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Der EFPIA-Kodex in der pharmazeutischen Industrie: Implementierung eines Controllingsystems zur Sicherstellung seiner Einhaltung

  • Kartonierter Einband
  • 88 Seiten
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Beschreibung

Um Korruptionsrisiken effektiv vorzubeugen und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu verbessern, plädieren Pharmaunternehmen für ein aktives Vorgehen gegen kriminelle Handlungsweisen im Gesundheitswesen. Der sog. EFPIA-Kodex des europäischen Dachverbandes der nationalen Verbände forschender Pharmaunternehmen ist eine der untergesetzlichen Normen, die durch Eigeninitiative in der Ärzteschaft und der Pharmabranche vorangetrieben werden, um integres Verhalten in den Mittelpunkt zu stellen. Mit diesem Kodex entschließen sich alle EFPIA-Mitglieder dazu, alle Zahlungen und Zuwendungen aus ihren Geschäftsbeziehungen mit Fachkreisangehörigen und Organisationen des Gesundheitswesens detailliert zu veröffentlichen und der Gesellschaft frei zugänglich zu machen. Die vorliegende Arbeit befasst damit, welche Auswirkungen dieser Kodex auf die betroffenen Pharmaunternehmen hat, welche spezifischen Anforderungen an die Unternehmensführungen gestellt werden und wie den Kodex-Regelungen zur Umsetzung begegnet werden kann, um eine größtmögliche Transparenz zu schaffen.

Leseprobe
Textprobe: Kapitel 4.2, Sicherstellung der Einhaltung im Rahmen der Informationsversorgungsfunktion des Controlling: 4.2.1, Das Rechnungswesen als Instrument des Controlling: Die Ambition der Transparenzschaffung durch den EFPIA-Kodex besteht in einer durchweg lückenlosen, detaillierten und verständlichen Berichterstattung bestimmter Zahlungen und Zuwendungen an definierte Empfängerkreise. Es sollen die wesentlichen Informationen, die den Zweck von Transparenz im Bereich der Zusammenarbeit von Kooperationspartnern im Gesundheitswesen erfüllen, den Stakeholdern bereitgestellt und übermittelt werden. Aus diesen Zielstellungen in Verbindung mit der deutlichen Granularität des Templates geht hervor, dass neben der Dokumentation aller direkten und indirekten Zuwendungen ihre Aggregation in die entsprechenden Kennzahlen und Konsolidierung in die vorgegebene Form der Berichterstattung notwendig wird. Diese Aufgabenstellung setzt wiederum eine solide Informationsbasis voraus, die in der Lage ist, stets für verfügbare, korrekte, detaillierte und aufbereitete Ist-Daten zu sorgen, um den Ansprüchen der geforderten Offenlegungsstruktur zu genügen. Die Informationsversorgung der Unternehmensleitung mit führungsrelevanten Informationen und folglich der Gewährleistung der Adäquanz interner und externer Berichterstattung ist eine der originären Funktionen des Controlling. Mit Aufgaben der Informationsbeschaffung und -verarbeitung besitzt es die notwendige Kompetenz und ist eindeutig dazu befähigt, einen Beitrag zur notwendigen Datentransparenz zu leisten. Im Rahmen des EFPIA-Kodex haben sich die pharmazeutischen Mitgliedsunternehmen freiwillig dazu verpflichtet, sich an den Interessen ihrer Stakeholder auszurichten und einen offensiven Umgang mit Interessenkonflikten zu wahren. Als Lösungsansatz zum Ausgleich der Interessen ist die Erfassung und Ausweisung der relevanten Zuwendungen vorzugsweise auf individueller Basis mit namentlicher Nennung der Empfänger abzubilden, sollten lokale Gesetzgebungen nicht dagegen sprechen. Hierfür bedarf es allerdings einer soliden Informationsbasis, die die empfängerbasierte Erfassung relevanter Transaktionen und deren eindeutige Aggregation erlaubt. Gerade in Deutschland stellt diese Regelung allerdings unter den strengen Datenschutzbestimmungen eine Herausforderung dar. Die Pharmafirmen können nicht von sich aus eine individuelle Veröffentlichung durchführen. Sie sind hierbei auf das Einverständnis und eine hinreichend bestimmte, schriftliche Einwilligungserklärung der Ärzte und Angehörigen von Gesundheitsberufen angewiesen, die somit eine Schlüsselrolle in der individuellen Offenlegung von Transaktionen einnehmen. Des Weiteren beschäftigt die betroffenen Unternehmen der Tatbestand, dass der An-knüpfungspunkt für die Ausweisung der Transaktionen das Land mit Geschäftssitz des jeweiligen HCP bzw. der HCO ist, unabhängig vom Ort der Kooperation. Das heißt, dass in Konzernen die Tochtergesellschaften untereinander in starkem Maße Kommunikationskanäle aufbauen sollten, um z. B. Informationen einer Kooperation zwischen einem deutschen Arzt und einer amerikanischen Tochtergesellschaft zeitnah mit vollständigen und validen Daten an die meldepflichtige deutsche Tochter weiterzuleiten. Als zentrales unternehmensinternes Informationssystem und des Controlling wichtigste und unerlässliche Datenquelle dient hierbei das Rechnungswesen zur Datenerfassung. Es ist für die mengen- und wertmäßige Erfassung und Speicherung relevanter Daten über vergangene, gegenwärtige und zukünftige unternehmensinterne Tatbestände und Vorgänge sowie Beziehungen des Unternehmens mit seinem Umfeld verantwortlich und sorgt für deren zweckbasierte Transformation zur Weitergabe an interne und externe Informationsnutzer. Durch die Nutzung interner und externer Quellen zur Erhebung von Daten, deren vollständige Dokumentation sowie die systematische, sachliche und chronologische Erfassung aller bet

Produktinformationen

Titel: Der EFPIA-Kodex in der pharmazeutischen Industrie: Implementierung eines Controllingsystems zur Sicherstellung seiner Einhaltung
Autor:
EAN: 9783954853090
ISBN: 978-3-95485-309-0
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Igel Verlag
Genre: Branchen
Anzahl Seiten: 88
Gewicht: 234g
Größe: H271mm x B192mm x T12mm
Veröffentlichung: 01.06.2015
Jahr: 2015
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