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Frankfurter Anthologie

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1974 startete Marcel Reich-Ranicki ein in der europäischen Literaturgeschichte einmaliges Unternehmen: Unter dem Motto "Der D... Weiterlesen
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Beschreibung

1974 startete Marcel Reich-Ranicki ein in der europäischen Literaturgeschichte einmaliges Unternehmen: Unter dem Motto "Der Dichtung eine Gasse" stellt er seitdem in jeder Sonntagsbeilage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" Gedichte aus sämtlichen Epochen deutscher Lyrik vor, jedes gefolgt von einer Interpretation oder einem sehr persönlichen Bekenntnis.

"Das Ziel, das Reich-Ranicki für die "Frankfurter Anthologie" sich vorgenommen hat, wurde erreicht. Eine Großanthologie deutschsprachiger Gedichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, neben der es keine vergleichbare gibt. Sie hat Wirkungen verursacht. Sie hat die Gleichgültigkeit und die Verabredung überwunden. Sie hat, wie es geplant war, dem Gedicht eine Gasse gebahnt, und sie hat sich belebt, weil auch andere angeregt wurden, mitzumachen und hinzuziehne. Sie hat geholfen - und das eine scheint das andere zu bedingen -, Gedichte besser zu verstehen und deshalb wieder mehr zu lieben." Hans Bender

Autorentext

Marcel Reich-Ranicki wurde am 2. Juni 1920 in Wloclawek / Polen. Sein Vater, David Reich, war ein polnischer Jude, seine Mutter, Helene eine deutsche Jü;din. Die Familie siedelte 1929 nach Berlin um. Dort besuchte er das Gymnasium. Im Herbst 1938, kurz nach dem Abitur, wurde er verhaftet und nach Polen deportiert, wo er ab 1940 im Warschauer Getto leben musste. Anfang 1943 gelang ihm zusammen mit Teofila, geborene Langnas, die er 1942 geheiratet hatte, die Flucht aus dem Getto in den Warschauer Untergrund. Seine Eltern und sein Bruder wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Zunä;chst im Polnischen Diplomatischen Dienst tä;tig, fand er seine Berufung schließ;lich in der Literatur. Er arbeitete fü;r Zeitungen, im Rundfunk, fü;r einen Verlag und als Ü;bersetzer. Als er sich 1958 in der Bundesrepublik aufhielt, kehrte er von dieser Reise nicht mehr nach Polen zurü;ck. Er lebte von 1959 bis 1973 in Hamburg. Danach zog er nach Frankfurt am Main um, wo er bis heute lebt.
Er war fü;r die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt und die Wochenzeitung Die Zeit als Literaturkritiker tä;tig und gehö;rte von 1958 bis 1967 als solcher der Gruppe 47 an. 1968 war er Gastprofessor fü;r deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts an der Washington University in St. Louis (USA) und 1969 am Middlebury College (USA). Von 1971 bis 1975 lehrte er als stä;ndiger Gastprofessor fü;r Neue Deutsche Literatur an den Universitä;ten Stockholm und Uppsala. Seit 1974 ist er Honorarprofessor an der Universitä;t Tü;bingen, in den Jahren 1991/92 bekleidete er die Heinrich Heine-Gastprofessur an der Universitä;t Dü;sseldorf. Nachdem er 1988 die Leitung des Literaturteils der F.A.Z. abgegeben hatte, schrieb er weiter Kritiken in verschiedenen Zeitungen und wirkte von nun an auch im Fernsehen. Von 1988 bis 2001 leitete er das Literarische Quartett des ZDF. Reich-Ranicki wurde mit zahlreichen Preisen geehrt und gilt als einer der bedeutendsten Literaturkritiker Deutschlands.


Auszeichnungen unter anderem:


Ricarda Huch-Preis (1981)
Thomas Mann-Preis (1987)
Bayerischer Fernsehpreis (1991)
Ludwig-Bö;rne-Preis (1995)
Hessischer Kulturpreis (1999)
Goldene Kamera (2000)
Hö;lderlin-Preis (2000)

Goethe-Preis (2002)

Ludwig-Bö;rne-Medaille (2010).
Marcel Reich-Ranicki ist Ehrendoktor der Universitä;ten Uppsala (1972), Augsburg (1992), Bamberg (1992), Dü;sseldorf (1997), Utrecht (2001) und Mü;nchen (2002).



