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Ein Haus bauen
Georg Brunold

Von der Kunst, Länder und Menschen zu denkenDer Reportage in deutscher Sprache geht es nicht gut. Georg Brunold ist einerder wenig... Weiterlesen
Fester Einband, 349 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Von der Kunst, Länder und Menschen zu denken
Der Reportage in deutscher Sprache geht es nicht gut. Georg Brunold ist einerder wenigen, die dagegen aktiv etwas tun. In den vergangenen zehn Jahren war erauf allen Kontinenten unterwegs: im Fernen Osten wie im Vorderen Asien, inAmerika, in Arabien und immer wieder in Afrika, aber auch in Kalabrien, in derMoldau und im Emmental, auf Neuseeland und in der Karibik. In zwei DutzendMeisterstücken zeigt er, was mit diesem Genre möglich ist.Bei seinen Besuchen in aller Welt erliegt Brunold nicht der Versuchung,Identitäten auf bündige Formeln zu bringen, sondern er schärft den Sinn für dieGemeinsamkeit aller Erdbewohner: dass nämlich keiner recht weiß, wer er ist.Denn bemühen sie sich nicht alle unentwegt darum, ihre Lage zu verbessern unddadurch selber andere zu werden? So bauen wir alle an unserer kleinen und großenWelt, mit- und gegeneinander, um uns darin einzunisten, oft um den Preis, anderedaraus zu vertreiben. Mit Brunolds Reportagen erfährt man weit mehr als nurFakten über das Leben, in Brunolds Reportagen ist man vor Ort und denkt vor Ort:am Grab im Reisfeld bei Vietnams Ahnen, mit Eva unter dem haitianischenApfelbaum oder auch mit Philip Roth in seinem Kinderzimmer an der Summit Avenue81, Vorstadt Weequahic, Newark.

Der Reportage in deutscher Sprache geht es nicht gut. Georg Brunold ist einer der wenigen, die dagegen aktiv etwas tun. In den vergangenen zehn Jahren war er auf allen Kontinenten unterwegs: im Fernen Osten wie im Vorderen Asien, in Amerika, in Arabien und immer wieder in Afrika, aber auch in Kalabrien, in der Moldau und im Emmental, auf Neuseeland und in der Karibik. In zwei Dutzend Meisterstücken zeigt er, was mit diesem Genre möglich ist.
Bei seinen Besuchen in aller Welt erliegt Brunold nicht der Versuchung, Identitäten auf bündige Formeln zu bringen, sondern er schärft den Sinn für die Gemeinsamkeit aller Erdbewohner: dass nämlich keiner recht weiss, wer er ist. Denn bemühen sie sich nicht alle unentwegt darum, ihre Lage zu verbessern und dadurch selber andere zu werden? So bauen wir alle an unserer kleinen und grossen Welt, mit- und gegeneinander, um uns darin einzunisten, oft um den Preis, andere daraus zu vertreiben. Mit Brunolds Reportagen erfährt man weit mehr als nur Fakten über das Leben, in Brunolds Reportagen ist man vor Ort und denkt vor Ort: am Grab im Reisfeld bei Vietnams Ahnen, mit Eva unter dem haitianischen Apfelbaum oder auch mit Philip Roth in seinem Kinderzimmer an der Summit Avenue 81, Vorstadt Weequahic, Newark.

Autorentext
Georg Brunold wurde 1953 in Arosa/Graubünden geboren. Nach dem Studium der Philosophie in Zürich zog er 1983 nach Kairo. Für die "Neue Züricher Zeitung" war er mehrere Jahre als Afrika-Korrespondent tätig. Heute lebt er als Redakteur der Zeitschrift "du" in Zürich.

Leseprobe
Ein Grundmotiv verbindet die fünfundzwanzig sonst so unterschiedlichen
Geschichten in diesem Buch. Die Welt der Gegenwart ist von einer pandemischen
Obsession befallen, die man Identitätsfieber nennen könnte. Kollektiven setzt
sie noch wüster zu als Individuen. Außer in lebensgefährlicher Überhitzung einer
befallenen Gemeinschaft manifestiert sich die Infektion in Anfällen hysterischer
Konvulsionen. Wie steht es um Herkunft, Heimat oder - ja, eben: um die Identität
des Erregers ?
Seit dem Zerfall der beiden Blöcke zu Beginn der neunziger Jahre finden wir uns
alle als Angehörige von Völkerschaften wieder, die wie zuvor schon in (mehr oder
weniger souveränen) Nationalstaaten leben. Unüberhörbar können manche
Zeitgenossen davon nicht genug bekommen. Sollten wir nicht hoffen dürfen, daß
damit wenigstens unsere staatsbürgerlichen Identitäten ausreichend gefestigt
wären? Aber damit nicht genug, darüber hinaus und selbst im engeren,
heimatlichen Rahmen hätte die Herkunft uns alle mit dem unschätzbaren Artikel
einer Identität ausgestattet, die in einem einzigen Wort oder Flurnamen
aufbewahrt oder jedenfalls auf Befehl daraus hervorzuzaubern wäre? Der
Schwarzwald und die Schorfheide in Deutschland, Vorarlberg und das Kleine
Walsertal in Österreich oder die exotischen Ritzen Appenzell Innerrhodens und
Obwaldens im tiefen Inneren der Schweiz. Exemplarisch auf dem Balkan haben
verschiedene ethnische Slawen, nicht zu vergessen auch die Skipetaren, erst in
jüngerer Zeit erkennen lassen, wodurch sie sich am meisten unterscheiden:
nämlich, so könnte man giftig sagen, durch die sie alle gleichermaßen prägende
Gemeinsamkeit, daß sie allesamt nicht wie gegenwärtige Ex-Jugoslawen,sondern
lieber wie Kalifornier leben möchten und unter Gouverneur Schwarzenegger. Bloß
sind sie nicht bereit, diese Identität einander auch wechselseitig zuzubilligen.
Aus der ersten Gemeinsamkeit ist wie durch e

Produktinformationen

Titel: Ein Haus bauen
Untertitel: Besuche auf fünf Kontinenten
Autor: Georg Brunold
EAN: 9783821845708
ISBN: 978-3-8218-4570-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: Die andere Bibliothek
Genre: Reiseberichte
Anzahl Seiten: 349
Gewicht: 552g
Größe: H220mm x B128mm x T27mm
Jahr: 2006
Auflage: Lim. u. num. Ausg.

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