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Frühneuzeitliche Bildungsgeschichte der Reformierten in konfessionsvergleichender Perspektive

Innerhalb der Richtungen des europäischen Protestantismus nimmt das Reformiertentum eine besondere Rolle ein, von den Anfängen Cal... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 309 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Innerhalb der Richtungen des europäischen Protestantismus nimmt das Reformiertentum eine besondere Rolle ein, von den Anfängen Calvins in Genf, in deutschen Territorien des Alten Reiches, in Frankreich und den Niederlanden, bei den Puritanern in England, bis hin zu kleinen reformierten Minderheiten in Siebenbürgen. Die theologischen und kirchenorganisatorischen Spezifika der europäischen Reformierten haben seit über einhundert Jahren zu einer intensiven Diskussion über ihren Beitrag zur modernen Welt geführt, die heute jedoch sinnvoll nur in konsequentem Vergleich von Räumen und Kontexten fortgesetzt werden kann. Mit dem aus einer internationalen Tagung an der Johannes a Lasco-Bibliothek in Emden hervorgegangenen Sammelband wird die Bedeutung der Reformierten im frühneuzeitlichen Bildungssektor deutlich. Beteiligt sind Forscher aus Deutschland, den USA, den Niederlanden und Großbritannien. In konfessionsvergleichender Perspektive stehen zwei Fragen im Mittelpunkt: Welchen Beitrag leisteten die Reformierten zum Aufbau des frühneuzeitlichen Universitäts- und Schulwesens,der Verbindung von Schule und Katechese im Alten Reich, in den Niederlanden und den frühen Kolonien? Konfessionalistische Schulpolitik unter reformierter Staatlichkeit und identitätssichernde religiöse Unterweisung in reformierten Minderheitengemeinden verfolgten unterschiedliche praktische Wege, setzten aber gemeinsame Ziele. Im Mittelpunkt des zweiten Schwerpunkts steht die Frage nach der Besonderheit reformierter Lese- und Wissenschaftskultur. Die französische Lesekultur-Forschung wird für die Interpretation reformierter Literalität genützt und das Verhältnis von literaler und oraler Kommunikation neu bedacht. Die alte These von der Offenheit reformierter Glaubenslehren für die moderne Wissenschaft wir d kritisch bewertet und die Bedeutung wissenschaftsbezogener privater Ausbildung im familiären Haushalt vermessen. Die Beiträge geben einen Einblick in methodische Neuansätze zur Erforschung der Kulturbedeutung der europäischen Reformierten, weisen aber auch auf spezifische historische Problemlagen hin, mit denen sich diese langfristig konfrontiert sahen.

Autorentext
Heinz Schilling, geb. 1942, ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Klappentext

Innerhalb der Richtungen des europäischen Protestantismus nimmt das Reformiertentum eine besondere Rolle ein, von den Anfängen Calvins in Genf, in deutschen Territorien des Alten Reiches, in Frankreich und den Niederlanden, bei den Puritanern in England, bis hin zu kleinen reformierten Minderheiten in Siebenbürgen. Die theologischen und kirchenorganisatorischen Spezifika der europäischen Reformierten haben seit über einhundert Jahren zu einer intensiven Diskussion über ihren Beitrag zur modernen Welt geführt, die heute jedoch sinnvoll nur in konsequentem Vergleich von Räumen und Kontexten fortgesetzt werden kann. Mit dem aus einer internationalen Tagung an der Johannes a Lasco-Bibliothek in Emden hervorgegangenen Sammelband wird die Bedeutung der Reformierten im frühneuzeitlichen Bildungssektor deutlich. Beteiligt sind Forscher aus Deutschland, den USA, den Niederlanden und Großbritannien. In konfessionsvergleichender Perspektive stehen zwei Fragen im Mittelpunkt: Welchen Beitrag leisteten die Reformierten zum Aufbau des frühneuzeitlichen Universitäts- und Schulwesens, der Verbindung von Schule und Katechese im Alten Reich, in den Niederlanden und den frühen Kolonien? Konfessionalistische Schulpolitik unter reformierter Staatlichkeit und identitätssichernde religiöse Unterweisung in reformierten Minderheitengemeinden verfolgten unterschiedliche praktische Wege, setzten aber gemeinsame Ziele. Im Mittelpunkt des zweiten Schwerpunkts steht die Frage nach der Besonderheit reformierter Lese- und Wissenschaftskultur. Die französische Lesekultur-Forschung wird für die Interpretation reformierter Literalität genützt und das Verhältnis von literaler und oraler Kommunikation neu bedacht. Die alte These von der Offenheit reformierter Glaubenslehren für die moderne Wissenschaft wird kritisch bewertet und die Bedeutung wissenschaftsbezogener privater Ausbildung im familiären Haushalt vermessen. Die Beiträge geben einen Einblick in methodische Neuansätze zur Erforschung der Kulturbedeutung der europäischen Reformierten, weisen aber auch auf spezifische historische Problemlagen hin, mit denen sich diese langfristig konfrontiert sahen.

