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Gastlichkeit und Geselligkeit im akademischen Milieu in der Frühen Neuzeit

Gastlichkeit und Geselligkeit spielten im akademischen Milieu der Frühen Neuzeit eine wichtige, bislang kaum erforschte Rolle. Ins... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 176 Seiten
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Beschreibung

Gastlichkeit und Geselligkeit spielten im akademischen Milieu der Frühen Neuzeit eine wichtige, bislang kaum erforschte Rolle. Insbesondere die Studenten an den Universitäten prägten eine ganz eigene Kultur der Geselligkeit, in der Musik, Tanz, gemeinsame Spaziergänge und andere Freizeitaktivitäten von Bedeutung waren. Daneben entstanden insbesondere in den divergierenden Formen studentischer Vergemeinschaftung von der Tischgemeinschaft über die Landsmannschaften bis hin zu den geheimen Studentenorden des 18. Jahrhunderts mehr oder weniger ritualisierte Formen von Gastlichkeit und Geselligkeit. Der Sammelband nähert sich dem Thema über exemplarische Einzelstudien. Dabei wirft er nicht nur Schlaglichter auf relevante Formen und Funktionen studentischer Geselligkeit, sondern auch auf diejenigen ihrer Lehrer, der Professoren.

Gastlichkeit und Geselligkeit spielten eine bedeutende Rolle für das akademische Milieu in der Frühen Neuzeit: Sie schufen Gruppenzusammenhalt und wirkten identitätsstiftend sowohl für die vormoderne Studentenschaft als auch für den Gelehrtenstand insgesamt. Bereits vor der Erfindung gelehrter Zusammenkünfte zum Austausch von Bildungsinhalten und Liebenswürdigkeiten in institutionalisierten Gesellschaften gab es auf einer alltagspraktischen Ebene Formen von Gastlichkeit und Geselligkeit, und genau diese stehen im Zentrum des vorliegenden Bandes. Abendliche Trinkgelage im Wirtshaus, private Einladungen und gegenseitige Besuche waren ebenso selbstverständlicher, gemeinschafts- und identitätsstiftender Bestandteil der studentischen Kultur wie gemeinsames Musizieren und Tanzen, Spaziergänge, Mummenschanz, Ball- und andere Spiele. Gast- und Festmähler anlässlich von Bakkalaureat, Magisterexamen und Promotion bildeten darüber hinaus zentrale Elemente der frühneuzeitlichen Universitätskultur mit hohem symbolischem Gehalt. Es ging dabei vielfach um Männlichkeit und Ehre, um die ehrenvolle Integration in bestimmte soziale Zusammenhänge wie studentische Tisch-, Bursen- und Haus- oder Trinkgemeinschaften, um die Partizipation an universitären und außeruniversitären Festlichkeiten oder deren Gegenteil - die ehrenrührige Ausgrenzung und Abgrenzung. Einigen dieser zentralen Aspekte der vormodernen Universitätskultur widmeten sich die Beiträge eines Workshops, den das volkskundliche Teilprojekt des Sonderforschungsbereichs 496 "Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme vom Spätmittelalter bis zur französischen Revolution" an der Universität Münster ausrichtete, und die nun in überarbeiteter Fassung vorgelegt werden. Der Band bietet damit einen ersten exemplarischen Zugriff auf ein bislang wenig erforschtes Feld der frühneuzeitlichen Universitätsgeschichte und möchte Impulse für eine weitere Behandlung des Themas geben.

Autorentext
Kirsten Bernhardt, geboren 1976, Studium der Volkskunde/Europäischen Ethnologie, Angewandten Kulturwissenschaften sowie Neueren und Neuesten Geschichte in Münster, Promotion in Volkskunde/Europäischer Ethnologie 2010, arbeitet zurzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und am LWL-Freilichtmuseum Detmold.

Klappentext

Gastlichkeit und Geselligkeit spielten eine bedeutende Rolle für das akademische Milieu in der Frühen Neuzeit: Sie schufen Gruppenzusammenhalt und wirkten identitätsstiftend sowohl für die vormoderne Studentenschaft als auch für den Gelehrtenstand insgesamt. Bereits vor der Erfindung gelehrter Zusammenkünfte zum Austausch von Bildungsinhalten und Liebenswürdigkeiten in institutionalisierten Gesellschaften gab es auf einer alltagspraktischen Ebene Formen von Gastlichkeit und Geselligkeit, und genau diese stehen im Zentrum des vorliegenden Bandes. Abendliche Trinkgelage im Wirtshaus, private Einladungen und gegenseitige Besuche waren ebenso selbstverständlicher, gemeinschafts- und identitätsstiftender Bestandteil der studentischen Kultur wie gemeinsames Musizieren und Tanzen, Spaziergänge, Mummenschanz, Ball- und andere Spiele. Gast- und Festmähler anlässlich von Bakkalaureat, Magisterexamen und Promotion bildeten darüber hinaus zentrale Elemente der frühneuzeitlichen Universitätskultur mit hohem symbolischem Gehalt. Es ging dabei vielfach um Männlichkeit und Ehre, um die ehrenvolle Integration in bestimmte soziale Zusammenhänge wie studentische Tisch-, Bursen- und Haus- oder Trinkgemeinschaften, um die Partizipation an universitären und außeruniversitären Festlichkeiten oder deren Gegenteil - die ehrenrührige Ausgrenzung und Abgrenzung. Einigen dieser zentralen Aspekte der vormodernen Universitätskultur widmeten sich die Beiträge eines Workshops, den das volkskundliche Teilprojekt des Sonderforschungsbereichs 496 "Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme vom Spätmittelalter bis zur französischen Revolution" an der Universität Münster ausrichtete, und die nun in überarbeiteter Fassung vorgelegt werden. Der Band bietet damit einen ersten exemplarischen Zugriff auf ein bislang wenig erforschtes Feld der frühneuzeitlichen Universitätsgeschichte und möchte Impulse für eine weitere Behandlung des Themas geben.

Produktinformationen

Titel: Gastlichkeit und Geselligkeit im akademischen Milieu in der Frühen Neuzeit
Editor: Kirsten Bernhardt Barbara Krug-Richter Ruth-E. Mohrmann
EAN: 9783830927594
ISBN: 978-3-8309-2759-4
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Waxmann Verlag GmbH
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 176
Gewicht: 350g
Größe: H241mm x B169mm x T15mm
Veröffentlichung: 01.04.2013
Jahr: 2013

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