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Anpassung und Aufbegehren

  • Fester Einband
  • 728 Seiten
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Zwischen dem 17. Juni 1953 und der Herbstrevolution 1989 war das Jahr 1956 die große Chance der Intelligenz, die Last des Stalinis... Weiterlesen
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Beschreibung

Zwischen dem 17. Juni 1953 und der Herbstrevolution 1989 war das Jahr 1956 die große Chance der Intelligenz, die Last des Stalinismus abzuwerfen. Das Buch zeigt im Detail, wie diese Chance trotz des zeitweiligen politischen Rückzugs der SED-Führung nur zaghaft genutzt und letztlich vertan wurde. Die Verfolgung politisch verdächtigter Personen auf allen Ebenen der Partei, in der Wissenschaft, in Verlagen und Redaktionen verkehrte den von Moskau ausgehenden anfänglichen Entstalinisierungsschub in sein krasses Gegenteil. Trotz der vielen Proteste gegen die fehlende Demokratisierung gab es 1956/58 nur wenig alternative Entwürfe. Woran lag das, warum blieben die Vorstellungen von einer Erneuerung der Gesellschaft so begrenzt, weshalb kam es zu keiner konsequenteren Opposition? Wie beeinflussten die politischen Veränderungen in Polen und der Volksaufstand in Ungarn die SED-Führung und die Haltung der Intelligenz? Der Verfasser legt dazu ein Konzept der "verzerrten Kommunikation" zwischen Parteiführung und Intelligenz vor, mit dem er alle Schattierungen zwischen Konsens und Dissens sowie die verschiedenen Verhaltensweisen der Intelligenz aufzudecken und zu verstehen versucht. Dabei rekonstruiert er die Konflikte um Wolfgang Harich, Fritz Behrens, Ernst Bloch, Robert Havemann und Jürgen Kuczynski und gibt einen überblick über die öffentlichen und internen Auseinandersetzungen an den Universitäten und Akademien. Pressestimme: "Obwohl die Themen der Beiträge von der Nietzsche-Rezeption bis zur Statistik von Inoffiziellen Mitarbeitern unter Philosophen reicht, hat Herzberg ein sehr persönliches Buch vorgelegt, das in erster Linie eigene Erfahrungen beschreibt. Es bietet reichlich Stoff für jeden, der sich in Zukunft mit dieser Philosophie beschäftigen wird." (Sächsische Zeitung)

Autorentext

Jahrgang 1940, Studium der Philosophie an der HU Berlin, 1966-73 Assistent am Zentralinstitut für Philosophie der AdW der DDR; Ausschluß aus der SED, Berufs- und Publikationsverbot; Lektortätigkeit und Privatgelehrter; 1976 Promotion; 1976/77 Arbeit mit Rudolf Bahro; 1985 Ausreise nach Westberlin, Mitglied der Grünen, Mitbegründer der Bundesarbeitsgemeinschaft Menschenrechte; 1987-92 wiss. Mitarbeiter am Institut f. Philosophie der FU Berlin, 1993 in der Abteilung Bildung und Forschung der Gauck-Behörde, seit 1994 am Institut für Philosophie der HU Berlin.

Produktinformationen

Titel: Anpassung und Aufbegehren
Untertitel: Die Intelligenz DDR in den Krisenjahren 1956/58
Autor:
EAN: 9783861533771
ISBN: 978-3-86153-377-1
Format: Fester Einband
Herausgeber: Links Christoph Verlag
Genre: Zeitgeschichte (1946 bis 1989)
Anzahl Seiten: 728
Gewicht: 933g
Größe: H215mm x B149mm x T50mm
Veröffentlichung: 01.03.2006
Jahr: 2006
Auflage: 1. Aufl. 14.03.2006
Land: DE