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Die Geologie und Mineralogie der Bayerischen Alpen und des Alpenvorlandes

  • Kartonierter Einband
  • 446 Seiten
Bei Föhnwetter erscheinen uns von München aus gesehen die Bayerischen Alpen wie zum Greifen nahe. Möchten wir zu ihnen gelangen, s... Weiterlesen
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Beschreibung

Bei Föhnwetter erscheinen uns von München aus gesehen die Bayerischen Alpen wie zum Greifen nahe. Möchten wir zu ihnen gelangen, so müssten wir mindestens 50 km durch das Voralpenland zurücklegen. Eine Eisenbahnfahrt von Lindau am Bodensee über München nach Bad Reichenhall zeigt auch dem Geologen die landschaftliche Schönheit des Allgäus, Pfaffenwinkels, Werdenfelser Landes mit dem höchsten Gipfel Deutschlands, der Zugspitze, Tegernsees, Chiemgaus und des Rupertigaus an der Sulzach. München liegt noch auf der gleichnamigen Schotterebene mit der Besonderheit der Schotterfläche Pupplinger Au mit Steilufern an der Isar und Loisach bei Wolfratshausen. Dort können wir noch ungefaltete Nagelfluh sehen und bis Bad Tölz die Hügellandschaftten der älteren und jüngeren Moränenzüge, die uns einst die Eiszeiten hinterlassen haben. Den Nördlichen Kalkaplen ist ein breites Band einer gefalteten, subalpinen Molasse und Flyschzone mit eingeschaltetem Helvetikum vorgelagert. Die höheren Bayerischen Alpen gliedern sich in eine kalkalpine Baueinheit mit Deckenbau. Von München bis zur Zugspitze werden z.B. von der Vorlandsmolasse bis zur Kalkalpen alle Großbaueinheiten der nördlichen Sediment-Alpen gequert. Mineralogisch treten hervor die Blei-Zink-Vererzungen im oberen Wettersteinkalk, die Eisenerze in den Ammergauer Alpen und auf der Arzmoos-Alpe bei Bayerischzell (mit Fluorit) und die Manganerzlagerstätten am Jenner, sowie die Salzlagerstätten des Haselgebirges bei Berchdesgaden und Hallein. Noch im Abbau stehen die Bentonit-Lager bei Aichach, Thannhausen, Krumbach, Dreicek Mossburg-Mainburg-Landshut. Pchkohlen (Glanzbraunkohle)-Lager gibt es von Bad Tölz bis Ampfing, wobei die Bergwerke in Peißenberg und Hausham die bedeutendsten waren. Auch Erdöl und Erdgas werden noch gefördert. In historischen Zeiten wurde Gold an der Isar gewaschen.

Autorentext
Der Autor Fritz Pfaffl Geboren 1942 in Zwiesel als zweiter Sohn des Fürstlich-Hohenzollerischen Forstarbeiters Fritz Pfaffl vom Deffernik und seiner Frau Maximiliane, geborene Neuberger vom Zwieselerwaldhaus. Nach Volkschulbesuchen in Ludwigsthal, Zwiesel und München absolvierte er 1960 die Realschule in Regen. 1961 Eintritt in die Bayerische Finanzverwaltung und 1968 Wechsel zur amtl. Bodenertragswertschätzung. Schon als Schüler hatte er in Schwarzenfeld in der Oberpfalz Mineralien gesammelt und ist später durch den Kontakt mit Geologie-Studenten von Prof. G. Fischer in München zum Autodidakten geworden. 1967 Mitglied der Geologischen Vereinigung, 1969 Mineralogieal Society of America, 1971 Deutsche Mineralogische Gesellschaft, 1975 Gründung des Naturkundlichen Kreises Bayer. Wald, 1986 Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte 1995 Wahl zum Präsidenten des Dachverbandes Naturwissenschaftlicher Vereinigungen Deutschlands, 2000 Ehrenmitglied des Naturkundlichen Kreises, 2008 Bundesverdienstkreuz am Bande. Gemeinsam mit Thomas Hirche gelangt Pfaffl die Genese der Titanitfleckendiorite aus dem Fürstensteiner Intrusivgebiet zu klären. Pfaffl konnte für den Bayerischen Wald erstmals die Vorkommen von Messerquarz-Kristallen, pseudokubischen Quarzkristallen und abgerundeten Kernzirkonen nachweisen. Bei seiner Kartierungsarbeit kam er zur Erkenntnis, dass im Moldanubikum allgemein keine Gesteinszonen sondern Stockwerke vorliegen und dass während des Varistikums nochmals zwei quarzreiche Sedimentationen zur Bildung von Orthogneisen (Gföhlergneise) führten. Die Entdeckung von rythmisch schwarz gebänderten Quarzitgesteinen im Ossergebiet ist auch sein Verdienst. Es erfüllte ihn mit Stolz, dass ihm von älteren Universitätsprofessoren bestätigt wurde, dass er während seiner achtjährigen aktiven Präsidentschaft beim Dachverband der Naturwissenschaftlichen Vereinigungen Deutschlands Maßstäbe bei der Führung eines Bundesverbandes gesetzt habe. 1981 begründete Pfaffl in Zwiesel die naturwissenschaftliche Zeitschrift "Der Bayerische Wald". Studien- und Tagungsreisen nach Skandinavien, Russland, Spanien, Portugal, Österreich, Frankreich, Südtirol, Island, Tschechien, Bulgarien, Ceylon, China, Japan, Hawaii, USA, Mexico, Guatemala, Ecuador, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien, Litauen, Lettland, Estland, Sizilien und Kreta. 400 Bücher, Broschüren und Einzelaufträge in in- und ausländischen Zeitschriften über Mineralogie, Geologie, Eiszeitkunde des Bayer. Waldes, geologische Kartierung der Blätter Bodenmais, Kötzting, Lam und Bayer. Eisenstein, Geologie-Geschichte und Mikroskopie-Geschichte. Thomas Hirche Am 17.06.1962 als Sohn der Charlotte Hirche (Arzthelferin) und des Josef Kleiner (Maschinenkontrolleur) in Stuttgart geboren. Am Zeppelin-Gymnasium in Stutt-gart legte er 1983 erfolgreich das Abitur ab. Studium der Mineralogie an der Universität in Stuttgart, Diplomprüfung 1990. Studium der Kristallographie bei Prof. Dr. Paul Keller, Mikroskopie und Erzlagerstätten bei Prof. Dr. Kurt Walenta. Technische Mineralogie, Lagerstättenkunde und Mineralbestimmung bei Dr. Ernst Dieter Franz, Chemie bei Prof. Dr. Weidlein, Geologie bei Dr. Behmel, Geolgie von Baden-Württenberg, Geologie von Großbritanien bei Prof. Dr. Gwinner und Kartenkunde bei Dr. Hinkelbein. Zur Zeit bei der Universitätsbibliothek in Stuttgart angestellt. Über 20 Aufsätze über den Bayerischen Wald, gemeinsam mit F. Pfaffl und weitere Aufsätze über die seltenen Mineralien im Oberpinzgau

