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Das Sonntagskind
Georgis Zech

Heinz Piesik Der Autor, Jahrgang 1958, wurde in Leipzig als Sohn eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Na... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 348 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Autorentext

Heinz Piesik Der Autor, Jahrgang 1958, wurde in Leipzig als Sohn eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Nach vollendetem Zahnmedizinstudium an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg erhielt er 1985 das Diplom und die Approbation als Zahnarzt. Nach kurzer Berufsausübung stellte er, noch im selben Jahr, für sich, seine Frau und seinen zweieinhalbjährigen Sohn einen Antrag auf Ausreise in die Bundesrepublik. Nach zahlreichen beruflichen und sozialen Schikanen erfolgte im November 1986 kurzerhand die Inhaftierung des Autors und seiner Frau durch die Staatssicherheit. Nach Aburteilung und Strafvollzug mit Zwangsarbeit, erfolgte im Mai 1987 der Freikauf durch die Bundesregierung und die Übersiedlung nach Braunschweig. Hier ist der Autor seit 1988 in eigener Praxis als Zahnarzt niedergelassen.



Klappentext

Jede große Lawine wird dadurch ausgelöst, dass zunächst kleine Steinchen ins Rutschen und Rollen geraten und den Untergrund schwächen. Diese kleinen Steinchen waren wir, die politischen Häftlinge der letzten Diktatur auf deutschem Boden, und die vielen mutigen Ausreiseantragsteller, die Verfolgung und Schikane für ihre Freiheit bereitwillig auf sich nahmen. Mit diesen Worten beschließt das "Sonntagskind" Georgis Zech die spannenden und dramatischen Aufzeichnungen eines deutsch-deutschen Familienschicksals: In der DDR schon gleich als Kind geprägt durch schwierigste familiäre Umstände und gegängelt von ideologischer Berufslenkung wird er Zahnarzt, erlebt er die ganze Schärfe und Unmenschlichkeit der Schikanen bis hin zu erniedrigender Inhaftierungs-Praxis, die das Regime für ausreisewillige Bürger ersonnen hatte - unbeugsam, nicht zuletzt im Vertrauen auf die unverbrüchliche Treue seiner wie er inhaftierten jungen Ehefrau und getrieben von der Sorge um ihr gemeinsames Kind. Die junge Familie erlebt nach ihrem Freikauf durch die Bundesrepublik die ersten beglückenden, fast berauschenden Höhen der Ankunft in der Bundesrepublik, durchsteht dort die vielen finanziellen und bürokratischen Probleme, bis hin zu der für einen neuen Berufsanfang erforderlichen förmlichen Annullierung des DDR-Vorbestraften-Status. Die Einsicht in die Stasi-Akten brachte überraschende und erschütternde Erkenntnisse. Die ohne Übertreibung geradezu als Familien-Saga zu bezeichnenden Erinnerungen fördern an vielen Einzelheiten die Erkenntnis, dass unter dem seinerzeit hochgelobten Schleier der "friedlichen Koexistenz" die schikanösen und menschenverachtenden Praktiken des Regimes gegen große Teile der eigenen Bevölkerung für die westliche Wahrnehmung vielfach unsichtbar gemacht wurden, vor allem aber, dass in der Tat kleine Steinchen - damals und heute und immer - nur dann wirksam sein können, wenn Mut, Inkaufnahme von Verfolgung und Schikane, Treue zu sich selbst und Solidarität entscheidende Voraussetzungen dafür sind.

Produktinformationen

Titel: Das Sonntagskind
Untertitel: Ein deutsch-deutsches Familienschicksal
Autor: Georgis Zech
EAN: 9783810701466
ISBN: 978-3-8107-0146-6
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Verlagsgruppe Mainz
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 348
Gewicht: 451g
Größe: H211mm x B141mm x T30mm
Veröffentlichung: 26.11.2012
Jahr: 2012
Land: DE

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