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Wie allein sind Alleinerziehende?

  • Kartonierter Einband
  • 335 Seiten
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In den letzten Jahren sind Alleinerziehende ins Licht der Medien, der Öffentlichkeit, der Politik gerückt. Insbesondere ihre schle... Weiterlesen
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Beschreibung

In den letzten Jahren sind Alleinerziehende ins Licht der Medien, der Öffentlichkeit, der Politik gerückt. Insbesondere ihre schlechte ökono mische Lage und die vielseitig belastete Lebenssituation der Eineltern familie läßt sie heute in nahezu allen gesellschaftlichen Problemzonen und sozial- wie gesundheitspolitischen Kürzungsbereichen zu einem Fokus der Aufmerksamkeit, zu einem gern gewählten 'drastischen' Beispiel für chronisch schlechte, riskante und krisenhafte Lebenslagen unserer Zeit werden. Bei Verhaltensabweichung oder Kriminalität von Jugendlichen wer den gerne Kindheiten im alleinerziehenden Elternhaus bemüht. Spar in der Pri pläne in der Gesundheitsversorgung wie Stellenkürzungen vatwirtschaft werden in ihren negativen Auswirkungen gerne am Bei spiel alleinerziehender Frauen exemplifiziert. Alleinerziehende rangie ren häufig 'geschlechtslos' in Aufzählungen verschiedener sozialer Gruppen, besonders auffällig dann, wenn von 'Frauen und Alleinerzi e henden" die Rede ist. Unmittelbar nach dem gesellschaftlichen Tran s formationsprozeß in Ostdeutschland waren gerade die Alleinerziehen den in der Mediendarstellung die 'Opfer" oder 'Verlierer" der Wende. Alleinerziehende werden so allenthalben zum Prototyp einer Risiko gruppe der Bevölkerung. Viele dieser impliziten und expliziten Sichtweisen und Beurteilun gen von Einelternfamilien ranken um einen wahren Kern - die Lebens lagen Alleinerziehender, die Lebenssituationen der Einelternfamilie sind vielfältig belasteter und riskanter als die anderer Familienformen. Es ist ein Verdienst der Selbsthilfebewegung Alleinerziehender wie der Alleinerziehendenforschung des letzten Jahrzehnts, dies in vielen Berei chen nachgewiesen, verdeutlicht und veröffentlicht zu haben.

Autorentext
Dr. phil. habil. Frank Nestmann ist Professor für Beratung und Rehabilitation am Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften an der TU Dresden. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Neue psychosoziale Beratungskonzepte und die Professionalisierung von Beratung, Soziale Netzwerke und Soziale Unterstützung, Alltägliche Helfer, Sozialpädagogik und Psychiatrie.

Klappentext

In den letzten Jahren sind Alleinerziehende ins Licht der Medien, der Öffentlichkeit, der Politik gerückt. Insbesondere ihre schlechte ökono­ mische Lage und die vielseitig belastete Lebenssituation der Eineltern­ familie läßt sie heute in nahezu allen gesellschaftlichen Problemzonen und sozial- wie gesundheitspolitischen Kürzungsbereichen zu einem Fokus der Aufmerksamkeit, zu einem gern gewählten 'drastischen' Beispiel für chronisch schlechte, riskante und krisenhafte Lebenslagen unserer Zeit werden. Bei Verhaltensabweichung oder Kriminalität von Jugendlichen wer­ den gerne Kindheiten im alleinerziehenden Elternhaus bemüht. Spar­ in der Pri­ pläne in der Gesundheitsversorgung wie Stellenkürzungen vatwirtschaft werden in ihren negativen Auswirkungen gerne am Bei­ spiel alleinerziehender Frauen exemplifiziert. Alleinerziehende rangie­ ren häufig 'geschlechtslos' in Aufzählungen verschiedener sozialer Gruppen, besonders auffällig dann, wenn von 'Frauen und Alleinerzi e­ henden" die Rede ist. Unmittelbar nach dem gesellschaftlichen Tran s­ formationsprozeß in Ostdeutschland waren gerade die Alleinerziehen­ den in der Mediendarstellung die 'Opfer" oder 'Verlierer" der Wende. Alleinerziehende werden so allenthalben zum Prototyp einer Risiko­ gruppe der Bevölkerung. Viele dieser impliziten und expliziten Sichtweisen und Beurteilun­ gen von Einelternfamilien ranken um einen wahren Kern - die Lebens­ lagen Alleinerziehender, die Lebenssituationen der Einelternfamilie sind vielfältig belasteter und riskanter als die anderer Familienformen. Es ist ein Verdienst der Selbsthilfebewegung Alleinerziehender wie der Alleinerziehendenforschung des letzten Jahrzehnts, dies in vielen Berei­ chen nachgewiesen, verdeutlicht und veröffentlicht zu haben.



