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Frauenuniversitäten

  • Kartonierter Einband
  • 311 Seiten
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In dem Buch werden die drei existierenden Konzeptionen von Frauenuniversitäten - historisch geschlechtersegregierte, wettbewerblic... Weiterlesen
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Beschreibung

In dem Buch werden die drei existierenden Konzeptionen von Frauenuniversitäten - historisch geschlechtersegregierte, wettbewerbliche und reformorientierte - vorgestellt und in ihren gesellschaftlichen Kontext gestellt. Ziel ist es, die Diskussion in Deutschland auf eine informative Grundlage zu stellen und die Realisierung unterschiedlicher Modelle zu befördern.

9 auch eine Orientierung an der Berufswelt an. Weder der Lehrkörper noch die Studierenden waren und sind in allen Fällen ausschließlich Frauen, gleichwohl begründeten sie eine selbstbewußte Tradition höherer Bildung für Frauen (Teubner). Die women's colleges repräsentieren bis heute höchst unterschiedliche Institutionen, darunter auch Spitzeneinrichtungen. Das Beispiel Frankreich zeigt andererseits, daß die Geschlechtertrennung zur Etablierung von höchst anspruchsvollen Grandes Ecoles für Frauen führen kann, ohne die Geschlechterhierarchie der Bildungsinstitutionen auszuklinken. Selbst die besten Einrichtungen für Frauen hatten ein minde res Prestige als die für Männer. Bereitwillig wurden sie daher alle koeduka tiv, als sich die Männerinstitutionen für Frauen öffneten (Zagefka). Ein Nebeneinander von Frauen-und koedukativen Universitäten gibt es auch in Korea, aber da sich dort mehr und mehr junge Frauen für koedukative Ein richtungen entscheiden, erfahren die Frauen-Institutionen einen immer größeren Imageverlust (Lee). Von Anfang an waren women's colleges in den USA, und Mount Holyoke als das älteste von ihnen belegt es eindringlich, mit den Hochschulen für Männer konkurrenzfähig, wenn sie es darauf anlegten. Dies gelang um so eher, je mehr der Bezug auf ein gemeinsames Drittes, z.B. ein religiös be gründetes Engagement für das Allgemeinwohl oder ein modemes Wissen schaftsverständnis die beiden Institutionstypen verband.

Autorentext
Prof. Dr. phil. Sigrid Metz-Göckel ist Leiterin des Hochschuldidaktischen Zentrums der Universität Dortmund.

Klappentext

9 auch eine Orientierung an der Berufswelt an. Weder der Lehrkörper noch die Studierenden waren und sind in allen Fällen ausschließlich Frauen, gleichwohl begründeten sie eine selbstbewußte Tradition höherer Bildung für Frauen (Teubner). Die women's colleges repräsentieren bis heute höchst unterschiedliche Institutionen, darunter auch Spitzeneinrichtungen. Das Beispiel Frankreich zeigt andererseits, daß die Geschlechtertrennung zur Etablierung von höchst anspruchsvollen Grandes Ecoles für Frauen führen kann, ohne die Geschlechterhierarchie der Bildungsinstitutionen auszuklinken. Selbst die besten Einrichtungen für Frauen hatten ein minde­ res Prestige als die für Männer. Bereitwillig wurden sie daher alle koeduka­ tiv, als sich die Männerinstitutionen für Frauen öffneten (Zagefka). Ein Nebeneinander von Frauen-und koedukativen Universitäten gibt es auch in Korea, aber da sich dort mehr und mehr junge Frauen für koedukative Ein­ richtungen entscheiden, erfahren die Frauen-Institutionen einen immer größeren Imageverlust (Lee). Von Anfang an waren women's colleges in den USA, und Mount Holyoke als das älteste von ihnen belegt es eindringlich, mit den Hochschulen für Männer konkurrenzfähig, wenn sie es darauf anlegten. Dies gelang um so eher, je mehr der Bezug auf ein gemeinsames Drittes, z.B. ein religiös be­ gründetes Engagement für das Allgemeinwohl oder ein modemes Wissen­ schaftsverständnis die beiden Institutionstypen verband.



Inhalt
Inhaltsangabe.- Warum eine Frauenuniversität im deutschen Hochschulsystem?.- Geschlecht in der Hochschulforschung und im Hochschulalltag. Unerwünschte und gewollte Unterschiede.- âGegen die neue Beliebigkeit der 90er Jahreâ. Ein Studium an der Frauenhochschule â Diskussionsbeiträge von Studentinnen.- Gedanken zu einer zukunftsfähigen Hochschule. Ansätze zur Organisation einer Frauenuniversität.- Konzepte und Initiativen für eine Frauenuniversität in Deutschland.- 100 Tage für 100 Jahre: Internationale Frauenuniversität âTechnik und Kulturâ im Rahmen der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover.- Die Technische Universität der Frauen Europas. Eine konkrete Vision für die Jahrtausendwende.- Förderverein Virginia Woolf Frauenuniversität.- Feministische Hochschulreformprojekte â Bausteine einer Frauenuniversität.- Ein Frauenfachbereich Informatik an der Fachhochschule Darmstadt â als Beispiel einer paradoxen Intervention.- Das Graduiertenkolleg âGeschlechterverhältnis und sozialer Wandelâ: Ein Experimentierfeld für die Frauenuniversität in der Bundesrepublik Deutschland.- Informatik â innovative Forschung und Lehre für Frauen.- Von der Gegen- zur Interventionskultur: âFrauenforschungâ als institutionalisierte Sozialwissenschaft.- Ãkonomie und Geschlechterverhältnis. Ein institutionalisierter Studienschwerpunkt an der FH für Wirtschaft, Berlin.- âKulturwissenschaftliche Geschlechterstudienâ als Aufbaustudiengang â ein transdisziplinäres Projekt.- Frauenuniversitäten im internationalen Vergleich.- Erfolg unter wechselnden Vorzeichen â einige Anmerkungen zur Geschichte der Frauencolleges der USA.- Geschlecht, Wissenschaft und Religion. Die Herausbildung einer professionellen Wissenschaftskultur in Mount Holyoke (1837â1940).- ,,... and from Smith you can go anywhere!â Das Frauen-College aus der Sicht von zwei Ehemaligen.- Koedukation als Modernisierung? Zum widersprüchlichen Ãbergang von der Monoedukation zur Koedukation: Das Beispiel der Ecole Normale Supérieure de Fontenay-Saint Cloud in Frankreich.- Frauenbildung und Frauenuniversitäten in Korea.- Institutionalisierungsmodelle von Womenâ™s Studies an Australischen Universitäten â ein Ãberblick.- Kurzbiographie der Autorinnen.

Produktinformationen

Titel: Frauenuniversitäten
Untertitel: Initiativen und Reformprojekte im internationalen Vergleich
Editor:
EAN: 9783810016874
ISBN: 978-3-8100-1687-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaft
Genre: Sozialwissenschaften allgemein
Anzahl Seiten: 311
Gewicht: 454g
Größe: H210mm x B210mm
Jahr: 1997
Auflage: 1997

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