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Deutschpop halt's Maul!

  • Kartonierter Einband
  • 110 Seiten
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Fremdwerden in der eigenen Sprache Popmusik auf Deutsch war lange Zeit undenkbar. Denn Popkultur war das vielleicht wichtigste Ree... Weiterlesen
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Beschreibung

Fremdwerden in der eigenen Sprache Popmusik auf Deutsch war lange Zeit undenkbar. Denn Popkultur war das vielleicht wichtigste Reeducation-Programm, das die Alliierten den Deutschen auflegten. Sie überschrieb die deutsche Kultur und entfremdete die Kids von Scholle und Volksgemeinschaft. Erst mit Punk entstanden deutsche Texte, die sich zur Kolonialisiertheit durch Pop bekannten. Und als aus der guten alten BRD wieder hässliches neues Deutschland geworden war, verstärkten Bands wie Kolossale Jugend oder die frühen Blumfeld (nicht zu verwechseln mit den späten) die Dissonanzen. Ihre Sperrigkeit war eine Abfuhr ans neu verordnete Wir-Gefühl. Aber in ihrem Windschatten entstand eine neue Generation, die endlich ganz unverkrampft deutsch singen wollte. Tomte, Kettcar oder Klee sangen (noch ...) nicht für Deutschland, aber ihr kleinbürgerlicher Gemütsindiepop passte gut zum Entkrampfungsbefehl der Berliner Republik. An das, was dafür aufgegeben wurde, will Frank Apunkt Schneider erinnern, indem er vom "Fremdwerden in der eigenen Sprache" (NDW) erzählt, von der Materialästhetik der Verkrampfung (Hamburger Schule), von der unglaublich seltsamen Unmöglichkeit deutscher Popaffirmation (Schlager) und natürlich von der Hässlichkeit des Unverkrampften.

Autorentext

Frank Apunkt Schneider ist unfreier Künstler, Autor und selbsternannter Poptheoretiker, Mitherausgeber der testcard, Redakteur bei Skug und außerdem der deutsche Außenposten der Kulturbewegung monochrom (www.monochrom.at).



Klappentext

Popmusik auf Deutsch war lange Zeit undenkbar. Denn Popkultur war das vielleicht wichtigste Reeducation-Programm, das die Alliierten den Deutschen auflegten. Sie überschrieb die deutsche Kultur und entfremdete die Kids von Scholle und Volksgemeinschaft.

Erst mit Punk entstanden deutsche Texte, die sich zur Kolonialisiertheit durch Pop bekannten. Und als aus der guten alten BRD wieder hässliches neues Deutschland geworden war, verstärkten Bands wie Kolossale Jugend oder die frühen Blumfeld (nicht zu verwechseln mit den späten) die Dissonanzen. Ihre Sperrigkeit war eine Abfuhr ans neu verordnete Wir-Gefühl. Aber in ihrem Windschatten entstand eine neue Generation, die endlich ganz unverkrampft deutsch singen wollte. Tomte, Kettcar oder Klee sangen (noch ...) nicht für Deutschland, aber ihr kleinbürgerlicher Gemütsindiepop passte gut zum Entkrampfungsbefehl der Berliner Republik.

An das, was dafür aufgegeben wurde, will Frank Apunkt Schneider erinnern, indem er vom "Fremdwerden in der eigenen Sprache" (NDW) erzählt, von der Materialästhetik der Verkrampfung (Hamburger Schule), von der unglaublich seltsamen Unmöglichkeit deutscher Popaffirmation (Schlager) und natürlich von der Hässlichkeit des Unverkrampften.

Produktinformationen

Titel: Deutschpop halt's Maul!
Untertitel: Für eine Ästhetik der Verkrampfung
Autor:
EAN: 9783955750305
ISBN: 978-3-95575-030-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Ventil Verlag
Genre: Musik
Anzahl Seiten: 110
Gewicht: 145g
Größe: H195mm x B130mm x T17mm
Veröffentlichung: 01.07.2015
Jahr: 2015
Auflage: 2. Aufl.