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Wie Jugendämter entscheiden

  • Kartonierter Einband
  • 140 Seiten
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Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Christian SchrapperDie Hilfen zur Erziehung unterlagen spätestens seit der Heimrevolte der sieb... Weiterlesen
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Beschreibung

Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Christian Schrapper

Die Hilfen zur Erziehung unterlagen spätestens seit der Heimrevolte der siebziger Jahre einem Wandel, der sich u. a. durch eine Differenzierung der Hilfeformen kennzeichnen lässt. Während die kommunale Jugendhilfe bspw. in den sechziger Jahren noch weitgehend eingriffsorientiert agierte und in der Folge Heimerziehung und Vollzeitpflege die maßgeblichen Hilfeformen waren, v- suchen sich die handelnden Institutionen seit einigen Jahren mit dem Einsatz ambulanter und teilstationärer Hilfen bei den Familien und in deren Umfeld zu etablieren. Nicht zuletzt die bereits seit einiger Zeit im Hinblick auf den Kindesschutz geführte Diskussion verleiht der Frage nach der richtigen Hilfe neue Aktualität. Die Gründe für die je nach Jugendamtsbezirk unterschiedliche Inanspru- nahme einzelner Hilfeformen sind seit jeher Anlass für Kontroversen. Als maßgeblich werden insbesondere die Lebenslagen der Familien, bestehende Angebotsstrukturen der Jugendhilfe, demographische Aspekte sowie Arbei- weisen und Arbeitsbedingungen der Jugendämter bewertet. Der Hinweis auf Arbeitsprozesse und -strukturen des kommunalen Jugendamtes ermöglicht Aufmerksamkeit für die zentrale Funktion dieser Institution in Fragen der Gewährung von Hilfen zur Erziehung. Äußeres Kennzeichen sind u. a. die dort zu treffenden Entscheidungen im Einzelfall. Hier setzt Frank Egers Untersuchung ein. Das vorliegende Buch zeichnet das Porträt einer in Bewegung geratenen Institution, die vielfältige Änderungen ihrer Wissensbestände vollzieht und damit zu einem veränderten Entscheidun- verhalten gelangt. Indem die Untersuchung systematisch nach den Durchsetzungsbedingungen für das Entscheidungsverhalten des kommunalen Jugendamtes fragt, geht sie über eine vordergründige Praxisbeschreibung weit hinaus. Die Veränderung der organisationalen Wissensbestände wird auf der Grundlage einer fundierten em- rischen Analyse von Datenmaterial beschrieben.

Autorentext
Dr. Frank Eger promovierte bei Prof. Dr. Christian Schrapper am Fachbereich Bildungswissenschaften der Universität Koblenz-Landau und ist als Referatsleiter für Kindertagesbetreuung, Jugendarbeit und Jugendhilfeplanung bei einem kommunalen Jugendamt tätig.

Klappentext
Die Entscheidungspraxis der Jugendämter im Hinblick auf erzieherische Hilfen wird sowohl in der medialen Öffentlichkeit als auch in der Jugendhilfe kontrovers diskutiert. Der Fokus bisheriger Untersuchungen zum Thema war vornehmlich auf sozialstrukturelle Verhältnisse, Angebotsstrukturen und demografische Merkmale gerichtet. Demgegenüber wurde den Bedingungen der Entscheidungsproduktion in den Jugendämtern selbst eine eher sekundäre Bedeutung beigemessen. Frank Eger fragt systematisch nach den Definitions- und Durchsetzungsbedingungen für die Gewährungspraxis in einem kommunalen Jugendamt. Er legt eine sozialwissenschaftliche Organisationsanalyse vor, die versucht, den Wandlungen eines kommunalen Jugendamtes soziologisch auf die Spur zu kommen.

Inhalt
Inanspruchnahmen von Hilfen zur Erziehung in einem Landkreis - Theorien des Jugendamtes - Lernprozesse eines kommunalen Jugendamtes: Entdeckung eigener Steuerungspotentiale, Arbeit an Systemgrenzen, Integration

Produktinformationen

Titel: Wie Jugendämter entscheiden
Untertitel: Ursachen einer veränderten Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung
Autor:
EAN: 9783531161877
ISBN: 978-3-531-16187-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaft
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 140
Gewicht: 203g
Größe: H212mm x B150mm x T12mm
Jahr: 2008