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Die Fuggertestamente des 16. Jahrhunderts - II. Urkunden
Georg Simnacher , Maria von Preysing

Diese Testamente entstanden in jenem Jahrhundert der Kaufmannsfürsten, in dem ihre Unternehmungen weltpolitisches Gewicht hatten u... Weiterlesen
Fester Einband, 295 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Diese Testamente entstanden in jenem Jahrhundert der Kaufmannsfürsten, in dem ihre Unternehmungen weltpolitisches Gewicht hatten und in dem die Kaufleute den Höhepunkt ihres Einflusses ausübten, in jenem Jahrhundert, in dem sich die Kaiser vor den Kaufleuten verneigten. In dieser Phase des Umbruchs vom Mittelalter zur frühesten Neuzeit vollzog sich ebenso ein Umbruch im Rechtsleben. Die Fugger machten sich zu Bahnbrechern des römisch-rechtlich orientierten Testamentsrechts, das damals in Augsburg Eingang fand. Unter Nutzung der im Jahre 1512 von Kaiser Maximilian I. erlassenen Notariatsordnung wurden die Interessen der Gesellschaft (der Firma als "Offener Handelsgesellschaft") ebenso wahrgenommen, wie auch dem Wunsch nach persönlicher Vermögensverfügung Rechnung getragen wurde. Grundlage für den Fortbestand der Firma war der Gesellschaftsvertrag unter den Fuggerbrüdern (von 1494 und von 1502) oder, später, der Vertrag zwischen Jakob Fugger dem Reichen und seinen Neffen aus dem Jahre 1513. Dessen Verbindung mit dem später errichteten Familienfideikommiß sollte zum eigentlichen "Grundgesetz" des Hauses Fugger werden. "Familien- und erbrechtliche Motive sind also für die Lösung des Geschaftsbetriebes aus dem Privatvermögen und dem Besitz der Offenen Handelsgesellschaft maßgebend" (Georg Simnacher). Testamente und Gesellschaftsverträge werden im Interesse - den Stamm der Fugger, ihren kaufmännischen Namen und ihren Einfluß stark zu halten - zu einer untrennbaren Einheit. Seit dem zum 20. November 1548 von Anton Fugger errichteten Familienfideikommiß werden die gesellschaftsrechtlichen Regelungen zum ehernen Fuggerschen Familienerbschaftsrecht bis ins 20. Jahrhundert. Daß die Fugger ihre Notare, darunter der berühmte Humanist und Meistersinger Johannes Spreng, stets als "öffentliche Person" einstuften und nicht etwa nur als Zeugen, dies garantiert eine "öffentliche Stellung" des Notars im süddeutschen Raum schon ganz am Anfang des weltlichen Notariats. Die Texte der Testamente, hier erstmals wortgetreu wiedergegeben, bezeugen in gleicher Weise den Aufstieg der Fuggergeschlechter von Kaufleuten zu Adeligen, von Handelsmännern zu Humanisten. Aus den Testamenten werden anschauliche Angaben sichtbar über die Lebenshaltung der Familienmitglieder, über ihre Glaubenseinstellung am Umbruch von Reformation und Gegenreformation.

