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Kant. Die Probleme der Geschichtsphilosophie (1905/1907)
Georg Simmel

Zu Kant (aus dem Vorwort von Georg Simmel, S. 9): "Die Absicht dieses Buches ist keine philosophie-geschichtliche, sondern eine re... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 485 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Zu Kant (aus dem Vorwort von Georg Simmel, S. 9): "Die Absicht dieses Buches ist keine philosophie-geschichtliche, sondern eine rein philosophische. Es gilt ausschließlich, diejenigen Kerngedanken, mit denen Kant ein neues Weltbild gegründet hat, in das zeitlose Inventar des philosophischen Besitzes - und wenigstens annäherungsweise wird ein solcher auch zeitlich bedingten Wesen erwerbbar sein - einzustellen, unabhängig von allen Anwendungen und Ergänzungen, die zwar innerhalb des Kantischen Gesamtsystems, nicht aber nach den für die Weltanschauung entscheidenden Gesichtspunkten mit jenen Hauptsachen verbunden sind; es gilt, die Kantischen Probleme und Lösungen an dem zu messen, was man wohl die Lebensfragen der Philosophie nennen kann." Die Probleme der Geschichtsphilosophie (aus dem Vorwort von Georg Simmel, S. 229): "Den Gegenstand dieses Buches bildet das Problem: wie aus dem Stoffe der unmittelbaren gelebten Wirklichkeit das theoretische Gebilde werde, das wir Geschichte nennen. Es will zeigen, daß diese Umbildung eine radikalere ist, als das naive Bewußtsein anzunehmen pflegt."

»Herrlicher Wahnsinn.«
DIE ZEIT 06.12.2016

Autorentext

Georg Simmel wurde am 1. März 1858 in Berlin als jüngstes von sieben Kindern des Fabrikanten Edward Simmel und dessen Frau Flora (geb. Bodenstein) geboren und starb am 26. September 1918 in Straßburg. Die Familie ist jüdischer Herkunft, beide Elternteile traten jedoch schon früh zum christlichen Glauben über. Georg Simmel wurde evangelisch getauft. Von 1876 bis 1881 studierte er an der Berliner Universität Geschichte, Völkerpsychologie und Philosophie. Seine erste Promotionsschrift Psychologisch-ethnologische Studien über die Anfänge der Musik wurde von dem Philosophiehistoriker Zeller und dem Physiker Helmholtz wegen formaler Fehler und "zu gewagter" Thesen abgelehnt. Als Dissertation wird jedoch die prämierte Abhandlung Darstellung und Beurteilungen von Kants verschiedenen Ansichten über das Wesen der Materie akzeptiert. Nach Überwindung weiterer Hindernisse wurde er 1885 mit der Schrift Kantische Studien im Fach Philosophie habilitiert und an der Berliner Universität zum Privatdozenten ernannt. Mit der öffentlichen Antrittsvorlesung »Über das Verhältnis des ethischen Ideals zu dem logischen und dem ästhetischen« begann er seine sehr erfolgreichen Veranstaltungen, die auch gesellschaftlich große Resonanz fanden. Trotz seines akademischen Erfolgs wurde Simmel mit antisemitischen Ressentiments konfrontiert. So wurde 1898 sein erster Antrag auf Erteilung eines Extraordinariats vom Kultusministerium abgelehnt. 1908 scheiterte seine Berufung auf die zweite Professur für Philosophie in Heidelberg trotz der Empfehlungen von Max Weber und Eberhard Gothein am antisemitischen Gutachten des im Alldeutschen Verband engagierten Berliner Historikers Dietrich Schäfer (1845-1929). Heute gilt Simmel als einer der wichtigsten und faszinierendsten Vertreter der Soziologie des 20. Jahrhunderts, der entscheidend zur Formierung dieser Disziplin als eigenständiger Wissenschaft beigetragen hat.



Klappentext

»Den Gegenstand dieses Buches bildet das Problem: wie aus dem Stoffe der unmittelbaren gelebten Wirklichkeit das theoretische Gebilde werde, das wir Geschichte nennen. Es will zeigen, daß diese Umbildung eine radikalere ist, als das naive Bewußtsein anzunehmen pflegt. Damit wird es zu einer Kritik des historischen Realismus, für den die Geschichtswissenschaft ein Spiegelbild des Geschehenen >wie es wirklich war< bedeutet; er scheint damit keinen geringeren Irrtum zu begehen als der künstlerische Realismus, der die Wirklichkeit abzuschreiben meint, ohne zu bemerken, wie völlig schon dieses >Abschreiben< die Inhalte der Realität stilisiert.« (Aus dem Vorwort zu: »Die Probleme der Geschichtsphilosophie«)



Inhalt

Kant. Sechzehn Vorlesungen gehalten an der Berliner Universität (1904/³1913/41918) Die Probleme der Geschichtsphilosophie. Eine erkenntnistheoretische Studie (Zweite Fassung 1905/1907) Editorischer Bericht Druckvorlagen Varianten Kant-Zitate Gegenüberstellung Verzeichnis der Abkürzungen und Siglen Namenregister

Produktinformationen

Titel: Kant. Die Probleme der Geschichtsphilosophie (1905/1907)
Untertitel: Die Probleme der Geschichtsphilosophie (1905/1907). Hrsg. v. Guy Oakes u. Kurt Röttgers
Autor: Georg Simmel
Editor: Guy Oakes Kurt Röttgers Otthein Rammstedt
EAN: 9783518284094
ISBN: 978-3-518-28409-4
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Suhrkamp
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 485
Gewicht: 260g
Größe: H177mm x B108mm x T27mm
Jahr: 1997
Auflage: 2. A.

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