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Oderstädtchen

  • Kartonierter Einband
  • 161 Seiten
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Das Oderstädtchen ist die erste Stadt an der jungen Oder im Kuhländchen in Sudetenschlesien. Der Name der kleinen Stadt war Odrau ... Weiterlesen
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Beschreibung

Das Oderstädtchen ist die erste Stadt an der jungen Oder im Kuhländchen in Sudetenschlesien. Der Name der kleinen Stadt war Odrau und sie wurde jahrhundertelang von deutschen Menschen bewohnt. Seit dem Ende des Krieges im Jahre 1945 heißt sie Odry und ihre Bevölkerung ist jetzt tschechisch, nachdem 1946 die deutschen Bewohner ihre Heimat verlassen mussten. Als sich im Juli 1946 auf dem Odrauer Bahnhof der Güterzug in Bewegung setzte, um uns in eine ungewisse Zukunft zu bringen, wusste ich, dass dies für mich nicht der endgültige Abschied von Odrau sein konnte. "Ich komme wieder, und wenn es 20 Jahre dauern sollte", versprach ich mir selbst. Ich war damals 16Jahre alt. Doch zunächst galt es in der neuen Heimat erwachsen zu werden. Das war nicht leicht nach der Entwurzelung. Auf einen verzweifelten Brief antwortete Herr Böhm, unser Odrauer Schuldirektor: "Heimat ist auch da, wo man arbeitet, wo man erfolgreich ist!" Er wollte uns jungen Menschen Mut machen. Aber Heimat ist vor allen Dingen auch dort, wo man geboren wurde, wo man seine Jugendzeit verbracht hat, wo die Vorfahren gelebt haben. Und diese Heimat wollte ich wiedersehen. Erst 20 Jahre nach der Vertreibung konnte ich mir den Wunsch erfüllen. Alles was ich dann bei dieser Heimkehr empfand, drückt das erste Gedicht dieses Büchleins aus. Es wurde zum Auftakt aller folgenden Beiträge, die im "Heimatbrief der Stadt Odrau und Umgebung" und im Heimatheft "Alte Heimat Kuhländchen" veröffentlicht wurden. Nach jedem weiteren Besuch öffneten sich in mir Türen, die lange Zeit verschlossen waren. Ich habe mir die Heimat der Jugendzeit schreibend zurückerobert. Ein Teil der Gedichte ist in Odrauer Mundart geschrieben, wie ich sie in den Straßen und Geschäften der Stadt hörte. Zum besseren Verstehen ist am Ende des Buches ein Mundartwörter-Verzeichnis angefügt. Mögen die Gedichte so manche Erinnerung wecken und bei den Jüngeren die Neugierde auf die verlorene Heimat ihrer Ahnen wachrufen.

Autorentext

Erika Neumann kam am 29. November 1929 als älteste Tochter des Schmiedemeisters Franz Rabel und seiner Frau Emilie, geborene Müller, in Odrau in der Weißkirchner Straße Nr. 14 zur Welt. Sie besuchte zunächst die Klosterschule bis zur 4.Klasse und danach die Bürgerschule (die spätere Hauptschule) bis zur Mittleren Reife. Ihren Berufswunsch "Lehrerin" konnte sie durch die Vertreibung nicht verwirklichen. Nachdem die achtköpfige Familie in Nordbaden eine neue Heimat gefunden hatte, besuchte Erika die Höhere Handelsschule in Schwetzingen. Bei ihrer darauf folgenden Tätigkeit als kaufmännische Angestellte in der Zuckerfabrik Waghäusel lernte sie ihren späteren Mann kennen. Ihm folgte sie 1955, unmittelbar nach der Heirat, an seine neue Wirkungsstätte im oberfränkischen Bamberg. Dort kamen ihre beiden Söhne zur Welt. Ihre endgültige Heimat fand die Familie Neumann - berufsbedingt - jedoch ab 1966 in Fürth/Bayern, wo sie bis heute lebt.



Klappentext

Das Oderstädtchen ist die erste Stadt an der jungen Oder im Kuhländchen in Sudetenschlesien. Der Name der kleinen Stadt war Odrau und sie wurde jahrhundertelang von deutschen Menschen bewohnt. Seit dem Ende des Krieges im Jahre 1945 heißt sie Odry und ihre Bevölkerung ist jetzt tschechisch, nachdem 1946 die deutschen Bewohner ihre Heimat verlassen mussten. Als sich im Juli 1946 auf dem Odrauer Bahnhof der Güterzug in Bewegung setzte, um uns in eine ungewisse Zukunft zu bringen, wusste ich, dass dies für mich nicht der endgültige Abschied von Odrau sein konnte. "Ich komme wieder, und wenn es 20 Jahre dauern sollte", versprach ich mir selbst. Ich war damals 16Jahre alt. Doch zunächst galt es in der neuen Heimat erwachsen zu werden. Das war nicht leicht nach der Entwurzelung. Auf einen verzweifelten Brief antwortete Herr Böhm, unser Odrauer Schuldirektor: "Heimat ist auch da, wo man arbeitet, wo man erfolgreich ist!" Er wollte uns jungen Menschen Mut machen. Aber Heimat ist vor allen Dingen auch dort, wo man geboren wurde, wo man seine Jugendzeit verbracht hat, wo die Vorfahren gelebt haben. Und diese Heimat wollte ich wiedersehen. Erst 20 Jahre nach der Vertreibung konnte ich mir den Wunsch erfüllen. Alles was ich dann bei dieser Heimkehr empfand, drückt das erste Gedicht dieses Büchleins aus. Es wurde zum Auftakt aller folgenden Beiträge, die im "Heimatbrief der Stadt Odrau und Umgebung" und im Heimatheft "Alte Heimat Kuhländchen" veröffentlicht wurden. Nach jedem weiteren Besuch öffneten sich in mir Türen, die lange Zeit verschlossen waren. Ich habe mir die Heimat der Jugendzeit schreibend zurückerobert. Ein Teil der Gedichte ist in Odrauer Mundart geschrieben, wie ich sie in den Straßen und Geschäften der Stadt hörte. Zum besseren Verstehen ist am Ende des Buches ein Mundartwörter-Verzeichnis angefügt. Mögen die Gedichte so manche Erinnerung wecken und bei den Jüngeren die Neugierde auf die verlorene Heimat ihrer Ahnen wachrufen.

Produktinformationen

Titel: Oderstädtchen
Untertitel: Gedichte aus Odrau und dem Kuhländchen
Autor:
EAN: 9783873365353
ISBN: 978-3-87336-535-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Hess, Gerhard Verlag
Genre: Lyrik & Dramatik
Anzahl Seiten: 161
Gewicht: 372g
Größe: H211mm x B154mm x T18mm
Veröffentlichung: 01.04.2015
Jahr: 2015