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Optimierung von Austrocknungsprozessen hochwassergeschädigter Bauteile unter Berücksichtigung der gängigen Trocknungsverfahren zur Sicherung des Gebäudebestandes und zur Vermeidung von Sekundärschäden...

  • Kartonierter Einband
  • 178 Seiten
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Oft herrscht beim Umgang mit den Hochwasserschäden große Unsicherheit und es fehlen Erkenntnisse darüber, welche Sanierungsmaßnahm... Weiterlesen
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Beschreibung

Oft herrscht beim Umgang mit den Hochwasserschäden große Unsicherheit und es fehlen Erkenntnisse darüber, welche Sanierungsmaßnahmen zur Schadensbeseitigung sinnvoll sind. Die akute Notsituation, in der sich die Betroffenen direkt nach einem Hochwasser befinden, und der Wunsch, möglichst schnell zum "normalen Alltag" zurückkehren zu können, führen zu falschen Entscheidungen. Um aus den Erfahrungen mit dem Umgang vergangener Hochwasserkatastrophen zu lernen, ist es Ziel der Forschungsarbeit, dazu vorliegende Erfahrungen zusammenzustellen, zu strukturieren und zu bewerten. Dabei soll insbesondere die Austrocknung durchfeuchteter Bauteile genauer betrachtet werden. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Trocknungsverfahren behandelt. Die Wirksamkeit dieser Verfahren sowie deren mögliche Einsatzgebiete und Grenzen werden erörtert und für ausgewählte Fragestellungen anhand eigener Berechnungen bewertet.

Zunächst wird ermittelt, wie viel Wasser Bauteile bei einer Überflutung aufnehmen können. Für ein untersuchtes Beispielhaus mit Porenbetonwänden errechnet sich die aufgenommene Wassermenge zu ca. 18 cbm und bei Wänden aus Kalksandstein zu ca. 9 cbm. Für die Austrocknung beläuft sich der zusätzliche Erdölbedarf für die Wasserverdunstung beim Porenbetonmauerwerk auf ca. 1295 Liter und beim Kalksandsteinmauerwerk auf ca. 658 Liter. Durch weitere Berechnungen wird untersucht, ob die anfallende Wassermenge bei natürlicher Belüftung der Räume abgeführt werden kann. Die Ergebnisse zeigen, dass dazu Luftwechselraten bis zu 6 h erforderlich sind. Laut Angaben in der Literatur sind bei vollständig geöffneten Fenstern wesentlich höhere Luftwechselraten erreichbar. In Erdgeschossen ist es daher möglich, Räume durch eine natürliche Lüftung zu entfeuchten. Für Kellerräume sind keine gesicherten Angaben bezüglich natürlicher Luftwechselraten möglich. Der Zeitpunkt des Hochwassers hat auf den Trocknungsverlauf und die damit einhergehenden unterschiedlichen Bauteiltemperaturen wenig Einfluss auf das Trocknungsverhalten hochwassergeschädigter Bauteile. Die Ergebnisse zeigen, dass die Trocknung von hochwassergeschädigten Bauteilen mit einem erheblichen Aufwand an Energie und Zeit verbunden ist. Soll das Wasser innerhalb kurzer Zeit aus den Bauteilen entfernt werden, müssen leistungsfähige Trocknungsgeräte eingesetzt und große Mengen Energie aufgewendet werden. Die erforderliche Einsatzdauer der Trocknungsgeräte ist von Bauteil zu Bauteil verschieden und bedarf E ner Untersuchung im Einzelfall, um Schäden durch eine zu schnelle Wasserabgabe zu vermeiden. Durch den Einsatz von lnfrarotflächenheizungen kann der Trocknungsprozess vor allem in der Anfangsphase erheblich beschleunigt werden. Die durchgeführten Berechnungen bestätigen, dass Infrarotflächenheizungen den Trocknungsprozess von Bauteilen erheblich beschleunigen können, es sich aber als sinnvoll erweist, die vollständige Austrocknung entweder durch eine intensive Belüftung der Räume oder durch den Einsatz von Luftentfeuchtern durchzuführen.

Klappentext

Zunächst wird ermittelt, wie viel Wasser Bauteile bei einer Überflutung aufnehmen können. Für ein untersuchtes Beispielhaus mit Porenbetonwänden errechnet sich die aufgenommene Wassermenge zu ca. 18 cbm und bei Wänden aus Kalksandstein zu ca. 9 cbm. Für die Austrocknung beläuft sich der zusätzliche Erdölbedarf für die Wasserverdunstung beim Porenbetonmauerwerk auf ca. 1295 Liter und beim Kalksandsteinmauerwerk auf ca. 658 Liter. Durch weitere Berechnungen wird untersucht, ob die anfallende Wassermenge bei natürlicher Belüftung der Räume abgeführt werden kann. Die Ergebnisse zeigen, dass dazu Luftwechselraten bis zu 6 h erforderlich sind. Laut Angaben in der Literatur sind bei vollständig geöffneten Fenstern wesentlich höhere Luftwechselraten erreichbar. In Erdgeschossen ist es daher möglich, Räume durch eine natürliche Lüftung zu entfeuchten. Für Kellerräume sind keine gesicherten Angaben bezüglich natürlicher Luftwechselraten möglich. Der Zeitpunkt des Hochwassers hat auf den Trocknungsverlauf und die damit einhergehenden unterschiedlichen Bauteiltemperaturen wenig Einfluss auf das Trocknungsverhalten hochwassergeschädigter Bauteile. Die Ergebnisse zeigen, dass die Trocknung von hochwassergeschädigten Bauteilen mit einem erheblichen Aufwand an Energie und Zeit verbunden ist. Soll das Wasser innerhalb kurzer Zeit aus den Bauteilen entfernt werden, müssen leistungsfähige Trocknungsgeräte eingesetzt und große Mengen Energie aufgewendet werden. Die erforderliche Einsatzdauer der Trocknungsgeräte ist von Bauteil zu Bauteil verschieden und bedarf E ner Untersuchung im Einzelfall, um Schäden durch eine zu schnelle Wasserabgabe zu vermeiden. Durch den Einsatz von lnfrarotflächenheizungen kann der Trocknungsprozess vor allem in der Anfangsphase erheblich beschleunigt werden. Die durchgeführten Berechnungen bestätigen, dass Infrarotflächenheizungen den Trocknungsprozess von Bauteilen erheblich beschleunigen können, es sich aber als sinnvoll erweist, die vollständige Austrocknung entweder durch eine intensive Belüftung der Räume oder durch den Einsatz von Luftentfeuchtern durchzuführen.

Produktinformationen

Titel: Optimierung von Austrocknungsprozessen hochwassergeschädigter Bauteile unter Berücksichtigung der gängigen Trocknungsverfahren zur Sicherung des Gebäudebestandes und zur Vermeidung von Sekundärschäden durch die Feuchtemigration in Bauteilen sowie innerhalb
Untertitel: Abschlussbericht
Überarbeitet von:
Autor:
EAN: 9783816779162
ISBN: 978-3-8167-7916-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Fraunhofer Irb Stuttgart
Genre: Elektrotechnik
Anzahl Seiten: 178
Gewicht: 499g
Größe: H294mm x B211mm x T11mm
Jahr: 2009

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