Klappentext

Diese Testamente entstanden in jenem Jahrhundert der Kaufmannsfürsten, in dem ihre Unternehmungen weltpolitisches Gewicht hatten und in dem die Kaufleute den Höhepunkt ihres Einflusses ausübten, in jenem Jahrhundert, in dem sich die Kaiser vor den Kaufleuten verneigten. In dieser Phase des Umbruchs vom Mittelalter zur frühesten Neuzeit vollzog sich ebenso ein Umbruch im Rechtsleben. Die Fugger machten sich zu Bahnbrechern des römisch-rechtlich orientierten Testamentsrechts, das damals in Augsburg Eingang fand. Unter Nutzung der im Jahre 1512 von Kaiser Maximilian I. erlassenen Notariatsordnung wurden die Interessen der Gesellschaft (der Firma als "Offener Handelsgesellschaft") ebenso wahrgenommen, wie auch dem Wunsch nach persönlicher Vermögensverfügung Rechnung getragen wurde. Grundlage für den Fortbestand der Firma war der Gesellschaftsvertrag unter den Fuggerbrüdern (von 1494 und von 1502) oder, später, der Vertrag zwischen Jakob Fugger dem Reichen und seinen Neffen aus dem Jahre 1513. Dessen Verbindung mit dem später errichteten Familienfideikommiß sollte zum eigentlichen "Grundgesetz" des Hauses Fugger werden. "Familien- und erbrechtliche Motive sind also für die Lösung des Geschaftsbetriebes aus dem Privatvermögen und dem Besitz der Offenen Handelsgesellschaft maßgebend" (Georg Simnacher). Testamente und Gesellschaftsverträge werden im Interesse - den Stamm der Fugger, ihren kaufmännischen Namen und ihren Einfluß stark zu halten - zu einer untrennbaren Einheit. Seit dem zum 20. November 1548 von Anton Fugger errichteten Familienfideikommiß werden die gesellschaftsrechtlichen Regelungen zum ehernen Fuggerschen Familienerbschaftsrecht bis ins 20. Jahrhundert. Daß die Fugger ihre Notare, darunter der berühmte Humanist und Meistersinger Johannes Spreng, stets als "öffentliche Person" einstuften und nicht etwa nur als Zeugen, dies garantiert eine "öffentliche Stellung" des Notars im süddeutschen Raum schon ganz am Anfang des weltlichen Notariats. Die Texte der Testamente, hier erstmals wortgetreu wiedergegeben, bezeugen in gleicher Weise den Aufstieg der Fuggergeschlechter von Kaufleuten zu Adeligen, von Handelsmännern zu Humanisten. Aus den Testamenten werden anschauliche Angaben sichtbar über die Lebenshaltung der Familienmitglieder, über ihre Glaubenseinstellung am Umbruch von Reformation und Gegenreformation.



Inhalt

Inhaltsverzeichnis Georg Simnacher Einführung Maria Gräfin von Preysing Vorwort Die frühen Neffentestamente Testament des Ulrich Fugger (1490-1525) von 1516 Februar 14 Testament des Anton Fugger (1493-1560) von 1517 Mai 23 Testament des Hieronymus Fugger (1499-1538) von 1517 Juli 30 Testamente Jakob Fuggers des Reichen (1459-1525) Erstes Testament von 1521 August 27 ZweitesTestament von 1525 Dezember 22 Testament des Hieronymus Fugger (1499-1538) von 1537 Dezember 4 Anton Fuggers (1493-1560) letztwillige Verfügungen Testament von 1550 März 22 Erstes Kodizill von 1554 0ktober 26 Ricordo von 1556 März 12 Zweites Kodizill von 1560 Juli 11 Drittes Kodizill von 1560 Juli 26 Die Testamente Georg Fuggers und seiner Gemahlin Testament des Georg Fugger (1518-1568) von 1563 Oktober 25 Testament der Ursula von Lichtenstein (gest. 1573) von 1567 April 24 Verfügungen des Hans Fugger (1531-1598) Testament von 1589 Februar 4 Kodizill von 1596 Juni 22 Praelegat von 1596 Juli 1 Verfügungen des Jakob Fugger (1542-1598) Testament von 1591 Dezember 23 Eigenhändiger Nachtrag von 1591 Dezember 31 Kodizill von 1595 Januar 18 Verfügungen des Marx Fugger (1529-1597) Testament von 1592 Dezember 4 Kodizill von 1594 Januar 20 Nachtrag seines Sohnes Anton von 1595 September 22 Vermächtnis des Ulrich Fugger (1526-1584) Heidelberger Notariatsinstrument von 1584 September 1 Privileg Kaiser Karls V. wegen Aussteuerung der Töchter der Linie Anton Fuggers (1493-1560) von 1548 Juni 9 Kodizill Hans Fuggers von 1597 0ktober 6 Notarielle Bestätigung zum Kodizill von 1597 0ktober 6 Liste der in der Edition aufgeführten Verträge Schrifttum In Ergänzung zu der in Simnacher, Band 1, Seiten 172-175, genannten Literatur, neu erschienen seit 1960 Verzeichnis der Abbildungen Genealogische Skizze zu den Testamenten Register Personenregister, Ortsregister, Augsburger Register für I (1960) und II (1992), bearbeitet von Gerhart Nebinger

Produktinformationen

Titel: Die Fuggertestamente des 16. Jahrhunderts - II. Urkunden
Untertitel: Mit e. Einf. v. Georg Simnacher
Autor: Georg Simnacher Maria von Preysing
EAN: 9783874373241
ISBN: 978-3-87437-324-1
Format: Fester Einband
Herausgeber: Konrad Anton
Genre: Neuzeit bis 1918
Anzahl Seiten: 295
Gewicht: 1191g
Größe: H302mm x B215mm x T30mm
Veröffentlichung: 01.01.1992
Jahr: 1992

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