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Die tragischen Komödianten
George Meredith

Ein wiederentdecktes Glanzstück viktorianischer Erzählkunst neu übersetztEs ist die berühmte Liebe auf den ersten Blick: Clotilde,... Weiterlesen
Echter Leder-Einband (Ld), 318 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Ein wiederentdecktes Glanzstück viktorianischer Erzählkunst neu übersetzt
Es ist die berühmte Liebe auf den ersten Blick: Clotilde, schön, selbstbewußt, glutvoll, trifft in der Berliner Gesellschaft auf den großen Agitator Sigismund Alvan. In ihm, einem Mann der Tat und des unbeugsamen Willens, findet sie unversehens ihren Meister. Über den Häuptern der theatralisch Liebenden scheint ein göttliches Geschick zu walten, und doch fordert das Allzumenschliche seinen Tribut.
Wer braucht die Erde, wenn er den Himmel erobern kann? Clotilde und Sigismund sind wild entschlossen, die Welt aus den Angeln zu heben. Berauscht nicht nur von ihrer wechselseitigen Zuneigung, berauscht auch vom idealistischen Sendungsbewußtsein und der eigenen Großartigkeit, verlieren sie immer mehr den Sinn fürs Mögliche. Mit der Kraft einvernehmlichen Wollens sollen die herrschenden Verhältnisse in die Knie gezwungen werden, und alles außer deren bedingungsloser Kapitulation wäre Schmach. Genau die droht jedoch, als sich Clotildes Eltern weigern, ihre Tochter einem politischen Hasardeur zur Frau zu geben.
Der deutsch-jüdische Sozialreformer Ferdinand Lassalle gab die historische Vorlage für Merediths männlichen Helden ab, doch mischen sich allerlei faustische Züge ins Bild, und zuweilen meint man in Alvan gleichsam einen sozialistischen Zarathustra karikiert zu sehen. So ist dieser Roman weit mehr als ein Doppelporträt zweier maßlos Liebender. Es ist die satirische Studie jenes utopisch-revolutionären Phänotyps, wie er für die anbrechende Moderne so prägend werden sollte: mit abenteuerlichen Aufschwüngen, aber auch Verblendungen und heillosen Abstürzen.


Autorentext
Irma Wehrli, geboren 1954, ist seit 1984 freie Übersetzerin und widmet sich mit Vorliebe den Klassikern der englischen und US-amerikanischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts.

Klappentext

Ein wiederentdecktes Glanzstück viktorianischer Erzählkunst neu übersetzt Es ist die berühmte Liebe auf den ersten Blick: Clotilde, schön, selbstbewußt, glutvoll, trifft in der Berliner Gesellschaft auf den großen Agitator Sigismund Alvan. In ihm, einem Mann der Tat und des unbeugsamen Willens, findet sie unversehens ihren Meister. Über den Häuptern der theatralisch Liebenden scheint ein göttliches Geschick zu walten, und doch fordert das Allzumenschliche seinen Tribut. Wer braucht die Erde, wenn er den Himmel erobern kann? Clotilde und Sigismund sind wild entschlossen, die Welt aus den Angeln zu heben. Berauscht nicht nur von ihrer wechselseitigen Zuneigung, berauscht auch vom idealistischen Sendungsbewußtsein und der eigenen Großartigkeit, verlieren sie immer mehr den Sinn fürs Mögliche. Mit der Kraft einvernehmlichen Wollens sollen die herrschenden Verhältnisse in die Knie gezwungen werden, und alles außer deren bedingungsloser Kapitulation wäre Schmach. Genau die droht jedoch, als sich Clotildes Eltern weigern, ihre Tochter einem politischen Hasardeur zur Frau zu geben. Der deutsch-jüdische Sozialreformer Ferdinand Lassalle gab die historische Vorlage für Merediths männlichen Helden ab, doch mischen sich allerlei faustische Züge ins Bild, und zuweilen meint man in Alvan gleichsam einen sozialistischen Zarathustra karikiert zu sehen. So ist dieser Roman weit mehr als ein Doppelporträt zweier maßlos Liebender. Es ist die satirische Studie jenes utopisch-revolutionären Phänotyps, wie er für die anbrechende Moderne so prägend werden sollte: mit abenteuerlichen Aufschwüngen, aber auch Verblendungen und heillosen Abstürzen. "Eine hinreißende kleine Studie über die große Liebe." Rolf Vollmann "Buch der Woche (...). Das Buch über die Lebenstragödie des Ferdinand Lassalle ist

Zusammenfassung
"Buch der Woche (...). Das Buch über die Lebenstragödie des Ferdinand Lassalle ist drei Bücher in einem: historischer Roman; grandiose Liebesgeschichte als Schnulze; und hervorragend durchdachter Essay über die Verheerungen gesellschaftlicher Zwänge. Der historische Roman folgt den - zumindest seinerzeit - bekannten Tatsachen, wobei dem Autor bewundernswerte Charakterstudien des Titanismus eines Erfolgsverwöhnten gelingen (...). Meredith, der schon in seiner Vorbemerkung pointiert auf jene Zentren eleganter Barbarei, die man aristokratische Zirkel nennt , seinen Ekel richtet, gelingt das Porträt eines um Gerechtigkeit kämpfenden Tyrannen (...) Kühn gedacht: mehr Flaubert als Fontane (...). Das sind, zumal für die Mitte des 19. Jahrhunderts, wagemutige Denkangebote." (Fritz J. Raddatz, Literarische Welt)