Inhalt
0. Zentrale Aussagen und Ergebnisse ein Überblick.- 1. Die Pluralität familialer Lebensformen.- 1.1 Familie auf der Suche nach einer Definition.- 1.2 DDR- und ostdeutsche Spezifika der Familiengründung.- 2. Familienstatistische Trendverläufe in Deutschland der quantitative Hintergrund von Einelternfamilien.- 2.1 Haushaltsstatistik.- 2.1.1 Entwicklung der Privathaushalte in der DDR und in den Neuen Bundesländern.- 2.1.2 Entwicklung der Privathaushalte in der BRD.- 2.1.3 Die Zusammensetzung der Mehrpersonenhaushalte in Deutschland.- 2.2 Eheschließungen/Ehescheidungen und Geburten.- 2.2.1 Eheschließungen.- 2.2.2 Ehescheidungen.- 2.2.3 Geburten.- 2.3 Alleinerziehende und Nichteheliche Lebensgemeinschaften.- 3. Alleinerziehende in Deutschland.- 3.1 Alleinerziehende im Ost-West-Vergleich.- 3.2 Soziodemographische und sozioökonomische Merkmale Alleinerziehender in Deutschland.- 3.2.1 Alleinerziehende eine verbreitete Familienform.- 3.2.2 Alleinerziehende im Mütter-Väter-Vergleich.- 3.2.3 Familienstände Alleinerziehender.- 3.2.4 Kinder bei Alleinerziehenden.- 3.2.5 Das Alter alleinerziehender Frauen und Männer.- 3.2.6 Die Erwerbssituation Alleinerziehender.- 4. Alleinerziehende in Sachsen.- 4.1 Zahl der Alleinerziehenden.- 4.2 Kinder bei Alleinerziehenden.- 4.3 Alleinerziehende und Erwerbsleben.- 5. Die Alleinerziehenden-/Single Parent-Forschung.- 5.1 Forschungsorientierung im Wandel.- 5.2 Exkurs: Empirische Erhebungen zur Lebenssituation der Alleinerziehenden in Sachsen.- 5.3 Soziale Unterstützung aus sozialen Netzwerken.- 5.4 Stand der Forschung zu sozialen Netzwerken und sozialer Unterstützung bei Alleinerziehenden.- 5.4.1 Soziale Netzwerke.- 5.4.2 Soziale Unterstützung.- 6. Das Forschungsprojekt Lebenssituation, soziale Netzwerke und soziale Unterstützung alleinerziehender Frauen und Männer in Sachsen.- 6.1 Die Forschungsfragen.- 6.2 Aufbau der Untersuchung.- 6.3 Stichprobe und Ablauf der Untersuchung.- 6.4 Erhebungsverlauf und Erhebungsinstrumente im einzelnen.- 6.5 Auswertung.- 7. Die Lebenssituation alleinerziehender Frauen unter besonderer Berücksichtigung ihrer sozialen Unterstützung.- 7.1 Die Lebenssituation: Lebenslagen und Lebensorientierungen.- 7.1.1 Demographische Merkmale.- 7.1.2 Die Zugangswege zur Einelternschaft.- 7.1.3 Die berufliche Situation und die materiellen Bedingungen.- 7.1.4 Die Wohnsituation.- 7.1.5 Die Alltagsbewältigung in der Lebenssituation 'Allein mit Kind/ern'.- 7.1.6 Die Lebensorientierung.- 7.2 Soziale Netzwerke und soziale Unterstützung der alleinerziehenden Frauen.- 7.2.1 Merkmale des Unterstützungssystems.- 7.2.2 Einflüsse zentraler Variablen.