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Rock, Rinder und die Posaunen der Poesie

  • Kartonierter Einband
  • 498 Seiten
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Im Roman "Rock, Rinder und die Posaunen der Poesie" erinnert sich der Feuilletonredakteur Friedrich an die Zeit, als er ... Weiterlesen
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Beschreibung

Im Roman "Rock, Rinder und die Posaunen der Poesie" erinnert sich der Feuilletonredakteur Friedrich an die Zeit, als er als Neunzehnjähriger Anfang der achtziger Jahre seine alle bisherigen Kategorien sprengende, große Liebe Lena kennengelernt hat. In einer bilderreichen, anarchisch-wilden Sprache schildert er den Dauerrausch ihrer Verliebtheit. Darüber hinaus schreibt er über sein geborgenes und abenteuerliches, aber auch spannungsreiches Leben auf dem Land in Hessen. Im Fokus stehen dabei die Erlebnisse Friedrichs mit seinen Freunden Herbert, Norbert, Kunz und Holger und ihre Verwandlung von braven Schülern zu poetischen, obsessiv nach dem Sinn des Lebens suchenden und subversiven Landhippies, die ungebärdig gegen fast alles und jeden aus der Erwachsenenwelt revoltieren. Eine wichtige Rolle dabei spielt die seelische Befreiung und die Anstiftung zum intensiven Leben durch die Rock- und Folkmusik der Gegenkultur. Auch die Freiheit und Respektlosigkeit der Literatur, der Kunst (Vincent van Gogh) und der modernen Theologie wie auch der Philosophie haben Friedrich und seinen Freunden den Mut zum Protest gegen das erstarrte Bestehende gegeben und sie zu einem freien Leben im Einklang mit ihrer Persönlichkeit und also zu einem ungestüm-poetischen Leben inspiriert.

Autorentext

Frank Helmut Witzel ist 1962 in Bad Hersfeld geboren und auf einem Bauernhof in Haunetal/Stärklos aufgewachsen. Er ist verheiratet mit Iris Dewald und hat in Saarbrücken und Göttingen Germanistik, Theologie und Philosophie studiert. An der Georg-August-Universität Göttingen hat er über Heinrich Böll und Sören Kierkegaard promoviert ('Die Dame im Gruppenbild als christlicher Gegenentwurf zum repressiv-asketischen Traditionsstrang des Christentums'). Er arbeitet als Internet-Redakteur in der Pressestelle der Göttinger Universität. Vor Beginn der Arbeit an seinem Roman 'Rock, Rinder und die Posaunen der Poesie' hat er für das Feuilleton des Göttinger Tageblattes Literaturkritiken geschrieben.



Klappentext

Im Roman "Rock, Rinder und die Posaunen der Poesie" erinnert sich der Feuilletonredakteur Friedrich an die Zeit, als er als Neunzehnjähriger Anfang der achtziger Jahre seine alle bisherigen Kategorien sprengende, große Liebe Lena kennengelernt hat. In einer bilderreichen, anarchisch-wilden Sprache schildert er den Dauerrausch ihrer Verliebtheit. Darüber hinaus schreibt er über sein geborgenes und abenteuerliches, aber auch spannungsreiches Leben auf dem Land in Hessen. Im Fokus stehen dabei die Erlebnisse Friedrichs mit seinen Freunden Herbert, Norbert, Kunz und Holger und ihre Verwandlung von braven Schülern zu poetischen, obsessiv nach dem Sinn des Lebens suchenden und subversiven Landhippies, die ungebärdig gegen fast alles und jeden aus der Erwachsenenwelt revoltieren. Eine wichtige Rolle dabei spielt die seelische Befreiung und die Anstiftung zum intensiven Leben durch die Rock- und Folkmusik der Gegenkultur. Auch die Freiheit und Respektlosigkeit der Literatur, der Kunst (Vincent van Gogh) und der modernen Theologie wie auch der Philosophie haben Friedrich und seinen Freunden den Mut zum Protest gegen das erstarrte Bestehende gegeben und sie zu einem freien Leben im Einklang mit ihrer Persönlichkeit und also zu einem ungestüm-poetischen Leben inspiriert.



