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Das Privatisierungs-Dispositiv der EU-Kommission

  • Kartonierter Einband
  • 147 Seiten
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Beschreibung

Wie denkt die EU-Kommission das Binnenmarkt-Projekt im Verbund mit einem europäischen Sozialmodell und wie die Implementation dieses Programms? In einer kulturwissenschaftlichen Analyseperspektive, die, mitunter in einer religionsphänomenologischen Sprache, die doxische Praxis der Schöpfung einer Reinheitskultur des Marktes skizziert, wird deutlich, wie sich Spannungen zum Politischen als soziale Wirklichkeit ergeben. Die Studie ist wissenschaftlich anspruchsvoll, weil interdisziplinär, zugleich aber auch eine kritische Polemik zum Zeitgeschehen.

Die EU-Kommission als "Hüterin der Verträge" arbeitet wie eine "epistemische Gemeinschaft" mit einem intern kollektiv geteilten "Weltbild". Dieser Programmcode sieht eine "kommissarische" Implementierung der Binnenmarktlogik vor. Das "Sozialmodell" richtet sich nach dieser Binnenmarkt-Logik und bezeichnet einen Gewährleistungsstaat, der die öffentliche Daseinsvorsorge als "Pflichtenheftmanager" im Rahmen eines öffentlichen Kontraktmanagements (Ausschreibungswettbewerb etc.) vorsieht. Die Studie analysiert diese Markt-Designer-Ingenieurs-Mentalität kritisch im Rahmen einer religionsphänomenologischen Sprache: Es geht um Markt-Schöpfung in einem missionarischen Eifer, der in der binären Logik einer "Reinheitskultur" des Marktes gegenüber der sündigen Profanität des Politischen denkt. Die Studie konstruiert somit ein spezifisches Bild vom Binnenmarkt-Projekt der EU und stellt damit zugleich eine spezifische kulturwissenschaftliche Analyseart vor.

Autorentext

Frank Schulz-Nieswandt, Sozialwissenschaftler; Univ.-Professur für Sozialpolitik, Methoden der qualitativen Sozialforschung und Genossenschaftswesen im Institut für Soziologie und Sozialpsychologie (ISS) an der Universität zu Köln, dort: Studiendekan; Honorarprofessur für Sozialökonomie der Pflege an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar, derzeit Vorstandsvorsitzender des Kuratorium Deutsche Altershilfe. Er ist Ehrenvorsitzender der Gesellschaft für Sozialen Fortschritt, federführender Herausgeber der »Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen«. Forschungsschwerpunkte: Ontologie und Anthropologie der Sozialpolitik und der genossenschaftlichen Form, Gemeinwirtschaftslehre, Altern/Gesundheit/Pflege.



Klappentext

Die EU-Kommission als »Hüterin der Verträge« arbeitet wie eine »epistemische Gemeinschaft« mit einem intern kollektiv geteilten »Weltbild«. Dieser Programmcode sieht eine »kommissarische« Implementierung der Binnenmarktlogik vor. Das »Sozialmodell« richtet sich nach dieser Binnenmarkt-Logik und bezeichnet einen Gewährleistungsstaat, der die öffentliche Daseinsvorsorge als »Pflichtenheftmanager« im Rahmen eines öffentlichen Kontraktmanagements (Ausschreibungswettbewerb etc.) vorsieht. Die Studie analysiert diese Markt-Designer-Ingenieurs-Mentalität kritisch im Rahmen einer religionsphänomenologischen Sprache: Es geht um Markt-Schöpfung in einem missionarischen Eifer, der in der binären Logik einer »Reinheitskultur« des Marktes gegenüber der sündigen Profanität des Politischen denkt. Die Studie konstruiert somit ein spezifisches Bild vom Binnenmarkt-Projekt der EU und stellt damit zugleich eine spezifische kulturwissenschaftliche Analyseart vor.



Inhalt

Einleitung 1. Vertiefende Erläuterungen zum methodologischen Charakter der Analyse 2. Die heilige Ordnung der Vertragswelt des Binnenmarktes 3. Sakralisierungen des profanen Marktes 4. Die Tabu-Ordnung: Öffentliches Wirtschaften und die Reinheitsgebote des sakralen Raumes 5. Demiurgen und Orakel des Seins-Dualismus 6. Marktkonformität als Seinskonformität 7. Gewährleistungsstaatlichkeit 8. Die teleologische Freiheit der politischen Seinssphäre 9. Marktschöpfung statt Marktversagen 10. Implizite Theologeme im ORDO-Liberalismus 11. Markt-Effizienz-Fetischismus und Blickverengung in der Wohlfahrtstheorie 12. Solidargemeinschaft? 13. Selbstbindung des Managements 14. Fazit, Ausblick (I) auf die sozialen Dienste und Ausblick auf eine Fundamentalontologie des personalen Seins 15. Ausblick (II): Spielräume im EU-Regulierungskäfig? Die ethnologischen Wissenslücken der Kommission nutzen Literaturverzeichnis Stichwortverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Das Privatisierungs-Dispositiv der EU-Kommission
Untertitel: Das ontologische Existenzial der Daseinsvorsorge, die sakrale Doxa des Binnenmarktes und die »kafkaistischen« Epiphanien der Regulationskultur
Autor:
EAN: 9783428141081
ISBN: 978-3-428-14108-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 147
Gewicht: 268g
Größe: H233mm x B159mm x T15mm
Jahr: 2013

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