- 8. Die Lebenssituation alleinerziehender Männer unter besonderer Berücksichtigung ihrer sozialen Unterstützung.- 8.1 Die Lebenssituation: Lebenslagen und Lebensorientierungen.- 8.1.1 Demographische Merkmale.- 8.1.2 Die Zugangswege zur Einelternschaft.- 8.1.3 Die berufliche Situation und die materiellen Bedingungen.- 8.1.4 Die Wohnsituation.- 8.1.5 Die Beziehung der Väter zu ihren Kindern.- 8.1.6 Die Alltagsbewältigung in der Lebenssituation 'Allein mit Kind/ern'.- 8.1.7 Die Lebensorientierung der Wunsch nach Partnerschaft und Familie.- 8.1.8 Die individuelle Wahrnehmung öffentlicher Meinung gegenüber alleinerziehenden Vätern.- 8.2 Soziale Netzwerke und soziale Unterstützung alleinerziehender Männer.- 8.2.1 Merkmale des Unterstützungssystems.- 8.2.2 Einflüsse zentraler Variablen.- 9. Alleinerziehende Männer und alleinerziehende Frauen ein Vergleich der Befragungsergebnisse im Spiegel weiterer Recherchen.- 9.1 Die Lebenslagedimensionen.- 9.2 Die sozialen Netzwerke der interviewten Frauen und Männer.- 9.2.1 Die Netzwerkgrößen, -zusammensetzungen und die Kontakthäufigkeiten.- 9.2.2 Die Netzwerkorientierungen und die Größe der Unterstützungssysteme.- 9.2.3 Die Bedeutung und Verfügbarkeit sozialer Unterstützung.- 9.2.4 Eine vergleichende Betrachtung der sozialen Unterstützungsverhältnisse nach Dauer des Alleinerziehens, Alter, Familienstand und Kinderzahl der interviewten Mütter und Väter.- 9.2.5 Netzwerkgrößen und Wohlbefinden.- 9.2.6 Zufriedenheit mit sozialer Unterstützung und Wohlbefinden.- 9.2.7 Belastungssituationen und soziale Unterstützung.- 9.3 Die Unterstützungsbeziehungen im Lebenszusammenhang der alleinerziehenden Mütter und Väter ein Resümee.- 10. Alltägliche Belastungs- und Unterstützungsepisoden die Tagebücher.- 11. Vergleich der Studien Alleinerziehende Frauen in Sachsen und Alleinerziehende Frauen in Nordrhein-Westfalen.- 11.1 Soziodemographische Merkmale.- 11.2 Merkmale der Unterstützungssysteme.- 12. Frauen und Männer, die allein mit ihren Kindern leben persönliche und soziale Merkmale ihrer Lebensgestaltung.- 12.1 Bestätigungen.- 12.2 Ein Modell weiblicher und männlicher Lebensgestaltung in fünf Dimensionen.- 12.3 Die Bedeutung des Alleinseins für die Alleinerziehenden.- 13. Literaturverzeichnis.- 14. Anhang.- 14.1 Das Erstinterview.- 14.2 Das Zweitinterview.- 14.3 Das Unterstützungstagebuch.

Produktinformationen

Titel: Wie allein sind Alleinerziehende?
Untertitel: Soziale Beziehungen alleinerziehender Frauen und Männer in Ost und West
Autor:
EAN: 9783810018878
ISBN: 978-3-8100-1887-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaft
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 335
Gewicht: 451g
Größe: H210mm x B146mm x T24mm
Jahr: 1998
Auflage: 1998