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Der Index der verbotenen Bücher

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Leseprobe
Der "Index librorum prohibitorum" der römischen Inquisition war das Verzeichnis der Bücher, deren Lektüre als schwere Sü... Weiterlesen

Beschreibung

Der "Index librorum prohibitorum" der römischen Inquisition war das Verzeichnis der Bücher, deren Lektüre als schwere Sünde galt. Der alt-katholische Kirchenhistoriker Franz Heinrich Reusch (1825-1900) behandelt in seinem dreibändigen Werk alle Werke, die zu seiner Zeit auf dem Index standen, und deckt dabei zahlreiche Fehler und Inkonsequenzen auf.

Vor der Öffnung der Archive der Glaubenskongregation im Jahr 1998 war das 1883-1885 entstandene Werk von Franz Heinrich Reusch die wichtigste Publikation über die schwarze Liste des Vatikan mit detaillierten Informationen zu jedem Werk, das auf dem Index stand. Reusch weist darin zahlreiche Fehler im Index auf: Werke, die falschen Autoren zugeordnet wurden, Bücher, die unter unterschiedlichen Titeln mehrmals aufgenommen wurden, solche, von denen kein einziges Exemplar mehr existierte ... Wenig überraschend wurde "der Reusch" in Rom angezeigt und sollte selbst auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt werden. Allerdings mussten die römischen Zensoren nach eingehender Untersuchung eingestehen, dass der alt-katholische Autor Recht hatte. Deshalb sah man nicht nur von einer Indizierung ab, sondern das Werk wurde sogar zur Grundlage einer großen Indexreform am Ende des 19. Jh. Die hochinteressante Wirkungsgeschichte wird in der Einleitung von Hubert Wolf ausführlich beleuchtet.

Autorentext
Franz Heinrich Reusch (1825-1900) war Professor für alttestamentliche Exegese in Bonn und alt-katholischer Kirchenhistoriker. Zusammen mit Ignaz von Döllinger, Johann Friedrich von Schulte und dem späteren Bischof Joseph Hubert Reinkens legte er den Grundstein für die Alt-Katholische Kirche in Deutschland. Hubert Wolf ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität Münster. Er wurde u.a. mit dem Leibnizpreis der DFG ausgezeichnet und war Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin.

Inhalt
Inhalt 1. Einleitung 1 2. Bücherverbote in der alten Kirche 8 3. Bücherverbote im Mittelalter 14 4. Das Verbot den Talmud und anderer jüdischer Bücher 45 5. Verordnungen über Bücherwesen aus der Zeit von Erfindung der Buchdruckerkunst bis zum Beginne der Reformation 53 6. Bücherverbote aus derselben Zeit 68 7. Die ersten päpstlichen Erlasse gegen die Schriften der Reformatoren 65 8. Die Bulla Coenae Domini 71 9. Verordnungen über Bücherwesen in Deutschland 1521-1555 80 10, Verordnungen über Blücherwesen und Verzeichnisse verbotener Bücher in England 1526-1555. 87 11. Verordnungen über Bücherwesen in den Niederlanden. Bücherverbote Karls V. 1521-1550 ... 98 12. Die Löwener Indices von 1546 und 1550 113 1a. Verordnungen der Kölnischen Synoden von 1549 und 1550 128 14. Verordnungen über Bücherwesen und Bücherverbote in Spanien 1521-1551. Der erste Index des Valdés 131 15. Verordnungen über Bücherwesen und Bücherverbote in Frankreich 1521-1551 140 16. Indices der Sorbonne 1548-1551. Index des Inquisitors Bécanis von Toulouse 146 17. Die Errichtung der Römischen Inquisition 1542 169 18. Strengere Durchführung der Bestimmungen über verbotene Bücher in päpstlichen Verordnungen seit 1550 179 19. Der Index des Senates von Lucca vom J. 1546190 20. Verhandlungen auf dem Trienter Concil 1546 194 21. Der zweite Index des General-Inquisitors Valdés 1554 190 22. Der Index des päpstlichen Nuncius Casa, Venedig 1549 204 23. Die Indices von Florenz 1552, Mailand und Venedig 1554 214 24. Der Löwener Index vom J. 1558 248 25. Der Index Paula IV258 26. Aufnahme des Index Pauls IV. Edict des General-Inquisitors Card. Ghislieri vom J, 1561 294 27. Der Index des spanischen General-Inquisitors Valdés vom J. 1559 300 28. Verbandlungen auf dem Trienter Concil 1562. 1563 312 29. Der Index Pius' IV. vom J, 1564321 30. Die Regeln des Trienter Index 330 31. Reception des sog. Trienter Index 342 32. Erasmus im Index 347 33. Erasmianer im Index 355 34. Nicolaus van Clémanges, Savonarola und Geiler von Kaisersperg 367 35. Italienische Reformationsliteratur 373 36. Nichttheologische italienische Schriften 386 37. Das Consilium de emendanda Ecclesia. Italienische Theologen im Index 396 38. Verordnungen über Bücherwesen in Belgien 1560-1570401 39. Der Lütticher Index von 1569 404 40. Die Antwerpener Appendix zum Trienter Index von 1570405 41. Der Antwerpener Index expurgatorius von 1571423 42. Errichtung der Index-Congregation429 43, Pius V. und Gregor XIII435 44. Der Inquisitionsprocess gegen den Erzbischof Carranza 455 45. Verordnungen über Bücherwesen in Baiern 1561-1579 466 46. Der Münchener Index vom J. 1582 472 47. Der portugiesische Index vom J. 1581481 48. Die Indices des spanischen General-Inquisitors Quiroga von 1583 und 1584 490 49. Das Enchiridion ecclesiasticum des F. Gregorius Capuccinus von 1588 498 50. Der Index Sixtus' V. vom J. 1590 501 51. Der Index Clemens' VIII. vom J. 1596 532 52. Die Instruction Clemens' VIII. 543 53. Reception des Index Clemens' VIII. 543 54. Der Index expurgatorius des J, M. Brasichellensis 549 55. Katholische Schriftsteller im Index Clemens' VIII. 560 56. Italienische reformatorische Schriften im Index Clemens' VIII 580 57. Verbote spanischer Bücher 583 58. Protestantische Censur im 16. Jahrhundert595 59. Schluss 598 Berichtungen und Nachträge603 Register 606

Produktinformationen

Titel: Der Index der verbotenen Bücher
Untertitel: Ein Beitrag zur Kirchen- und Literaturgeschichte
Autor:
Vorwort von:
EAN: 9783534271320
ISBN: 978-3-534-27132-0
Format: Fester Einband
Herausgeber: Wissenschaftl. Buchges.
Genre: Christentum
Anzahl Seiten: 1900
Gewicht: g
Größe: H217mm x B145mm
Veröffentlichung: 01.09.2019
Jahr: 2019