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Auswurf
George Migeot

Eine Welt der Medien. Eine Welt von Fragen. Ein Autor, der von seinem Agenten eine Liste mit Worten bekommt, die unbedingt in sein... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 56 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Eine Welt der Medien. Eine Welt von Fragen. Ein Autor, der von seinem Agenten eine Liste mit Worten bekommt, die unbedingt in seinem Buch vorkommen müssen, damit es sich verkauft. George Migeot ist hier ungewohnt zynisch und brutal. Er hinterfragt die Medien, die Sprache, die doch seine Werkzeuge sind. Die Fragen sind an die Leser gerichtet. Benutzen wir oder werden wir benutzt? Erschaffen wir diese Medien oder erschaffen sie uns?

"Wenn einen die Schmeißfliegen stören, man nennt sie gemeinhin drosophila melanogaster, so empfiehlt es sich, ein Glas Wein oder Essig irgendwo hinzustellen. Die Plagegeister richten so die ganze Aufmerksamkeit auf das, was man ihnen vorsetzt. Dann ersaufen sie. Das Glas sollte eine kleine Öffnung haben. Eine Flasche empfiehlt sich. Sie mögen Vergorenes. Verdorbenes. Darauf stürzen sie sich. Auch ich stelle jetzt so eine Flasche mit etwas Wein hin. Direkt an das Fenster. Ich bin gespannt, ob es funktioniert." Man kann sich nie sicher sein, was wahr ist, was nicht. Was schreibt der Autor gerade für sein Buch, was hat er tatsächlich erlebt, was erlebt er gerade, was ist Fiktion. Es ist zum Teil dadurch auch humoristisch. Besonders "gefährlich" wird es auch, da es in der "Ich-Perspektive" geschrieben ist. Also, ganz anders als das erste Werk. Es wird empfohlen, auch das erste Buch "Shacklewell Lane / Seven Sisters" zu lesen, um die Entwicklung zu erleben. In dem zweiten Buch "Auswurf" ist George Migeot also der Erzähler. Man fragt sich dann automatisch, was ist dran, an dem, was er schreibt. Es gibt immer wieder interessante Wendungen. Besonders witzig und bizarr ist die Szene, in der er seinen Zigarettenverkäufer nervt, er wolle nur Schachteln, auf denen steht "Rauchen tötet", die anderen Motive würden ihm nicht gefallen. Es wird in dem Buch immer deutlicher, dass er die Medien kritisiert, die Sprache und seinen Agenten, der nur auf das Geld aus ist. Migeot hinterfragt alles, bemerkt aber nicht, dass er schon Teil des Ganzen ist. Sogar seine Kritik an den Medien, der Kommunikation ist bereits Bestandteil dessen, was er kritisiert. Dieser Bruch, das Paradoxe, wird in der vollendeten Version um einiges deutlicher. Seine unglaubliche Wut, sein Zynismus gelten schon auch zum großen Teil ihm selbst.

Autorentext

Seit Oktober 2009 lebt der Berliner auch in London. "Shacklewell Lane" ist seine erste literarische Veröffentlichung. Diese Kurzgeschichten sind Momentaufnahmen mit unendlichem Tiefgang, seelischem und philosophischem Hintergrund. Seit zwei Jahren arbeitet George Migeot parallel an seinem musikalischen Werk "borderlinEspiral", einer Mischung aus elektronischer und klassischer Musik. George Migeot interessiert der Zauber des Lebens. Die Magie des Augenblicks und die Wahrheit hinter allem. Zum Verständnis der Kurzgeschichten in "Shacklewell Lane": George Migeot schafft an einer Oper, die in Anlehnung an die buddhistische Lehre die Thematik des Sterbens und der Wiedergeburt, der Freude und Schmerzen zum Zwecke der seelischen Evolution abhandelt.



Klappentext

"Wenn einen die Schmeißfliegen stören, man nennt sie gemeinhin drosophila melanogaster, so empfiehlt es sich, ein Glas Wein oder Essig irgendwo hinzustellen. Die Plagegeister richten so die ganze Aufmerksamkeit auf das, was man ihnen vorsetzt. Dann ersaufen sie. Das Glas sollte eine kleine Öffnung haben. Eine Flasche empfiehlt sich. Sie mögen Vergorenes. Verdorbenes. Darauf stürzen sie sich. Auch ich stelle jetzt so eine Flasche mit etwas Wein hin. Direkt an das Fenster. Ich bin gespannt, ob es funktioniert." Man kann sich nie sicher sein, was wahr ist, was nicht. Was schreibt der Autor gerade für sein Buch, was hat er tatsächlich erlebt, was erlebt er gerade, was ist Fiktion. Es ist zum Teil dadurch auch humoristisch. Besonders "gefährlich" wird es auch, da es in der "Ich-Perspektive" geschrieben ist. Also, ganz anders als das erste Werk. Es wird empfohlen, auch das erste Buch "Shacklewell Lane / Seven Sisters" zu lesen, um die Entwicklung zu erleben. In dem zweiten Buch "Auswurf" ist George Migeot also der Erzähler. Man fragt sich dann automatisch, was ist dran, an dem, was er schreibt. Es gibt immer wieder interessante Wendungen. Besonders witzig und bizarr ist die Szene, in der er seinen Zigarettenverkäufer nervt, er wolle nur Schachteln, auf denen steht "Rauchen tötet", die anderen Motive würden ihm nicht gefallen. Es wird in dem Buch immer deutlicher, dass er die Medien kritisiert, die Sprache und seinen Agenten, der nur auf das Geld aus ist. Migeot hinterfragt alles, bemerkt aber nicht, dass er schon Teil des Ganzen ist. Sogar seine Kritik an den Medien, der Kommunikation ist bereits Bestandteil dessen, was er kritisiert. Dieser Bruch, das Paradoxe, wird in der vollendeten Version um einiges deutlicher. Seine unglaubliche Wut, sein Zynismus gelten schon auch zum großen Teil ihm selbst.

Produktinformationen

Titel: Auswurf
Untertitel: Heiliger Stuhl, heilige Scheiße
Autor: George Migeot
EAN: 9783868507812
ISBN: 978-3-86850-781-2
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: tredition
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 56
Gewicht: 95g
Größe: H211mm x B147mm x T10mm
Jahr: 2011

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