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Mütterlichkeit unter Geliebten und Kameraden

  • Kartonierter Einband
  • 247 Seiten
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Figurationen der Mütterlichkeit als Medien genderhistorischer Zeitdiagnosen im Wirkungsfeld des Ersten WeltkriegsDie außerfamilial... Weiterlesen
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Beschreibung

Figurationen der Mütterlichkeit als Medien genderhistorischer Zeitdiagnosen im Wirkungsfeld des Ersten Weltkriegs

Die außerfamiliale Bedeutung der Mütterlichkeit als Kompetenz, den eigensinnig Anderen sorgend zu fördern, ist umstritten. In Liebesbeziehungen unter Erwachsenen gilt sie meist als Symptom problematischer Abhängigkeiten, doch als zivilgesellschaftliche Tugend steht sie hoch im Kurs. Vor diesem Hintergrund erweisen sich Figuren mütterlicher Geliebter und Kameraden aus der deutschen und englischen Prosa, die um 1918-1933 Zeitdiagnosen über Genderkrisen im Wirkungsfeld des Ersten Weltkriegs stellt, als klassische Phantasien moderner Genderdiskurse. West, Brenck Kalischer, Bennett, Lawrence und Jahnn stellen mütterliche Geliebte als Anzeichen von Konflikten zwischen leiblicher Vitalität und sakralisierter Anlehnung dar; Hesse, Raymond, Zweig, Remarque und Price zeigen mütterliche Kameraden als kriegstypisch kompetente Helfer. Das historische Novum, Figurationen mütterlicher Krisenhilfe in zeitdiagnostischer Absicht einzusetzen, wirkt unter profanen und zivilen Vorzeichen bis heute nach.

Autorentext

Prof. Dr. Frank Krause lehrt Germanistik am Goldsmiths College, University of London. Er ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher und Aufsätze zum literarischen Expressionismus.



Klappentext

The extrafamilial significance of maternal practice as nurturance for a self-willed other is discussed controversially. As part of love relationships amongst adults, such practice is chiefly regarded as a symptom for problematic dependence; as a resource for solidarity in civil society, it is, by contrast, held in high regard. In this context, the figures of maternal lovers and comrades in German and English literature from 1918 to 1933 which explores gender crises in the wake of the Great War appear as classical fantasies of modern gender discourse. West, Brenck Kalischer, Bennett, Lawrence, and Jahnn interpret maternal lovers as signs of a conflict between corporeal vitality and sacralized dependence. Hesse, Raymond, Zweig, Remarque, and Price show maternal comrades as competent war-specific helpers. The novelty of these maternal figurations of crisis help lies in the historical-diagnostic claims of their use; in this respect, they are precursors of profane and civilian figurations of maternal companionship in current gender-critical debates.

Produktinformationen

Titel: Mütterlichkeit unter Geliebten und Kameraden
Untertitel: Zeitdiagnosen über Genderkrisen in deutscher und englischer Prosa (1918-1933)
Autor:
EAN: 9783847101659
ISBN: 978-3-8471-0165-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: V & R Unipress GmbH
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 247
Gewicht: 440g
Größe: H244mm x B159mm x T20mm
Jahr: 2014