Leseprobe
Vorwort Die im Abbau stehenden Berchtesgadener Salzlagerstätten und die historischen Eisen- bzw. Blei und Zinkbergbaue im Allgäu, Werdenfelser Land und am Rauschberg bei Inzell in den nördlichen Kalkalpen sind in der geowissenschaftlichen Literatur nicht so umfangreich vertreten, wie andere Teile Bayerns es aufzeigen. Der Grund dafür ist, dass zu keiner Zeit sensationelle Mineralfunde und Neubenennungen erfolgten, wie sie in Wölsendorf und Hagendorf im Oberpfälzer Wald vorkamen. Seit dem vom Kgl. Bayerischen Oberbergamtdirektor Carl Wilhelm v. Gümbel (1823-1898) in vier umfangreichen Bänden herausgebrachten geognostischen Beschreibungen des Bayerischen Alpengebirges (I, 1861), II Ostbayerisches Grenzgebirge (1868), III Fichtelgebirge, Frankenwald und westliche Vorlande (1879) und IV Fränkische Alp, Frankenjura (1891) sind nun von uns vier Bändchen einer Geologie und Mineralogie Bayerns (1993, 2008, 2009, 2010) vorgelegt worden. Der Fichtelgebirgler Heinrich Laubmann (1888-1951) schuf mit seinem Buch " Die Minerallagerstätten Bayern rechts des Rheines" ein noch heute wichtiges Nachschlagewerk, das durch eine Neuauflage ergänzt werden sollte, die von H. Strunz stets angekündigt, aber nie durchgeführt wurde. Es existiert aber jede Menge Spezialliteratur, insbesondere über die Alpen. Ein wichtiges Werk auf deutscher Seite sei stellvertretend genannt: M. Gwinner, Geologie der Alpen, in 5 Auflagen erschienen und dabei ständig aktualisiert. Das zweibändige Werk (1932) des Münchner Regierungsgeologen Franz Münichsdörfer (1882-1934) über Bayerns Boden ist wegen seiner übersichtlichen Darstellung der Geologie, Bodenkunde, Lagerstätten und Landschaftsgeschichte noch heute unentbehrlich. In jüngster Zeit sind auch für Laien verständliche Werke herausgebracht worden, wie die Kieselsteinbroschüre von (Grundmann & Scholz 2006) zeigt, teilweise wird die Geologie durch neue Lehrpfade in situ aufgezeigt, oft als Mehrzweckpfad mit Botanik und/oder Geschichte verbunden (z.B. Wagner et al. 1997). Ein stark zu benutzendes Referenzwerk bietet, zumindest für den Allgäuer Raum (Westbayern) im schwäbisch besiedelten Gebiet (Dialekt, Ortsnamen!) (Scholz 1995). Zwiesel, Stuttgart, Herbst 2011 Fritz Pfaffl und Thomas Hirche

Produktinformationen

Titel: Die Geologie und Mineralogie der Bayerischen Alpen und des Alpenvorlandes
Untertitel: Erze, Industrieminerale, Salze, Brennstoffe
Autor:
EAN: 9783941457775
ISBN: 978-3-941457-77-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Ohetaler-Verlag
Genre: Geowissenschaften
Anzahl Seiten: 446
Gewicht: 809g
Größe: H211mm x B146mm x T25mm
Veröffentlichung: 05.11.2012
Jahr: 2011

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