Leseprobe
Das Wort "Phantastereien" hat sich in unserer Sprache so bewährt, um Verachtung auszudrücken, daß sein Gebrauch Kritikern des Schöngeistigen, die über mißliebige Bücher herziehen wollen, geradezu anzuraten wäre. Bei näherer Betrachtung findet man allerdings auch abseits von Büchern und Poeten manchenorts Anwärter auf diese Bezeichnung, gerade auch, oder vor allem, in der Natur. Ja, ist die Natur erst trunken vor Sonnenlicht, treibt sie phantastische Blüten. Und zum schlingernden Schiff Menschenart, wo der Steuermann trinkt, der Kapitän zürnt und die Mannschaft meutert, paßt der Name "Phantast" so gut wie einem wimmernden Säugling des Kontinents das Häubchen.
Unsere Sympathien werden demnach umfassender und unsere Einsichten klüger sein, wenn wir von Anfang an eingestehen, daß Phantasieren zu uns gehört und eine genauere Betrachtung verdient.
Das tragische Komödiantenpaar, von dem die Rede sein wird, segelt unter diesem Wort als seinem Banner und Leitspruch. Sie taten Unglaubliches, tranken Sonnenlicht und fuhren so strahlend auf ihrer Barke, daß sie berühmte Paare der Geschichte unseres Planeten in den Schatten stellten. Und doch gehören auch sie zur Geschichte, sie atmeten dichtere Luft als rein erfundene, ihr letztes Kapitel steht in Blut geschrieben, und der Mann, der es am Ende vergoß, war von imponierender, nicht unheroischer Statur, ein Mann mit einem rege fragenden modernen Verstand, der mit den Tatsachen ringt, um die Welt am Leben zu halten, und auch welche schafft, um ihr neuen Schwung zu geben.
Eine faustische Legende könnte sich um ihn bilden: Er hatte den Teufel im Leib. Er war der Anführer einer Menge, die Hoffnung einer Partei, von seinen Anhängern verehrt, von seinen Feinden gründlich gehaßt, von den Geistesgrößen seiner Zeit geachtet, und er stand im besten Mannesalter und auf dem Höhepunkt seines Wirkens, als er fiel. Warum dieser Mann durch die Liebe zu Tode kam und warum die Frau, die ihn liebte, ihre Hand danach seinem Mörder gab, ist das Rätsel, das wir uns vornehmen und schnörkellos an ihrem Denken und Wesen aufzeigen wollen. Nach Liebe zu fragen ist sinnlos. Liebe mag ein himmlisches Feuer sein, bevor sie zu den Sterblichen kommt. Doch dann paßt sie sich ihrem Gefäß an, und wir sollten nicht so sehr reine Liebe vermuten als vielmehr Leidenschaft. Trieb eine Passion sie an und voran, weckte diese die Riesen- und Trollgeister des einen, die Elfen und Kobolde der andern und enthob die baren Instinkte ihrer heute unangefochtenen Herrschaft? Selbst wenn wir auf das strengste den Geleisen ihrer Geschichte folgen, erfahren wir von einer Leidenschaft, die wahrhaftig genug ist, um erzählt werden zu dürfen. Und wir haben sie auch nicht ausgeschmückt, denn die hinzuerfundenen Begebenheiten könnten uns nie erklären, warum sie dies und er jenes tat oder warum die komische Seite ihres Charakters im Drama zwischen ihnen zu einem tragischen Ende führte. Sie sind wirkliche Wesen, wundersame Phantasten, durch eine finstere Katastrophe seltsam auf die Weltbühne gestoßen, und sie lehren uns, daß Einbildung zwar für den von ihr kultivierten Geschmack gefälligere Begebenheiten und Figuren schaffen mag, aber keine Lektion über das Leben erteilt, die derart tiefe Spuren hinterläßt.
Erstes Kapitel
Ein notorischer Herzensbrecher macht sich auf seinen Beutestreifzügen wohl weniger Gedanken als die fleißige Arachne, die den räuberischen Löwen umgarnen will. Clotilde von Rüdiger war schon bald mit ihren Eroberungen unzufrieden, die für ihre siebzehn Jahre immerhin zahlreich waren, weil sie mit ihrer lebhaften Phantasie und der frühreif-fraulichen Erscheinung mit den äußerst gewinnenden Augen und ebensolchem Teint und Benehmen auch zeitig damit begonnen hatte. Von Geburt gehörte sie dem niederen Adel ihres Heimatlandes an. Sie hatte einen natürlichen Hang zur Koketterie, die zu den Fechtkünsten gehört und oft ein unschuldiger und nützlicher, manchmal aber a

Produktinformationen

Titel: Die tragischen Komödianten
Untertitel: Eine wohlbekannte Geschichte in neuem Licht. Roman. Nachw. v. Hanjo Kesting
Übersetzer: Irma Wehrli
Autor: George Meredith
EAN: 9783717521334
ISBN: 978-3-7175-2133-4
Format: Echter Leder-Einband (Ld)
Herausgeber: Manesse
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 318
Gewicht: 180g
Größe: H158mm x B98mm x T17mm
Jahr: 2007

Filialverfügbarkeit

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