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Ghettoliteratur

  • Fester Einband
  • 1216 Seiten
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Die 1992 gegründete Buchreihe ist interdisziplinär ausgerichtet; sie umfasst wissenschaftliche Monographien, Aufsatzsammlungen und... Weiterlesen
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Beschreibung

Die 1992 gegründete Buchreihe ist interdisziplinär ausgerichtet; sie umfasst wissenschaftliche Monographien, Aufsatzsammlungen und kommentierte Quelleneditionen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Der Begriff deutsch-jüdische Literatur bzw. Kultur verweist auf Werke jüdischer Autoren in deutscher Sprache, insoweit jüdische Aspekte erkennbar sind. Aber auch das häufig vom Antisemitismus geprägte Judenbild nichtjüdischer Autoren wird zu einem Faktor der literarisch vermittelten deutsch-jüdischen Beziehungsgeschichte. Der Erforschung des gesamten Problemfelds bietet die Reihe ein angemessenes Forum.

Seit den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts wird Ghettoliteratur - meist Erzähltexte, die aus unterschiedlichen Perspektiven jüdisches Leben im Ghetto behandeln - für gut acht Jahrzehnte zum wichtigsten Genre einer sich ausdifferenzierenden jüdischen Literatur in deutscher Sprache. Die Bedeutung dieses Genres für die deutsch-jüdische Literaturgeschichte, aber auch für die Literatur Mitteleuropas liegt in seiner Formenvielfalt wie in seinem transnationalen Charakter. Nicht zuletzt durch Übersetzungen in alle westlichen Kultursprachen reicht die Wirkung dieser Texte weit über den deutschen Sprachraum hinaus. Die Dokumentation zeichnet im "Teil 1: Rezeptionsdokumente" (Bände 53 und 54) anhand von mehr als 600 kommentierten Quellen (Grundsatzartikel, Artikel über einzelne Autoren, Rezensionen, Beiträge aus Literaturgeschichten etc.) die Rezeption des Genres bis zum Beginn der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts nach. Im umfangreichen "Teil 2: Autoren und Werke der Ghettoliteratur" (Band 55) werden die Primärtexte durch eine annotierte Bibliographie auch in ihren Inhalten erschlossen. Die Biographien der knapp hundert meist jüdischen Autoren von Ghettoliteratur belegen deren Heterogenität; gleichwohl haben sie für die jüdische Minderheit ein spezifisch jüdisches Genre kreiert, das sich, wie die Rezeption zeigt, in den Kontext einer allgemeinen europäischen Literaturgeschichte integrieren ließ. Eine umfangreiche Bibliographie der Sekundärliteratur sowie Personen- und Sachindices schließen die Dokumentation ab, die als Handbuch wie als Nachschlagewerk zu nutzen ist.

Autorentext
Dr. Hans Otto Horch ist Professor für Deutsch-jüdische Studien am Germanistischen Institut der Universität Aachen.

Produktinformationen

Titel: Ghettoliteratur
Untertitel: Eine Dokumentation zur deutsch-jüdischen Literaturgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts
Autor:
EAN: 9783484651531
ISBN: 978-3-484-65153-1
Format: Fester Einband
Herausgeber: De Gruyter
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 1216
Gewicht: 1911g
Größe: H230mm x B155mm x T70mm
Jahr: 2005
Auflage: Reprint 2011

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