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Altgläubige zwischen Aufbruch und Apokalypse

  • Kartonierter Einband
  • 304 Seiten
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Das vorliegende Buch erzählt die Geschichte eines ganz besonderen Dorfes. Bol S oj Kunalej liegt im südöstlichen Sibirien, unweit ... Weiterlesen
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Beschreibung

Das vorliegende Buch erzählt die Geschichte eines ganz besonderen Dorfes. Bol S oj Kunalej liegt im südöstlichen Sibirien, unweit der mongolischen Grenze. Gegründet von Altgläubigen, einer russisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft ausserhalb der Staatskirche, wuchs es rasch und zählte um 1900 bereits 5000 Einwohner, mehr als eine russische Kleinstadt. Die Religion bestimmte das Leben und führte zur Abgrenzung gegenüber der Aussenwelt. Dennoch wurde auch es vom Strudel der Ereignisse erfasst, die das Russische Reich nach 1914 auf den Kopf stellten. Der Erste Weltkrieg, Februar- und Oktoberrevolution 1917, die Besetzung durch den Kosakenatamanen Semjonov und schliesslich die Machtübernahme der Bolschewiki schufen grundsätzlich neue Bedingungen. Wie wirkten sich diese auf die Verwaltung, Wirtschaftsweise und religiöse Praxis der Bewohner aus? Die Autorin beantwortet diese Frage mit einer Fülle noch kaum bekannter Archivmaterialien und Tonbandinterviews. Es entsteht das Bild einer Dorfgesellschaft in einer Zeit des Umbruchs, aus altgläubiger Sicht einer Zeit der "Apokalypse".

Klappentext

Das vorliegende Buch erzählt die Geschichte eines ganz besonderen Dorfes. Bol'S oj Kunalej liegt im südöstlichen Sibirien, unweit der mongolischen Grenze. Gegründet von Altgläubigen, einer russisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft ausserhalb der Staatskirche, wuchs es rasch und zählte um 1900 bereits 5000 Einwohner, mehr als eine russische Kleinstadt. Die Religion bestimmte das Leben und führte zur Abgrenzung gegenüber der Aussenwelt. Dennoch wurde auch es vom Strudel der Ereignisse erfasst, die das Russische Reich nach 1914 auf den Kopf stellten. Der Erste Weltkrieg, Februar- und Oktoberrevolution 1917, die Besetzung durch den Kosakenatamanen Semjonov und schliesslich die Machtübernahme der Bolschewiki schufen grundsätzlich neue Bedingungen. Wie wirkten sich diese auf die Verwaltung, Wirtschaftsweise und religiöse Praxis der Bewohner aus? Die Autorin beantwortet diese Frage mit einer Fülle noch kaum bekannter Archivmaterialien und Tonbandinterviews. Es entsteht das Bild einer Dorfgesellschaft in einer Zeit des Umbruchs, aus altgläubiger Sicht einer Zeit der «Apokalypse».



Zusammenfassung
Das vorliegende Buch erzählt die Geschichte eines ganz besonderen Dorfes. Bol'S?oj Kunalej liegt im südöstlichen Sibirien, unweit der mongolischen Grenze. Gegründet von Altgläubigen, einer russisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft ausserhalb der Staatskirche, wuchs es rasch und zählte um 1900 bereits 5000 Einwohner, mehr als eine russische Kleinstadt. Die Religion bestimmte das Leben und führte zur Abgrenzung gegenüber der Aussenwelt. Dennoch wurde auch es vom Strudel der Ereignisse erfasst, die das Russische Reich nach 1914 auf den Kopf stellten. Der Erste Weltkrieg, Februar- und Oktoberrevolution 1917, die Besetzung durch den Kosakenatamanen Semjonov und schliesslich die Machtübernahme der Bolschewiki schufen grundsätzlich neue Bedingungen. Wie wirkten sich diese auf die Verwaltung, Wirtschaftsweise und religiöse Praxis der Bewohner aus? Die Autorin beantwortet diese Frage mit einer Fülle noch kaum bekannter Archivmaterialien und Tonbandinterviews. Es entsteht das Bild einer Dorfgesellschaft in einer Zeit des Umbruchs, aus altgläubiger Sicht einer Zeit der 'Apokalypse'.

Inhalt
1. Einleitung 1.1. Fragestellung und Methode 1.2. Quellen 1.3. Forschungslage 1.4. Gliederung 1.5. Wiedergabe kyrillischer Buchstaben 1.6. Dank 2. Wurzeln altgläubiger Identität 2.1. Glaubensspaltung 2.2. Dorfgründung 2.3. Fleiss und Anpassungsfähigkeit 2.4. Dialekt und Brauchtum 3. Dorfstruktur vor dem Ersten Weltkrieg 3.1. Die Dorfverwaltung 3.2. Die Dorfwirtschaft 3.3. Glaubensleben 4. Kriegsjahre (19141921) 4.1. Der 'Deutsche' Krieg 4.2. Revolutionen 4.3. Dorfverwaltung unter Semenov 4.4. Das Ende des Bürgerkriegs 4.5. Aufbau sowjetischer Strukturen in der 'Fernöstlichen Republik' 4.6. Fazit: Das Dorf 19141923 5. Bol'oj Kunalej während der Neuen Ökonomischen Politik (19231928) 5.1. Die Dorfpartei 5.2. Dorfverwaltung 5.3. Religion und 'Aufklärung' 5.4. Wirtschaft 5.5. Fazit der 1920er Jahre: Das Ende der Neuen Ökonomischen Politik 6. Die 'grosse Wende' 1929/30 6.1. Getreidebeschaffung 6.2. Stufenweiser Übergang zur 'sozialistischen Landwirtschaft' 6.3. Der Kampf gegen die Religion 7. Schlussfolgerungen und Ausblick 8. Anhang 8.1. Anzahl Bewohner und Höfe in Bol'oj Kunalej 8.2. Glossar

Produktinformationen

Titel: Altgläubige zwischen Aufbruch und Apokalypse
Untertitel: Religion, Verwaltung und Wirtschaft in einem ostsibirischen Dorf (19001930er Jahre)
Autor:
EAN: 9783034010498
ISBN: 978-3-0340-1049-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Chronos
Genre: Regional- und Ländergeschichte
Anzahl Seiten: 304
Gewicht: 500g
Größe: H229mm x B158mm x T23mm
Jahr: 2011
Auflage: 05.2011