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Politisierte Orchester

  • Kartonierter Einband
  • 357 Seiten
Vor der Folie eines Vergleiches zwischen den Wiener und Berliner Philharmonikern im Dritten Reich liefert Fritz Trümpi eine detail... Weiterlesen
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Beschreibung

Vor der Folie eines Vergleiches zwischen den Wiener und Berliner Philharmonikern im Dritten Reich liefert Fritz Trümpi eine detailreiche Studie über nationalsozialistische Musikpolitik. Die Politisierung der beiden Konkurrenzorchester, welche überdies den Städtewettbewerb zwischen Wien und Berlin repräsentierten, diente beiderseits der nationalsozialistischen Herrschaftssicherung, war in ihrer Ausführung aber von signifikanten Unterschieden geprägt. Ausgehend von einem vergleichenden Aufriss der Frühgeschichte der beiden Orchester untersucht der Autor Kontinuitäten und Brüche im Musikbetrieb nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten und dem "Anschluss" Österreichs an NS-Deutschland. Dazu greift Trümpi auf ebenso brisante wie vielfältige Archivmaterialien zurück, die hier zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Autorentext

Fritz Trümpi, Dr. phil., studierte Allgemeine Geschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Wien und Berlin. Lebt und arbeitet als Historiker und freier Journalist in Wien.



Inhalt

Vorwort 1. Einleitung 2. "Aufbruch" versus "Tradition". Die Berliner und Wiener Philharmoniker im ausgehenden langen 19. Jahrhundert 2.1 Im Windschatten des Flottenbauprogramms: Die deutsche ,Weltpolitik' als Grundlage für die rasche Internationalisierung des Berliner Philharmonischen Orchesters 2.2 Schwanengesang der Tradition. Die Wiener Philharmoniker im Wien der späten Donaumonarchie 2.3 Tradition par excellence. Der Sonderstatus von Beethovens IX. Symphonie 2.4 Kriegskonzerte im Burgfrieden. Die beiden Orchester im Ersten Weltkrieg Der Krieg als Schrittmacher für die Wiener Philharmoniker Kriegsaktive Berliner Philharmoniker 3. Auf neuen Wegen zu mehr Staat: Die beiden Orchester in der Republik 3.1 Intensivierte Konzerttätigkeit bei den Wiener Philharmonikern - ohne Avantgarde 3.2 Interventionsfreie Wiener Subventionen . 3.3 Staatsgläubige Berliner Philharmoniker . 3.4 Unterschiedliche Staatsanbindungen der Berliner und Wiener Philharmoniker 4. Kontinuierlich radikalisiert: Die beiden Orchester in Faschismus und Nationalsozialismus 4.1 Die Berliner Philharmoniker werden zum "Reichsorchester" 4.2 "Kameradschaft" als Kompensation 4.3 Die Selbstanpassung der Wiener Philharmoniker im ,Austrofaschismus' Konzerte für den ,Austrofaschismus' Zukunftsweisende Vergangenheitskonstruktion: Heinrich Kraliks Philharmoniker-Monografie von 1938 . 4.4 Auch im NS-Staat ein Verein: die Wiener Philharmoniker 4.5 Antisemitismus in den beiden Orchestern 5. Abhängigkeiten und Protektion 5.1 Finanzielle Sanierung des Berliner Philharmonischen Orchesters 5.2 Einsame "Sonderklasse" mit "genereller UK-Stellung" 5.3 Nationalsozialistischer Kompetenzstreit um die Wiener Kulturpolitik 5.4 Ökonomischer Einbruch nach dem ,Anschluss' bei den Wiener Philharmonikern 5.5 Feierlich gegen Berlin: Das Jubiläum der Wiener Philharmoniker von 1942 6. Vielfältige Medienpräsenz der beiden Orchester 6.1 "Technik" versus "seelisches Substrat": Der Berliner Oswald Schrenk und der Wiener Aurel Wolfram über die Philharmoniker 6.2 Schriften und Reden zu den Orchesterjubiläen. Wilhelm Furtwänglers Orchesterreden 60 Jahre Berliner Philharmoniker: die Jubiläumsschrift von 1942 . Orchestervorstand Wilhelm Jerger über 100 Jahre Wiener Philharmoniker Abweichungen von der üblichen Wiener-Philharmoniker-Rezeption bei Baldur von Schirach 6.3 Fiktionale Orchesterdarstellungen Die Wiener Philharmoniker im Roman: Friedrich Schreyvogls "Schicksalssymphonie" Philharmoniker im Weltall: Manuskript zu einem Spielfilm über das Wiener Orchester Die Berliner Philharmoniker im Kino: der Spielfilm "Philharmoniker" 7. Repertoire und Politisierung: Nationalsozialistische Programmpolitik bei den Wiener und Berliner Philharmonikern 7.1 Politisierter Konzertkanon 7.2 Einschränkung des ,Populären' bei den Berliner Philharmonikern 7.3 Aufwertung der ,leichten' Musik durch die Wiener Philharmoniker 7.4 ,Hochkultur', die in die Breite wächst? Die philharmonischen Rundfunkkonzerte 7.5 Funktionalisierung par excellence: die Wehrmachts- und Werkkonzerte Musik für Soldaten: Die Wehrmachtskonzerte Sublimierung der Kriegsproduktion: Die Werkkonzerte 7.6 Musikalische Auslandswerbung Die deutsche Musikmarke auf außenpolitischer Mission Verhaltene Reisepraxis der Wiener Philharmoniker 8. Resümee: "Ein Konkurrenzkampf, wie der zwischen den Berlinern und Wienern wird immer sein" 9. Anhang: Repertoire. Grafiken und Kommentare 10. Bibliografie 10.1 Quellen Unedierte Quellen. Edierte Quellen 10.2 Literatur 9. Personenindex

Produktinformationen

Titel: Politisierte Orchester
Untertitel: Die Wiener Philharmoniker und das Berliner Philharmonische Orchester im Nationalsozialismus
Autor:
EAN: 9783205786573
ISBN: 978-3-205-78657-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Böhlau, Wien
Genre: 20. Jahrhundert (bis 1945)
Anzahl Seiten: 357
Gewicht: 700g
Größe: H245mm x B172mm x T25mm
Veröffentlichung: 07.04.2011
Jahr: 2011
Land: AT

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