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Schulsozialarbeit in den Niederlanden

  • Kartonierter Einband
  • 332 Seiten
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(Wilma Aden-Grossmann) Schulen befinden sich seit Jahren bereits in einem Prozefi der Umorientie rung. Sie reagieren, wenn auch of... Weiterlesen
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Beschreibung

(Wilma Aden-Grossmann) Schulen befinden sich seit Jahren bereits in einem Prozefi der Umorientie rung. Sie reagieren, wenn auch oft nur sehr halbherzig und zogemd, auf die sich wandelnden Bedingungen, unter denen Kinder in unserer Gesellschaft heranwachsen. Schlagworte hierzu sind: Medialisierung der Kindheit und Jugend, Verdrangung der Kinder von StraBe und Platzen durch das erhOhte Verkehrsaufkommen, Probleme bei der Gestaltung der Freizeit und Orien tierungslosigkeit besonders in der Phase der Berufswahl. Als Mitte der 70er Jahre bundesweit Modellversuche zu Schulsozialar be it eingerichtet wurden, war dies eine sozialpadagogische MaBnahme, urn den veranderten Bediirfnissen von Kindem und Jugendlichen Rechnung zu tragen. Es verband sich damit auch die Hoffnung, zwischen der Schule und der Jugendhilfe eine engere, produktive Verkniipfung zu schaffen. Schulso zialarbeit wurde vorzugsweise an Gesamtschulen eingerichtet und metho disch fur unterschiedliche Zielgruppen konzipiert. Die freizeitpadagogischen Angebote beispielsweise richteten sich an aIle SchUler, von den berateri schen Konzeptionen profitierten iiberwiegend Schiilerinnen und SchUler aus sozial schwachen Milieus. Trotz der positiven Einschatzungen durch Lehrer und der Akzeptanz durch Schiilerinnen und SchUler wurde Schulsozialarbeit nicht ausgeweitet, sondem im Gegenteil, es wurden Mittel gekiirzt und Pro jekte oft nach 20-jahrigem Bestehen abgeschafft. Aufgrund der Forderungen berufstatiger Miitter nach einer zuverlassi gen Betreuung ihrer Kinder sind seit Anfang der 90er Jahre die sog. "Be treuungsschulen" entstanden. Das sind Grundschulen, an denen Kinder iiber die eigentliche Unterrichtszeit hinaus (meist bis 13 oder 14 Uhr) teils durch Lehrer, teils durch Honorarkrafte - wobei es sich nicht immer urn fachlich qualifizierte Krafte handelt, - , betreut werden.

Autorentext
Frank Nieslony, geboren 1949, Dr. phil., Dipl. Pädagoge, Sozialarbeiter (grad.), Professor für Sozialarbeit an der Ev. Hochschule Darmstadt. Ar-beitsschwerpunkte: Sozialadministration/Soziale Dienste, Jugendhilfe und Schule, Schulsozialarbeit Sozial- und Jugendhilfeplanung, Geschlechteridentität und Soziale Arbeit.

Inhalt

1 Sozialarbeit und Jugendhilfe in den Niederlanden.- 1.1 "Versäulung" und Sozialarbeit - Zur Segmentierung traditioneller Sozial- und Wohlfahrtsstrukturen.- 1.2 Sozialpolitik und Sozialarbeit.- 1.3 Restauration und Wandel der Sozialarbeit.- 1.3.1 Krise und staatliche Reorganisation der Sozialarbeit.- 1.3.2 Staatliche Planungen und Schulsozialarbeit.- 2 Die Genese der niederländischen Schulsozialarbeit.- 2.1 "Schoolmaatschappelijk werk": Fragen an die Geschichte.- 2.2 Traditionelle Strömungen und anglo-amerikanische Einflüsse.- 2.2.1 Gemeinwesen und Sozialarbeit: "Settlementbewegung".- 2.2.2 Enkulturation und Prävention: "School-Social Work".- 2.3 Die erste Entwicklungsphase (1945 bis 1960): Intentionen der Jugendhilfe und Konsolidierung der Schulsozialarbeit.- 2.3.1 Schoolmaatschappelijk werk 1955 - Eine frühe Bilanz: Ziele, Aufgaben und Funktionen.- 2.3.2 Neue Wege? - Die Orientierungskonferenz 1958.- 2.3.3 Konstitutive Merkmale von Schoolmaatschappelijk werk in ihrer historischen Beziehung.- 3 Entwicklung und Organisation.- 3.1 Die zweite Entwicklungsphase (1960 bis 1970): Ein Profil gewinnt an Schärfe - Beiträge zur Professionalisierung von Schoolmaatschappelijk werk.- 3.1.1 Statusprobleme.- 3.1.2 Uneingelöste Ausbildungsanforderungen.- 3.1.3 Der "interdisciplinaire aanpak" - Schoolmaatschappelijk werk in multidisziplinärer Kooperation.- 3.2 Schoolmaatschappelijk werk in Amsterdam - Schulbegleitung und Stadtteilorientierung.- 3.2.1 Der Schulbegleitungsdienst: Wirtschaftliche Grundlagen und Ziele.- 3.2.2 Aufbau und Organisation.- 3.2.3 Sozialraumorientierte Schulbegleitung: "Onderwijsopbouwwerk" - Das ABC-Projekt Amsterdam-Nord.- 4 Schulbegleitende Einrichtungen.- 4.1 Zur "Versorgungsstruktur" des niederländischen Schulwesens.- 4.2 Die "Discussienota Schoolbegeleiding".- 4.3 Die gesetzliche Grundlage: "Wet op de onderwijsverzorging" (WOV).- 4.4 Einrichtungen im System der "Versorgungsstruktur".- 4.5 Im kritischen Blickfeld: Schulsozialarbeit im Rahmen der Schulbegleitungsdienste.- 4.6 Schoolmaatschappelijk werk: Eine notwendige Brücke zwischen Jugendhilfe und Schule.- 5 Die "Landschaft" der niederländischen Schulsozialarbeit.- 5.1 Zur Systematisierung der Arbeitsfelder.- 5.2 Schulformunabhängige und methodische Grundlagen.- 5.3 Schulen und Schulsozialarbeit - Handlungsrahmen und Praxis.- 5.3.1 Basisscholen (das Primarschulwesen).- 5.3.2 Schulsozialarbeit in Basisschulen.- 5.3.3 Voortgezet onderwijs (das Sekundarschulwesen).- 5.3.4 Schulsozialarbeit in Sekundarschulen.- 5.3.5 Speciaal onderwijs (das Sonderschulwesen).- 5.3.6 Schulsozialarbeit in Sonderschulen.- 5.3.7 Andere Schulformen und Schulsozialarbeit.- 6 Probleme und Eckpfeiler.- 6.1 Ausgesuchte Problemfelder niederländischer Schulsozialarbeit.- 6.2 Der Berufscodex.- 6.3 Berufsständische Vereinigung (L.V.M.W.).- 6.4 Ausblick.- Abkürzungsverzeichnis.- Abbildungsverzeichnis.

Produktinformationen

Titel: Schulsozialarbeit in den Niederlanden
Untertitel: Perspektiven für Deutschland?
Autor:
EAN: 9783810017871
ISBN: 978-3-8100-1787-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 332
Gewicht: 488g
Größe: H210mm x B149mm x T25mm
Jahr: 1997
Auflage: 1997