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Georg Simmel Gesamtausgabe (Band 22): Briefe 18801911
Georg Simmel

Wer Simmel im Kontext verstehen will, ist - mangels sonstiger autobiographischer Zeugnisse - auf sein Briefwerk angewiesen, das im... Weiterlesen
Leinen-Einband (Ln), 1093 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Wer Simmel im Kontext verstehen will, ist - mangels sonstiger autobiographischer Zeugnisse - auf sein Briefwerk angewiesen, das im Rahmen der Gesamtausgabe in einer zweibändigen, sorgfältig kommentierten Edition erscheint, die sämtliche überlieferten Schreiben von Simmel enthält sowie alle Briefe an Simmel, die als Durchschriften und Abschriften erhalten sind. Der nun vorliegende erste Briefband umfaßt den Zeitraum von Simmels Studienzeit in Berlin bis zum Erscheinen seiner Essaysammlung Philosophische Kultur im Jahr 1911, die zweifellos den Höhepunkt seiner öffentlichen Wirksamkeit zur damaligen Zeit markiert. Die Briefe dieses Bandes dokumentieren nicht nur Simmels Teilnahme an den internationalen Bemühungen um die Etablierung der Soziologie, sondern erzählen auch überaus anschaulich von den Anfangsjahren der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, zu deren Gründungsvorstand Simmel (neben Friedrich Tönnies, Werner Sombart und Max Weber) gehörte, sowie von der Gründung der Internationalen Zeitschrift für Philosophie der Kultur Logos, die Simmel bis zu seinem Tod mitherausgab. Sie sind aber auch ein Stück intellektuelle Biographie, denn viele Schreiben gelten seinen Publikationen, nicht wenige seinen Karriereproblemen, mit denen Simmel zeit seines Lebens zu kämpfen hatte, und im Hintergrund blitzt immer wieder Simmels unkonventionelle Persönlichkeit auf.

raquo;Bis heute fasziniert Simmel durch die Unerschrockenheit und stilistische Eleganz, mit der seine Kulturanalysen von der phä;nomenologischen Kleinmalerei, die er wie kaum ein Zweiter beherrschte, zur Gegenwartsdiagnose und zur philosophischen Grundsatzerklä;rung ü;bergehen. Walter Benjamin und Ernst Bloch, Theodor W. Adorno und Siegfried Kracauer haben vieles und oft ihr Bestes bei ihm gelernt. ... Die bewä;hrten Herausgeber Georg Simmels, Otthein und Angela Rammstedt sowie Klaus Christian Kö;hnke, haben alles getan, um die Konstellationen und stillschweigenden Voraussetzungen dieser Korrespondenz vor dem Leser auszubreiten. Bewegend zu sehen, wie die Blockadepolitik wohlbestallter Kollegen, die Simmels Karriereplä;ne durchkreuzten, und die Schmä;hungen der nachdrä;ngenden Revolteure, allen voran Georg Luká;cs und Ernst Bloch, wirkungsvoll zusammenspielten, um Simmel dauerhaft an den Rand zu drä;ngen. ... Nicht wenige seiner Briefe sind kleine literarische Kostbarkeiten, so auch das Schreiben vom 12. Mä;rz 1911 an die Freundin Margarete von Bendemann. Das Porträ;t, das dieser Brief von Bernhard von Groethuysen zeichnet, trä;gt Zü;ge eines literarischen Selbstbildnisses: «Seine Gedanken haben zwar ihrem Sinne nach durchaus zeitlosen, das Leben ü;berwindenden Charakter; aber innerhalb seiner sind sie an die Form des fliessenden, immer verfliessenden Lebens gebunden (. . .), so dass keines der Elemente scheint fü;r sich u. gesondert vom andern existiren zu kö;nnen.»

