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Strafgewalt und Provinzialherrschaft

  • Kartonierter Einband
  • 396 Seiten
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Thema des Buches ist die Ausübung der Strafgewalt römischer Statthalter. Aufgrund der singulären Quellenlage steht (abgesehen von ... Weiterlesen
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Beschreibung

Thema des Buches ist die Ausübung der Strafgewalt römischer Statthalter. Aufgrund der singulären Quellenlage steht (abgesehen von einem Exkurskapitel zu Ciceros Verrinen) die Provinz Judäa in der Zeit von 6-66 n. Chr. im Zentrum der Untersuchung, und damit die Schriften des Flavius Josephus und des Neuen Testaments. Der Autor untersucht die Strafgewalt dabei vor dem Hintergrund der Beziehungskonstellationen und Herrschaftsstrukturen, um den entsprechenden Handlungsbedingungen der Beteiligten gerecht zu werden, ihren Motivlagen nachzuspüren und den Entscheidungs- und Ermessensspielraum des Statthalters auszuloten. Besondere Berücksichtigung finden dabei das Banditentum, die Massenproteste, die Interaktion mit den Provinzialeliten und der Einfluss des Statthalters in Syrien sowie des Kaisers in Rom. In Abgrenzung zu rechtsdogmatischen oder politisch-ereignisgeschichtlichen Ansätzen zeigt der Autor mit herrschaftssoziologischen Mitteln, wie die Strafgewalt des Statthalters als eine Art ritualisierte Konfliktbewältigung verstanden werden kann, die zum einen noch kein von den jeweiligen Herrschaftsinteressen funktional ausdifferenziertes Rechtsgebiet darstellte, der zum anderen aber gerade deshalb auch nicht ausschließlich Motive persönlicher Willkür unterstellt werden können. Guido O. Kirner setzt sich dabei speziell mit beinahe kanonisch gewordenen Thesen von Theodor Mommsen und Wolfgang Kunkel auseinander und unterzieht sie einer Revision.

Klappentext

Thema des Buches ist die Ausübung der Strafgewalt römischer Statthalter. Aufgrund der singulären Quellenlage steht (abgesehen von einem Exkurskapitel zu Ciceros Verrinen) die Provinz Judäa in der Zeit von 6-66 n. Chr. im Zentrum der Untersuchung, und damit die Schriften des Flavius Josephus und des Neuen Testaments. Der Autor untersucht die Strafgewalt dabei vor dem Hintergrund der Beziehungskonstellationen und Herrschaftsstrukturen, um den entsprechenden Handlungsbedingungen der Beteiligten gerecht zu werden, ihren Motivlagen nachzuspüren und den Entscheidungs- und Ermessensspielraum des Statthalters auszuloten. Besondere Berücksichtigung finden dabei das Banditentum, die Massenproteste, die Interaktion mit den Provinzialeliten und der Einfluss des Statthalters in Syrien sowie des Kaisers in Rom. In Abgrenzung zu rechtsdogmatischen oder politisch-ereignisgeschichtlichen Ansätzen zeigt der Autor mit herrschaftssoziologischen Mitteln, wie die Strafgewalt des Statthalters als eine Art ritualisierte Konfliktbewältigung verstanden werden kann, die zum einen noch kein von den jeweiligen Herrschaftsinteressen funktional ausdifferenziertes Rechtsgebiet darstellte, der zum anderen aber gerade deshalb auch nicht ausschließlich Motive persönlicher Willkür unterstellt werden können. Guido O. Kirner setzt sich dabei speziell mit beinahe kanonisch gewordenen Thesen von Theodor Mommsen und Wolfgang Kunkel auseinander und unterzieht sie einer Revision.



Inhalt

Einleitung - I. Die Strafgewalt zwischen Recht und Herrschaft: Gerichtsbarkeit als problematischer Begriff - Theodor Mommsen und Wolfgang Kunkel - Die Heterogenität der Rechtsquellen - Gefahr methodischer Zirkelschlüsse - Statthalterliche Strafgewalt und Machtressourcen - Fazit zum forschungskritischen Teil und Ausgangshypothese - II. Ciceros Verrinen und die selbstherrliche Strafgewalt: Die Verrinen des Cicero - Die Exempla Ciceros zur Ausübung der Strafgewalt des Verres - Fazit zur Strafgewalt des Statthalters in den Verrinen - III. Die römische Provinz Judäa und Flavius Josephus: Flavius Josephus als Quelle - Biographisches zu Josephus - Die Quellen des Josephus für die Zeit 6 bis 66 n. Chr. - Grundtendenzen in Josephus' Werk - IV. Die Statthalter und die Provinz Judäa: Vorgeschichte (4 v. bis 6 n. Chr.) - Judäa wird Provinz (6 n. Chr.) - Die Statthalter in Judäa - Hohepriester und Synedrion - Das Lestai-Problem: Räuber, Zeloten und Sikarier - Skizze der Provinzialstruktur Judäas - V. Die Strafgewaltspraxis des Statthalters in Judäa: Statthalterliche Strafgewalt und Provinzialbevölkerung - Provinziale, judäischer und syrischer Statthalter - Provinziale, die Statthalter und der Kaiser in Rom - VI. Die Kreuzigung Jesu von Nazareth: Die Verhaftung Jesu - Das Verhör vor dem Synedrion - Jesus vor dem Statthalter Pilatus - Fazit zum Fall Jesu - VII. Der Apostel Paulus vor den Statthaltern in Judäa: Die Apostelgeschichte und das römische Bürgerrecht - Das Verfahren gegen Paulus in Jerusalem und Cäsarea - Fazit zum Paulusfall - Schlußbetrachtung - Annex: Liste der Fälle bei Josephus - Literaturverzeichnis, Sachregister

Produktinformationen

Titel: Strafgewalt und Provinzialherrschaft
Untertitel: Eine Untersuchung zur Strafgewaltspraxis der römischen Statthalter in Judäa (6-66 n. Chr.)
Autor:
EAN: 9783428113811
ISBN: 978-3-428-11381-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 396
Gewicht: 474g
Größe: H227mm x B149mm x T19mm
Jahr: 2004
Auflage: 1., Aufl

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