Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Organisierte Interessenvertretung in Deutschland und Österreich: Die Gewerkschaften und Arbeitsbeziehungen seit den 1990er Jahren im Vergleich

  • Kartonierter Einband
  • 60 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
Die spezifische Untersuchung der österreichischen und deutschen Verbandssysteme mag zunächst durch die Ähnlichkeiten hinsichtlich ... Weiterlesen
20%
36.90 CHF 29.50
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 4 bis 5 Werktagen.

Beschreibung

Die spezifische Untersuchung der österreichischen und deutschen Verbandssysteme mag zunächst durch die Ähnlichkeiten hinsichtlich ihrer institutionellen Ordnung, Geschichte und Kultur nicht sinnvoll erscheinen, jedoch können die Unterschiede im Detail gerade im Bereich der Arbeitsbeziehungen mit Schwerpunkt auf den Gewerkschaften hervorragend durch das Most Similar Case -Design herausgearbeitet werden. Aus Gründen der historischen Entwicklung ist es nahliegend, die deutsche Wiedervereinigung als Startpunkt der Untersuchung zu wählen, da die 1990er Jahre sowohl in Deutschland als auch in Österreich bedeutende Veränderungen brachten. Beide Staaten verfügen über einen großen Gewerkschaftsbund, der jedoch in Österreich stärker als in Deutschland selbst tätig und weniger bloßer Dachverband ist. Darüber hinaus werden die Unterschiede im Grad der Inkorporation der Institutionen offengelegt, in dem Österreich ebenfalls eine große Bandbreite an Einrichtungen zu bieten hat. Die Auswirkungen auf die Phänomene der Arbeitsbeziehungen werden beleuchtet und gegenübergestellt, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich werden.

Autorentext

Bernd Frederik Fertig wurde 1986 in Würzburg geboren. 2012 schloss er den Studiengang 'Political and Social Studies' an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit der Verleihung des akademischen Grades B.A. ab. Seit 2012 studiert er den Masterstudiengang 'Politikwissenschaftliche Demokratiestudien - Demokratie und Globalisierung' an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald.