Autorentext

Georg Simmel wurde am 1. März 1858 in Berlin als jüngstes von sieben Kindern des Fabrikanten Edward Simmel und dessen Frau Flora (geb. Bodenstein) geboren und starb am 26. September 1918 in Straßburg. Die Familie ist jüdischer Herkunft, beide Elternteile traten jedoch schon früh zum christlichen Glauben über. Georg Simmel wurde evangelisch getauft. Von 1876 bis 1881 studierte er an der Berliner Universität Geschichte, Völkerpsychologie und Philosophie. Seine erste Promotionsschrift Psychologisch-ethnologische Studien über die Anfänge der Musik wurde von dem Philosophiehistoriker Zeller und dem Physiker Helmholtz wegen formaler Fehler und "zu gewagter" Thesen abgelehnt. Als Dissertation wird jedoch die prämierte Abhandlung Darstellung und Beurteilungen von Kants verschiedenen Ansichten über das Wesen der Materie akzeptiert. Nach Überwindung weiterer Hindernisse wurde er 1885 mit der Schrift Kantische Studien im Fach Philosophie habilitiert und an der Berliner Universität zum Privatdozenten ernannt. Mit der öffentlichen Antrittsvorlesung »Über das Verhältnis des ethischen Ideals zu dem logischen und dem ästhetischen« begann er seine sehr erfolgreichen Veranstaltungen, die auch gesellschaftlich große Resonanz fanden. Trotz seines akademischen Erfolgs wurde Simmel mit antisemitischen Ressentiments konfrontiert. So wurde 1898 sein erster Antrag auf Erteilung eines Extraordinariats vom Kultusministerium abgelehnt. 1908 scheiterte seine Berufung auf die zweite Professur für Philosophie in Heidelberg trotz der Empfehlungen von Max Weber und Eberhard Gothein am antisemitischen Gutachten des im Alldeutschen Verband engagierten Berliner Historikers Dietrich Schäfer (1845-1929). Heute gilt Simmel als einer der wichtigsten und faszinierendsten Vertreter der Soziologie des 20. Jahrhunderts, der entscheidend zur Formierung dieser Disziplin als eigenständiger Wissenschaft beigetragen hat.



Zusammenfassung
Wer Simmel im Kontext verstehen will, ist mangels sonstiger autobiographischer Zeugnisse auf sein Briefwerk angewiesen, das im Rahmen der Gesamtausgabe in einer zweibändigen, sorgfältig kommentierten Edition erscheint, die sämtliche überlieferten Schreiben von Simmel enthält sowie alle Briefe an Simmel, die als Durchschriften und Abschriften erhalten sind. Der nun vorliegende erste Briefband umfaßt den Zeitraum von Simmels Studienzeit in Berlin bis zum Erscheinen seiner Essaysammlung Philosophische Kultur im Jahr 1911, die zweifellos den Höhepunkt seiner öffentlichen Wirksamkeit zur damaligen Zeit markiert. Die Briefe dieses Bandes dokumentieren nicht nur Simmels Teilnahme an den internationalen Bemühungen um die Etablierung der Soziologie, sondern erzählen auch überaus anschaulich von den Anfangsjahren der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, zu deren Gründungsvorstand Simmel (neben Friedrich Tönnies, Werner Sombart und Max Weber) gehörte, sowie von der Gründung der Internationalen Zeitschrift für Philosophie der Kultur Logos, die Simmel bis zu seinem Tod mitherausgab. Sie sind aber auch ein Stück intellektuelle Biographie, denn viele Schreiben gelten seinen Publikationen, nicht wenige seinen Karriereproblemen, mit denen Simmel zeit seines Lebens zu kämpfen hatte, und im Hintergrund blitzt immer wieder Simmels unkonventionelle Persönlichkeit auf.

Produktinformationen

Titel: Georg Simmel Gesamtausgabe (Band 22): Briefe 18801911
Untertitel: Band 22: Briefe 1880-1911
Editor: Klaus Christian Köhnke Otthein Rammstedt
Autor: Georg Simmel
EAN: 9783518579725
ISBN: 978-3-518-57972-5
Format: Leinen-Einband (Ln)
Herausgeber: Suhrkamp
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 1093
Gewicht: 921g
Größe: H202mm x B134mm x T52mm
Jahr: 2005

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