Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Das Asylgrundrecht bei staatlicher und frauenspezifischer Verfolgung

  • Kartonierter Einband
  • 185 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
Asylrelevant ist die vom Staat ausgehende oder ihm zurechenbare Verfolgung. Bei der Beurteilung der Verfolgungsgefahr ist der Staa... Weiterlesen
20%
116.00 CHF 92.80
Print on demand - Exemplar wird für Sie besorgt.

Beschreibung

Asylrelevant ist die vom Staat ausgehende oder ihm zurechenbare Verfolgung. Bei der Beurteilung der Verfolgungsgefahr ist der Staat der Staatsangehörigkeit des Asylsuchenden in den Blick zu nehmen; bei Staatenlosen das Land des gewöhnlichen Aufenthalts. Sprachanalysen geben Auskunft über das Herkunftsland oder -gebiet des Asylsuchenden. Für die Feststellung der Staatsangehörigkeit haben sie indizielle Bedeutung. Abschiebungsrechtlich erheblich i. S. d. 60 Abs. 1 AufenthG ist die nicht staatliche Verfolgung auch dann, wenn sie dem Staat nicht zuzurechnen ist, sofern der Staat und die Gleichgestellten schutzunfähig oder -unwillig sind. Im Übrigen trat im Verhältnis zu der unter 51 Abs. 1 AuslG geltenden Rechtslage keine Änderung ein. Frauenspezifische Verfolgungsmaßnahmen sind auf die Zugehörigkeit zur sozialen Gruppe der Frauen und das unveräußerliche Merkmal, weiblichen Geschlechts zu sein, bezogen. Genitalbeschneidungen und Ehrenmorde sind von asylrelevanter Schwere, nicht der Schleierzwang. Die Genitalbeschneidung hat wegen des Verlustes, ein selbstbestimmtes Sexualleben mit unversehrten Geschlechtsorganen zu führen, ausgrenzenden Charakter. Gegenstand klinischer Gutachten ist die Feststellung, ob eine Krankheit vorliegt. Bei aussagepsychologischen Gutachten geht es um die Klärung der Erlebnisfundiertheit einer Aussage. Traumatisierungen können zu Erinnerungsstörungen führen und das Aussageverhalten beeinflussen. Sind viele Asylsuchende aus einem Land an der PTBS erkrankt und bestehen dort keine Behandlungsmöglichkeiten oder sind sie nicht finanzierbar, liegt eine allgemeine Gefahr i. S. d. 60 Abs. 7 Satz 2 AufenthG vor. Gibt es keinen generellen Abschiebestopp ( 60a Abs. 1 AufenthG), bietet die Duldungszusicherung bei extremen Gefahren einen ausreichenden Abschiebungsschutz.

Inhalt

Einleitung - § 1: Staat und Verfolgung: Staatlichkeit der Verfolgung - Staatliche Ordnung - Organe staatlicher Verfolgung - Mittelbar staatliche Verfolgung - Bezugsstaat - Inländische Fluchtalternative - Ergebnis - § 2: Frauenspezifische Verfolgung: Genitalbeschneidung - Gewalt und Mord im Namen der Ehre - Frauenspezifische Verhaltensanforderungen - Ergebnis - § 3: Abschiebungsverbot nach § 60 Abs. 1 AufenthG: Neuregelungen - Anerkennungsrichtlinie und Asylgrundrecht - § 4: Traumatisierte Flüchtlinge im Asylverfahren: Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) - Medizinische und psychologische Zeugnisse - Aussagepsychologische Gutachten - Krankheitsbedingter Abschiebungsschutz - Ergebnis - § 5: Ergebnis der Untersuchung - Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Das Asylgrundrecht bei staatlicher und frauenspezifischer Verfolgung
Untertitel: Mit Hinweisen zu § 60 Abs. 1 AufenthG und unter Berücksichtigung erlittener Traumatisierung
Autor:
EAN: 9783428123902
ISBN: 978-3-428-12390-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Zivilprozessrecht
Anzahl Seiten: 185
Gewicht: 260g
Größe: H236mm x B158mm x T10mm
Jahr: 2007
Auflage: 1., Aufl

Weitere Produkte aus der Reihe "Schriften zum Öffentlichen Recht"