Klappentext

Die spezifische Untersuchung der österreichischen und deutschen Verbandssysteme mag zunächst durch die Ähnlichkeiten hinsichtlich ihrer institutionellen Ordnung, Geschichte und Kultur nicht sinnvoll erscheinen, jedoch können die Unterschiede im Detail gerade im Bereich der Arbeitsbeziehungen mit Schwerpunkt auf den Gewerkschaften hervorragend durch das 'Most Similar Case'-Design herausgearbeitet werden. Aus Gründen der historischen Entwicklung ist es nahliegend, die deutsche Wiedervereinigung als Startpunkt der Untersuchung zu wählen, da die 1990er Jahre sowohl in Deutschland als auch in Österreich bedeutende Veränderungen brachten. Beide Staaten verfügen über einen großen Gewerkschaftsbund, der jedoch in Österreich stärker als in Deutschland selbst tätig und weniger bloßer Dachverband ist. Darüber hinaus werden die Unterschiede im Grad der Inkorporation der Institutionen offengelegt, in dem Österreich ebenfalls eine große Bandbreite an Einrichtungen zu bieten hat. Die Auswirkungen auf die Phänomene der Arbeitsbeziehungen werden beleuchtet und gegenübergestellt, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich werden.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 3, Der Fall Deutschland: Für die weitere Untersuchung der Interessenvertretung, insbesondere der Gewerkschaften, soll hier nur zunächst das deutsche Verbändesystem, speziell die Arbeitsbeziehungen, erläutert werden. Dazu werden zu Beginn die unterschiedlichen Akteure erläutert, wobei sinnvollerweise der Schwerpunkt bei den Gewerkschaften liegen wird. Nichtsdestotrotz sollen die Strukturen der Arbeitgeberverbände beschrieben werden. Insbesondere der Deutsche Gewerkschaftsbund und eine Auswahl dort organisierter Fachgewerkschaften soll in der Folge genauer betrachtet und auf die spezifische Rolle in den Arbeitsbeziehungen untersucht werden. Ebenfalls wird eine Einordnung des deutschen Systems von Verbänden und Staat erfolgen sowie in diesem Zusammenhang eine Reihe von korporatistischen Mustern in der Bundesrepublik vorgestellt werden. 3.1, Allgemeine Akteure der Wirtschafts- und Arbeitsbeziehungen: In Deutschland finden sich zahllose Interessenverbände und Lobbygruppen, die bemüht sind, die Interessen ihrer Mitglieder in den politischen Prozess einzubringen oder sich im Sinne des vermeintlichen Gemeinwohls zu engagieren, hierzu zählen also auch Umweltschutz- oder Wohlfahrtsverbände. Insgesamt kann von ca. 4.000 Verbänden in der Bundesrepublik ausgegangen werden, also einer Anzahl und Vielfalt, die unmöglich in ihrer Gesamtheit erfasst und Zusammengefasst beschrieben werden kann. Für die Betrachtung der Arbeitsbeziehungen genügt es, das Feld von Interessenvertretungen aus dem Bereich der Ökonomie näher zu beleuchten. Dazu zählen immerhin rund 1.000 Verbände, welche sich im Jahr 1994 in der vom Deutschen Bundestag geführten Lobbyliste registriert hatten. Für die Arbeitsbeziehungen eine wesentliche Rolle spielen dabei in Deutschland zuvorderst die Gewerkschaften als wichtigste Vertreter der Arbeitnehmer und die Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände als Organisationen der Kapitalseite. Auf diese soll im Folgenden eingegangen werden, um später eventuelle deutsche Besonderheiten herausstellen zu können. Die beiden anderen Akteure der traditionellen großen vier in Deutschland, die Kirchen und Bauernvereinigungen, können hier vor allem wegen ihres inzwischen relativ geringen Einflusses auf die Arbeitsbeziehungen, außen vor gelassen werden. 3.1.1, Unternehmerverbände: Unternehmerverbände vertreten im System der organisierten Interessen in der Bundesrepublik Deutschland die Belange der Wirtschaft, also der Arbeitgeberseite. Allerdings sind die Unternehmerverbände keineswegs einheitliche Organisationen, welche sich den umfangreichen Interessen im Ganzen annehmen, vielmehr findet man in Deutschland eine starke Ausdifferenzierung der Arbeitsbereiche vor. Auffällig ist hier zunächst die Organisationsform der 80 regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK), welche als öffentlich-rechtlich gestützte Einrichtungen eindeutig den umfassendsten Charakter unter den Unternehmerverbänden aufweisen. Sämtliche Unternehmen der Wirtschaft, freie Berufsgruppen, aber auch Betriebe aus Handwerk und Landwirtschaft sind zwangsweise Mitglied der jeweiligen regionalen Kammer. Überregional organisieren sich die Industrie- und Handelskammern in 16 Landeskammern, die sich den deutschen Bundesländern entsprechend zuordnen. Diese Zusammenschlüsse auf Landesebene nehmen zusammen mit den regionalen Kammern zahlreiche Aufgaben in Feldern wie der Berufsausbildung und lokaler Interessenvertretung wahr. Die einzelnen IHKs sind im Gegensatz zu den Landesorganisationen im DIHK, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag, der bis zum Jahr 2001 den Namen Deutscher Industrie- und Handelstag (DIHT) trug, zusammengefasst. In seinem Selbstverständnis ist der DIHK die Vertretungsinstanz aller selbstständigen IHKs auf Bundesebene, aber auch in der Öffentlichkeit sowie in gerichtlichen Fragen. Die Hauptorgane der DIHK sind die Vollversammlung aller Mitgliedskammern als höchster Instanz, einem Präsidenten sowie

Produktinformationen

Titel: Organisierte Interessenvertretung in Deutschland und Österreich: Die Gewerkschaften und Arbeitsbeziehungen seit den 1990er Jahren im Vergleich
Autor:
EAN: 9783958201880
ISBN: 978-3-95820-188-0
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Bachelor + Master Publishing
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 60
Gewicht: 111g
Größe: H218mm x B154mm x T7mm
Jahr: 2014
Auflage: Erstauflage