Zusammenfassung
"So darf die vorliegende Veröffentlichung, die die Wichtigkeit einer konfessionsübergreifenden Betrachtung im Bereich des Schul- und Bildungswesens nachhaltig verdeutlicht, insgesamt als wichtiger und anregender Schritt bei der Erforschung des europäischen Reformiertentums eingeschätzt werden." Jens Bruning, in: Zeitschrift für Historische Forschung, 1/2009

Inhalt

Inhalt: S. Ehrenpreis, Einleitung. Das Erziehungswesen der Reformierten im Kontext frühneuzeitlicher Kultur und Wissenschaft - I. Reformiertes Schulwesen und reformierte Bildungsprogrammatik: R. M. Kingdon, Popular Religious Education in Calvin's Geneva - A.-S. Göing, "In die Fremde schicken". Stipendien für Studierende des Zürcher Großmünsterstifts an auswärtigen Hochschulen - L. F. Groenendijk, Die reformierte Kirche und die Schule in den Niederlanden während des 16. und 17. Jahrhunderts - D. Van Miert, The Reformed Church and Academic Education in the Dutch Republic (1575-1686) - S. Ehrenpreis, Das Schulwesen reformierter Minderheiten im Alten Reich 1570-1750. Rheinische und fränkische Beispiele - II. Interkonfessionelle und außereuropäische Vergleichsperspektiven: J. Overhoff, Das lutherische Schulwesen Dänemarks im 17. und 18. Jahrhundert - A. Eckert, Europäische Bildungsbemühungen im vorkolonialen Kontext. Missionare, Staat und Schulen in Afrika und Asien, 16. bis 19. Jahrhundert - I. Gareis, Koloniale Bildungspolitik und indigene Eliten in Peru, 16.-18. Jahrhundert. Das Kazikenkolleg in Lima - III. Frühneuzeitliche Lesekultur und Wissenschaft als Kontext konfessioneller Erziehung: W. Frijhoff, The Confessions and the Book in the Dutch Republic - A. Fox, Popular Religion and Popular Print in Early Modern England - M. Pohlig, Konfessionalisierung und frühneuzeitliche Naturwissenschaft - M. Mommertz, "Lernen" jenseits von Schule, Stift und Universität? Informelle Wissensvermittlung und Wissenstransfer im Schnittfeld frühneuzeitlicher Wissenschafts- und Bildungsgeschichte

Produktinformationen

Titel: Frühneuzeitliche Bildungsgeschichte der Reformierten in konfessionsvergleichender Perspektive
Untertitel: Schulwesen, Lesekultur und Wissenschaft
Editor: Heinz Schilling Stefan Ehrenpreis
Schöpfer: Moesch, Stefan
EAN: 9783428123865
ISBN: 978-3-428-12386-5
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Mittelalter
Anzahl Seiten: 309
Gewicht: 419g
Größe: H233mm x B159mm x T17mm
Jahr: 2007

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