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Schriften zur Medizin

  • Kartonierter Einband
  • 143 Seiten
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In den hier versammelten Essays entwickelt Georges Canguilhem eine Kritik der medizinischen Vernunft, die an Nüchternheit und Klar... Weiterlesen
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Beschreibung

In den hier versammelten Essays entwickelt Georges Canguilhem eine Kritik der medizinischen Vernunft, die an Nüchternheit und Klarheit ihresgleichen sucht. Der Wissenschaftshistoriker, Mediziner und Philosoph steckt die Meilensteine des medizinischen Denkens von Hippokrates bis heute ab und stellt Betrachtungen darüber an, welche Auswirkungen die Konzeption der Medizin als Wissenschaft im Verhältnis zur Medizin als Heilkunst bzw. Pädagogik des Heilens hatte und welche Verfahren damit jeweils zusammenhängen. Darüber hinaus beleuchtet er das Verhältnis des Arztes zum Kranken, die Beziehung des Kranken zur Krankheit und deren jeweiliges Verhältnis zur Natur. Schließlich spekuliert über den Begriff der Gesundheit als das angebliche "Schweigen der Organe" sowie über die Fallstricke der Metaphern des Körpers. Die scheinbar banale Polarität von Krankheit und Gesundheit ruft philosophische Konzepte auf den Plan und erfordert nicht zuletzt ethische Überlegungen.

Autorentext

Georges Canguilhem war Philosoph und Mediziner und einer der bedeutendsten Wissenschaftshistoriker Frankreichs. Mit seinem Denken beeinflusste er unter anderem Michel Foucault und Gilbert Simondon. Nach seinem Abschluss in Philosophie 1927 unterrichtete er zunächst an Gymnasien. Ein darauf folgendes Medizinstudium schloss er 1943 in Straßburg ab. Er nahm aktiv an der Résistance teil und richtete 1944 im Süden Frankreichs ein Lazarett ein, dessen Evakuierung er während eines Angriffes leitete. 1955 habilitierte er sich an der Sorbonne und folgte Gaston Bachelard als Leiter des Instituts für Wissenschaftsgeschichte nach.Auf Deutsch sind unter anderem erschienen: »Die Erkenntnis des Lebens« und »Das Normale und das Pathologische«.



Zusammenfassung
quot;Ein unbequemer Querdenker, der die Medizintechnologie und den sich rasch steigernden Größenwahn von technikverliebten Medizinern durch philosophische Fragestellungen problematisierte, indem er in seiner lebendigen Philosophie mit einer 'konstitutiven Naivität' bohrende Fragen stellte." Deutschlandradio Kultur

Leseprobe
quot;Krankheiten sind die Werkzeuge des Lebens, durch die sich der Lebende, wenn es der Mensch ist, gezwungen sieht, seine Sterblichkeit einzugestehen."

Inhalt
13 - 28 Der Naturbegriff in der medizinischen Theorie und Praxis (Georges Canguilhem)29 - 42 Krankheiten (Georges Canguilhem)43 - 62 Gesundheit: Alltagsbegriff und philosophische Frage (Georges Canguilhem)63 - 90 Gibt es eine Pädagogik der Heilung? (Georges Canguilhem)91 - 114 Das Problem der Regulation im Organismus und in der Gesellschaft (Georges Canguilhem)115 - 143 Georges Canguilhem und das Problem der Medizin (Michael Hagner)

Produktinformationen

Titel: Schriften zur Medizin
Untertitel: Mit e. Nachw. v. Michael Hagner
Übersetzer:
Autor:
EAN: 9783037343791
ISBN: 978-3-03734-379-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diaphanes Verlag
Genre: 19. Jahrhundert
Anzahl Seiten: 143
Gewicht: 183g
Größe: H203mm x B120mm x T15mm
Veröffentlichung: 31.07.2013
Jahr: 2016
Auflage: 09.09.2013
Land: DE

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