulstrukturen relevant, genauer eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob und inwiefern sich die bildungspolitische Ausgestaltung der Schulstruktur in Frankreich und Deutschland als integrationshemmend erweist. Mit dieser Fragestellung möchte die vorliegende Arbeit als Beitrag zu der nunmehr in beiden Ländern zaghaft einsetzenden, aber noch ergebnisoffenen Debatte um institutionelle Rahmenbedingungen für Bildungssysteme, verstanden werden, die Leistungs- und Gleichheitsprinzip in ein erfolgreiches Gleichgewicht setzen. Ein Rückblick auf die Nachkriegsjahrzehnte, in denen die Weichen für die heute bestehenden Schulstrukturen beider Länder gestellt wurden, dient der Bewusstseinsbildung für die Veränderbarkeit der heutigen Strukturen. Er verweist ferner auf nicht genutzte Möglichkeiten und verschüttete Alternativen, um letztlich zur Orientierung in der gegenwärtigen Reformdiskussion beizutragen. Die knappe historische Analyse erfolgt auf der Grundlage von Primärquellen (Analysen, Zeitungsartikeln und Zahlenmaterial aus den Nachkriegsjahrzehnten selbst) sowie von Sekundärquellen (rückblickende Analysen der Nachkriegsreformen aus den 1970er bis 1990er Jahren). Die Analyse verdeutlicht, warum das Thema Strukturreform in beiden Ländern zu einem politischen Tabu wurde. Die anschließende Analyse der Wirkweise heutiger Schulstrukturen auf Schüler mit Migrationshintergrund zeigt, dass sich in beiden Ländern strukturelle Elemente als Integrationshindernis erweisen. Über lange Zeit gültige ausländerpolitische Positionen haben in beiden Ländern zu Formen direkter und indirekter institutioneller Diskriminierung geführt, die sich bis heute auch in den Strukturen der Bildungssysteme widerspiegeln. Dies wird deutlich durch eine Skizzierung der Wechselwirkung zwischen ausländer-politischer Positionierung und verfolgter Bildungspolitik, die auf Grundlage der Analysen ausgewählter Soziologen, bzw. Bildungsforscher des jeweiligen Landes erfolgt. Für Frankreich sind dies vor allem Texte der Soziologen Bourdieu und Weil, für Deutschland Untersuchungen der Bildungsforscher Hansen und Wenning sowie zwei entsprechende Erlasse der Kultusministerkonferenz (KMK). Die Analyse der Schulstrukturen erfolgt ferner auf Grundlage der PISA-Erhebung 2003 sowie zahlreicher Befunde der Bildungsforschung der 1990er Jahre bis 2006. Das spezifische statistische Material für Frankreich stammt vornehmlich aus Publikationen des Institut National de ...

Klappentext

Inhaltsangabe:Einleitung: Die aktuelle Integrationsdebatte um Vorstadtaufstände und Kopftuch in Frankreich, und in Deutschland um Einbürgerungstests, Zwangsehen und die Meriten eines Schulkonferenz-Beschlusses in Berlin, die Schüler auf dem Schulgelände zum Deutsch Sprechen zu verpflichten, illustrieren, dass die im Selbstverständnis der Bürger offene Gesellschaft latent eine neue kulturelle Klassenschranke aufweist. Sie verläuft zwischen der kulturellen Mehrheit und den Arbeitsmigranten der ersten und zweiten Generation. Dabei sprechen wachsende soziale Spannungen, hohe strukturelle Arbeitslosigkeit, zunehmende Gewalt etc. eindeutig für die Dringlichkeit, mit der es darüber nachzudenken gilt, wie Frankreich und Deutschland mit der Einwanderung in einem europäischen Wirtschaftsraum mit interner Freizügigkeit und relativ offenen Grenzen zukünftig umgehen sollen. Dazu gehört als zentraler Bestandteil die Frage nach der Gestaltung der Schulsysteme, die als gesellschaftliche Institutionen in besonderer Weise für die Zukunftschancen von allen im Land lebenden jungen Menschen entscheidend sind und damit auch eine Integrationsfunktion ausüben. Aus politikwissenschaftlicher Perspektive erscheint insbesondere eine Analyse der Schulstrukturen relevant, genauer eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob und inwiefern sich die bildungspolitische Ausgestaltung der Schulstruktur in Frankreich und Deutschland als integrationshemmend erweist. Mit dieser Fragestellung möchte die vorliegende Arbeit als Beitrag zu der nunmehr in beiden Ländern zaghaft einsetzenden, aber noch ergebnisoffenen Debatte um institutionelle Rahmenbedingungen für Bildungssysteme, verstanden werden, die Leistungs- und Gleichheitsprinzip in ein erfolgreiches Gleichgewicht setzen. Ein Rückblick auf die Nachkriegsjahrzehnte, in denen die Weichen für die heute bestehenden Schulstrukturen beider Länder gestellt wurden, dient der Bewusstseinsbildung für die Veränderbarkeit der heutigen Strukturen. Er verweist ferner auf nicht genutzte Möglichkeiten und verschüttete Alternativen, um letztlich zur Orientierung in der gegenwärtigen Reformdiskussion beizutragen. Die knappe historische Analyse erfolgt auf der Grundlage von Primärquellen (Analysen, Zeitungsartikeln und Zahlenmaterial aus den Nachkriegsjahrzehnten selbst) sowie von Sekundärquellen (rückblickende Analysen der Nachkriegsreformen aus den 1970er bis 1990er Jahren). Die Analyse verdeutlicht, warum das Thema Strukturreform in beiden Ländern zu [...]

Produktinformationen

Titel: Ein politisches Tabu auf dem Prüfstand: Die Schulstruktur als Integrationshindernis in Deutschland und Frankreich
Untertitel: Eine Analyse struktureller Defizite der Bildungssysteme vor dem Hintergrund des Scheiterns der Schüler mit Migrationshintergrund
Autor:
EAN: 9783838696256
ISBN: 978-3-8386-9625-6
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: diplom.de
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 140
Gewicht: 212g
Größe: H210mm x B148mm x T9mm
Jahr: 2006