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Geschichtsbilder aus der lutherischen Kirche Livlands

  • Kartonierter Einband
  • 221 Seiten
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Beschreibung

Im Rahmen des Projekts "Duncker & Humblot reprints" heben wir Schätze aus dem Programm der ersten rund 150 Jahre unserer Verlagsgeschichte, von der Gründung 1798 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Lange vergriffene Klassiker und Fundstücke aus den Bereichen Rechts- und Staatswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft werden nach langer Zeit wieder verfügbar gemacht.

Autorentext
»Theologe, * 21.11.1806 Nürnberg, 5.9.1879 München. Harleß studierte zunächst Philologie, bald jedoch Theologie in Erlangen, wurde aber erst nach seinem Wechsel nach Halle durch die persönliche Berührung mit A. Tholuck innerlich für die Theologie gewonnen und gehörte seither der Erweckungsbewegung an. Er wurde zunächst zum doctor philosophiae promoviert, dann zum lic. theol. und wurde 1833 außerordentlicher, 1836 ordentlicher Professor in Erlangen. Er war ein beliebter Dozent. An der Gründung der Studentenverbindung Uttenruthia war er beteiligt. Mit der von ihm 1838 gegründeten und herausgegebenen einflußreichen 'Zeitschrift für Protestantismus und Kirche' gewann er die Möglichkeit, in der Öffentlichkeit zu wirken. Gegen die kirchenpolitischen Maßnahmen des Ministers Abel, besonders im sogenannten Kniebeugungsstreit, war er einer der protestantischen Führer in Bayern, zumal die Universität Erlangen ihn in die Ständekammer wählte. Um Harleß' Auftreten als Abgeordneter 1845 unmöglich zu machen, versetzte ihn der Minister in beleidigender Form als Konsistorialrat nach Bayreuth. Harleß nahm daraufhin sofort einen Ruf an die Universität Leipzig an und übernahm 1847 dazu das Pfarramt an der dortigen Nikolaikirche. Wegen seiner Haltung im Sturmjahr 1848 wurde er Oberhofprediger in Dresden und gleichzeitig Geheimer Kirchenrat im Kultusministerium und Vizepräsident des Konsistoriums. Obwohl er so Einfluß auf die Gestaltung der sächsischen Kirche bekam, übernahm er 1852 in Bayern auf Bitten des Königs als Präsident des Oberkonsistoriums in München die Führung der evangelischen Kirche, der durch liberale Zugeständnisse des Königs Spaltung drohte. Nachdem das Oberkonsistorium und andere Schlüsselstellungen nach seinem Wunsch neu besetzt waren, wurden eine feste Bekenntnisverpflichtung, eine Gottesdienstordnung und ein neues Gesangbuch eingeführt (das erste in Deutschland nach den neugewonnenen Gesichtspunkten). So gelang es, Wilhelm Löhe der Kirche und damit deren Einheit zu erhalten. Dagegen war Harleß - beinahe seit Jahrhunderten zum ersten Male wieder als Geistlicher an der Spitze einer hohen Kirchenbehörde - der protestantischen Bürokratie ein Dorn im Auge und dem liberalen Bürgertum ein Stein des Anstoßes. Daher kam es über den rasch aufeinanderfolgenden, in den Gemeinden nicht immer genügend vorbereiteten Maßnahmen zu einem heißen 'Agendensturm', der ein langsameres Vorgehen erzwang. Als entschiedener Vertreter der Bekenntnisschule widersetze sich Harleß der Einführung der Simultanschule und den damit verbundenen Änderungen im Schulwesen. Sein Vortrag im Reichsrat brachte ein bereits im Landtag angenommenes Schulgesetz zu Fall. Das brachte Harleß wieder sehr scharfe Anfeindungen aus der Bevölkerung, hinderte aber trotzdem nicht das Wachsen seines Ansehens in der Kirche. An den 1852 begonnenen Zusammenkünften der deutschen Kirchenregierungen in der Eisenacher Konferenz nahm er tätigen Anteil. Dabei mühte er sich besonders um einen Zusammenschluß der lutherischen Kirchen, für den 1868 unter seinem Vorsitz in Hannover eine Allgemeine lutherische Konferenz zusammentrat. Weit über Bayern hinaus, vor allen Dingen in den jungen Kirchen Nordamerikas, wurde Harleß der anerkannte Führer des Luthertums. Wertvolle Dienste konnte er als Vorsitzender des Kollegiums der Leipziger Missionsanstalt leisten. Seine wissenschaftliche Arbeit ruhte neben seiner Tätigkeit als Kirchenführer nicht, wenn sie auch nicht mehr die früheren Ausmaße erreichte. Obwohl zuletzt schwer augenleidend, meinte Harleß, um der unter dem damaligen liberalen Ministerium sehr gefährdeten Lage der Kirche willen nicht zurücktreten zu können. 1879 wurde er jedoch in den Ruhestand versetzt.« Simon, Matthias, in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 680 f.

Produktinformationen

Titel: Geschichtsbilder aus der lutherischen Kirche Livlands
Untertitel: vom Jahre 1845 an.
Autor:
EAN: 9783428164318
Format: Kartonierter Einband
Genre: Mittelalter
Anzahl Seiten: 221
Gewicht: 400g
Größe: H233mm x B233mm x T157mm
Auflage: 2. Aufl.

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