Klappentext

Das Ziel, das Reich-Ranicki für die Frankfurter Anthologie sich vorgenommen hat, wurde erreicht. Eine Großanthologie deutschsprachiger Gedichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, neben der es keine vergleichbare gibt. Sie hat Wirkungen verursacht. Sie hat die Gleichgültigkeit und die Verabredung überwunden. Sie hat, wie es geplant war, dem Gedicht eine Gasse gebahnt, und sie hat sich belebt, weil auch andere angeregt wurden, mitzumachen und hinzuziehn. Sie hat geholfen - und das eine scheint das andere zu bedingen -, Gedichte besser zu verstehen und deshalb wieder mehr zu lieben. Hans Bender



Inhalt

Klessman, Eckart: Hahn, Ulla: Vom Schließen der Fenster. Reiner Gesang. Schulz, Gerhard: Ross, Werner: Der Augenmensch, ein Voyeur?. Die Irdischen und die Himmlischen. Maier, Hans: Beschwichtigendes Selbstgespräch. Wellershoff, Dieter: Nürnberger, Helmuth: Unaufhörliche Verwandlung. Schöner Schein. Verse von letzter Trostlosigkeit. Strenge Fügung. Kaiser, Gerhard: Harig, Ludwig: Von Ferne gesehen. Melchinger, Christa: Sanftes Sterben. Leppman, Wolfgang: Ferner Ruf. Wiese, Benno_von: Umfangend Umfangen. Jens, Walter: Die Beschuldigte als Richterin. Jens, Walter: Bleistift und Bretterwand. Hartung, Harald: Heilig-öffentliches Geheimnis. Matt, Peter_von: Gefährliche Vollkommenheit. Neumann, Peter Horst: Wunschbild des glücklichen Dichters. Liebend Erkennen. Kaiser, Gerhard: Schulz, Gerhard: Poetisch reiche Trauer. Heftrich, Eckhard: Schulz, Gerhard: Lichte Finsternisse. Freie Liebe. Conrady, Karl Otto: Von Wolken und später Hoffnung. Geistig Schreiben. Demetz, Peter: Domin, Hilde: Aber die Kraft besteht. Borchers, Elisabeth: Hahn, Ulla: Heimliche Liebe. Härtling, Peter: Die dreifache Angst. Mit ruhigem Entsetzen. Kaiser, Joachim: Kruse, Joseph Anton: Lyrische Ersatzgespräche. Kruse, Joseph Anton: Nordseeliebe. Nähe des Unheimlichen. Matt, Peter_von: Im Weltwind. Im Bummelton. Fritz, Walter Helmut: Karasek, Hellmuth: Des Wortes hörbare Gestalt. Kosler, Hans Christian: Harig, Ludwig: Schlüsselgedicht. Klessmann, Eckhart: Kunert, Günter: Verkapptes Geständnis. Brode, Hanspeter: Deutsche Tragödie. Jacobs, Jürgen: Bender, Hans: Waldtier. Möglichkeit für Steingärten. Eich, Clemens: Selbstgespräche. Poetischer Imperativ. Fried, Erich: Klessmann, Eckart: In die Luft geschrieben. Gedicht in fremder Sprache. Hinderer, Walter: Kein Ausweg ins Leben. Anz, Thomas: Aufklärung und Angst. Kunert, Günter: Gegenständliche Garantie. Pörksen, Uwe: Form als Widerstand. Ueding, Gert: Lautloses Beben. Hinck, Walter:... Koopmann, Helmut:......

Produktinformationen

Titel: Frankfurter Anthologie
Untertitel: Gedichte und Interpretationen
Editor:
EAN: 9783458143468
ISBN: 978-3-458-14346-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: Insel
Genre: Lyrik & Dramatik
Anzahl Seiten: 305
Gewicht: 391g
Größe: H207mm x B128mm x T27mm
Jahr: 1988
Auflage: 2. A.