Leseprobe
apos;Dann sprachen wir über Herberts Auftritt, aber nicht lange, weil wir uns ja schon über Herberts und meinen Auftritt bereits im Pablo-Neruda-Café unterhalten hatten, zwei Bienen, die sich auf die Blüte dieses Themas setzten, aber bald weiterflogen. Ich sagte, dass ich den Eindruck gehabt habe, dass er auf dem Schulfest noch besser gewesen sei als bei der Veranstaltung im Pablo-Neruda-Café, weil er schon ein bisschen mehr Routine haben würde, seien doch die drei Songs die gleichen, die er auch dort gespielt habe und gerade die Songs habe er noch souveräner gespielt und auch noch inniger, poetischer, vielleicht, und das sagte ich lachend, weil auf dem Schulfest noch mehr Mädels gewesen seien, die er beeindrucken wollte. So, so, sagte Lena etwas lehrerinnenhaft und dann überraschte sie mich so, als würde ich im Hermannsdorfer Freibad einen Delphin in die Luft springen und schwimmen sehen, so als würde aus dem Kappel-Berg, den man von Bullburg als Grenze des Blickes nach Osten sehen konnte, über Nacht der K2 geworden sein, so dass man vor Schreck und vor Staunen und vor wilder Freude umgefallen wäre, ja es war so, als würde an einem Frühlings-Mittag die Sonne plötzlich einen Sonnengesang anstimmen und dabei Sonnengitarre spielen, blendend, suggestiv, ekstatisch und alle Seelen und Geister berührend und durchdringend bis ins kleinste Atom, mit dem - dem Sonnengesang - sie die Menschen davon überzeugen würde, dass wir alle Kinder des liebenden unendlichen Vaters oder der unendlichen Mutter wären und wir nichts anderes im Leben zu tun hätten, als Gott von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst: "Und wen wolltest du bei deinem Auftritt beeindrucken?" - "Äh", ... Pause der Schüchternheit, "dich natürlich", sagte ich und ehe ich mich versah, hatte sie mich umarmt und wir küssten uns, gefühlt ein Jahrtausend, objektiv vielleicht so lange wie zwei langsam gerauchte Zigaretten. So selig überrascht war ich selten in meinem Leben, wahrscheinlich noch nie gewesen. Wir ritten die Rausch-Tänze dichtenden Tiger des Begehrens und der Liebe, lagen in einem Glockenblumen-Boot, das "Lucy in the Sky" in einer Hymne pries, in einem Ozean gelber Schwertlilien und aßen das feurige Chili des Glückrausches, wir Kuss-Delphine schwammen und sprangen an einem schönen Tag in der Südsee der Freude, sprangen auf der Weide des Glücks wie die Rinder am ersten Weidetag nach dem Winter, das, wonach ich mich schon gesehnt hatte, seit ich für Krimhild und die zehn Jahre ältere blonde Nachbarin Helga aus Bullburg geschwärmt hatte, war endlich wahr geworden. Nicht als ein weiblicher Messias erlebte ich sie, aber doch so, als ob jetzt eine Ära anbräche, in der alles, was ich vom Leben zu träumen gewagt hatte, Wirklichkeit geworden war, eine spirituelle, Körper-Seele und Geist umfassende Glückseligkeit, nun, da ich von ihr schon das größte seelisch-geistige Verständnis erfahren hatte, das sich damals für mich denken und fühlen ließ, wobei ein Anteil, den ich damals naturgemäß nicht durchschaute, eine gigantische, Himalayas auftürmende Projektion war, sie, die für mich einen christlichen Glauben verkörperte, der Sinnlichkeit nicht verhindert, sondern in den Stand eines zu preisenden Gottesgeschenks erhob, sie, die meine tiefsten seelischen Regungen zu kennen schien, seien es nun prügelnde Schwarz-Keller der Verzweiflung oder die Spiegeleier der Freude bratenden Stoppelfelder des Spätsommers, dass sie unbeschwerte und überbordende Freude kannte, so ähnlich wie ich sie erlebte, wenn ich als kleiner Junge im Hochsommer einmal nach Hermannsdorf ins Schwimmbad durfte oder die ich viel öfter noch erlebte, wenn ich in das kleine Betonschwimmbad bei meinem Onkel Justus gehen durfte oder die überbordende Freude auf Partys, wenn man abrockte und in die Sphäre der Bisons über die Prärie donnernden und die Luft anzündenden Ekstase erlebte, dass

Produktinformationen

Titel: Rock, Rinder und die Posaunen der Poesie
Autor:
EAN: 9783955440091
ISBN: 978-3-95544-009-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Kinzel, Manuela Verlagsgr
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 498
Gewicht: 716g
Größe: H210mm x B151mm x T41mm
Veröffentlichung: 11.03.2014
Jahr: 2014
Auflage: 1. Auflage
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