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Das Verhältnis von Strafnormen und Bezugsnormen aus anderen Rechtsgebieten

  • Kartonierter Einband
  • 439 Seiten
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Beschreibung

Die Strafbarkeit bestimmter Verhaltensweisen hängt vielfach nicht nur von den einschlägigen Strafvorschriften, sondern auch von zivil-, öffentlich- und europarechtlichen Regelungen ab, die in unterschiedlicher Form an der Konstituierung von Strafbarkeiten beteiligt sein können. Dieses Phänomen tritt vor allem im Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, aber auch im allgemeinen Strafrecht auf. Die Mainzer Habilitationsschrift widmet sich verschiedenen Aspekten des Zusammenspiels von strafrechtlichen und außerstrafrechtlichen Normen. Dazu gehört die Abgrenzung des Tatbestands- vom Verbotsirrtum und des untauglichen Versuchs vom Wahndelikt. Selbst die Rechtsprechung ist insofern - etwa bei der Untreue, der Steuerhinterziehung oder verschiedensten Tatbeständen des Nebenstrafrechts - immer noch dem Vorwurf der Uneinheitlichkeit und Unberechenbarkeit ausgesetzt. Ein weiterer Problemkreis betrifft Fragen des intertemporalen Strafrechts, insbesondere der Rückwirkung bei nachträglicher Änderung außerstrafrechtlicher Normen. Ausgiebig behandelt wird auch der strafrechtliche Bestimmtheitsgrundsatz, dessen strikte Geltung u.U. unterlaufen zu werden droht, wenn Strafbarkeiten durch Bezugsnormen aus anderen Rechtsgebieten faktisch mitbegründet werden. Um weitere Facetten angereichert wird die Thematik durch die zunehmende Europäisierung und Internationalisierung unserer Rechtsordnung. Insofern entstehen neue Probleme z.B. bei der Ausfüllung deutscher Strafblankette durch EU-Verordnungen oder der Bezugnahme auf ausländisches Recht. Die Untersuchung stellt die genannten Fragestellungen in einen Gesamtzusammenhang. Dadurch entsteht ein umfassender und übergreifender Lösungsansatz für alle Problemlagen, denen eine wie auch immer geartete Bezugnahme von Strafvorschriften auf außerstrafrechtliche Regelungen zugrunde liegt.

Autorentext

Frank Peter Schuster, Jahrgang 1975, ist o. Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er studierte Rechtswissenschaften in Mainz und Bristol (England). Nach dem juristischen Vorbereitungsdienst folgte die im Jahre 2005 abgeschlossene Promotion zum Thema »Verwertbarkeit im Ausland gewonnener Beweise im deutschen Strafprozess«. Die Arbeit wurde mit dem Preis der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ausgezeichnet. Ebendort wurde ihm im Jahre 2010 aufgrund seiner Habilitationsschrift zum Thema »Das Verhältnis von Strafnormen und Bezugsnormen aus anderen Rechtsgebieten« die Lehrbefugnis für »Deutsches, Europäisches und Internationales Straf- und Strafprozessrecht einschließlich Wirtschafts- und Steuerstrafrecht« verliehen. Nach einer Lehrstuhlvertretung in Bayreuth lehrt und forscht er seit 2011 in Würzburg.



Klappentext

Die Strafbarkeit bestimmter Verhaltensweisen hängt vielfach nicht nur von den einschlägigen Strafvorschriften, sondern auch von zivil-, öffentlich- und europarechtlichen Regelungen ab, die in unterschiedlicher Form an der Konstituierung von Strafbarkeiten beteiligt sein können. Dieses Phänomen tritt vor allem im Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, aber auch im allgemeinen Strafrecht auf. Die Mainzer Habilitationsschrift widmet sich verschiedenen Aspekten des Zusammenspiels von strafrechtlichen und außerstrafrechtlichen Normen. Dazu gehört die Abgrenzung des Tatbestands- vom Verbotsirrtum und des untauglichen Versuchs vom Wahndelikt. Selbst die Rechtsprechung ist insofern - etwa bei der Untreue, der Steuerhinterziehung oder verschiedensten Tatbeständen des Nebenstrafrechts - immer noch dem Vorwurf der Uneinheitlichkeit und Unberechenbarkeit ausgesetzt. Ein weiterer Problemkreis betrifft Fragen des intertemporalen Strafrechts, insbesondere der Rückwirkung bei nachträglicher Änderung außerstrafrechtlicher Normen. Ausgiebig behandelt wird auch der strafrechtliche Bestimmtheitsgrundsatz, dessen strikte Geltung u.U. unterlaufen zu werden droht, wenn Strafbarkeiten durch Bezugsnormen aus anderen Rechtsgebieten faktisch mitbegründet werden. Um weitere Facetten angereichert wird die Thematik durch die zunehmende Europäisierung und Internationalisierung unserer Rechtsordnung. Insofern entstehen neue Probleme z.B. bei der Ausfüllung deutscher Strafblankette durch EU-Verordnungen oder der Bezugnahme auf ausländisches Recht. Die Untersuchung stellt die genannten Fragestellungen in einen Gesamtzusammenhang. Dadurch entsteht ein umfassender und übergreifender Lösungsansatz für alle Problemlagen, denen eine wie auch immer geartete Bezugnahme von Strafvorschriften auf außerstrafrechtliche Regelungen zugrunde liegt.



Zusammenfassung
"Die Arbeit von Frank Schuster ist eine wahre Fundgrube wichtiger und von ihm sorgsam zusammengestellter Informationen sowie eigenständiger Argumente. Dass auf diese Schätze vermutlich - wie dies bei Monographien so ist - im Verhältnis immer nur auf wenige Leser stoßen werden, ist ebenso abzusehen wie bedauerlich. Schusters Werk wäre jedenfalls eine größere Wahrnehmung zu gönnen, als sie akademischen Pflichtschriften üblicherweise zukommt. Der Spagat zwischen grundlagenorientierter Betrachtung der Bezugsnormproblematik, praktischer Auseinandersetzung mit wirtschaftsstrafrechtlichen Fragen und Berücksichtigung auch internationaler Aspekte ist in beeindruckender Weise gelungen. [...] Daneben nimmt Schuster aber auch zu einer Vielzahl von Fragen wohlbegründet selbst Stellung, fasst seine Überlegungen am Ende der jeweiligen Abschnitte prägnant zusammen und liefert dem Leser dadurch reichen Ertrag zu ebenso wissenschaftlich anspruchsvollen wie praktisch bedeutsamen Fragestellungen." Prof. Dr. Hans Kudlich, in: Goltdammer's Archiv für Strafrecht, 10/2013

Inhalt

Einleitung 1. Teil: Bezugsnormen aus anderen Rechtsgebieten in der Irrtumslehre Praktische Bedeutung. Forensischer und kriminologischer Hintergrund - Historische Ansätze - Moderne Ansätze - Entwicklung des eigenen Standpunkts 2. Teil: Bezugsnormen aus anderen Rechtsgebieten und Gebot des positivierten Strafgesetzes Rückwirkungsverbot und Rückwirkungsgebot. Fragen des intertemporalen Strafanwendungsrechts - Bestimmtheitsgebot, Analogieverbot und sonstige verfassungsrechtliche Grenzen der Bezugnahme auf andere Rechtsgebiete 3. Teil: Bezugsnormen aus dem europäischen und ausländischen Recht Besonderheiten der Anknüpfung an und der Ausfüllung durch Europarecht - Ausfüllung durch oder Anknüpfung an ausländisches Recht Schlussbetrachtung Literaturverzeichnis Sachverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Das Verhältnis von Strafnormen und Bezugsnormen aus anderen Rechtsgebieten
Untertitel: Eine Untersuchung zum Allgemeinen Teil im Wirtschafts- und Steuerstrafrecht
Autor:
EAN: 9783428137350
ISBN: 978-3-428-13735-0
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Öffentliches Recht
Anzahl Seiten: 439
Gewicht: 592g
Größe: H234mm x B159mm x T25mm
Jahr: 2012
Auflage: 1. Auflage

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