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Leider ist die Welt kein Märchen

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Erika Heyde war viele Jahre Lehrerin in Osnabrück und Umgebung, Lehrebeauftragte im Fach Deutsch an der Uni Osnabrück. ... Weiterlesen
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Beschreibung

Autorentext

Erika Heyde war viele Jahre Lehrerin in Osnabrück und Umgebung, Lehrebeauftragte im Fach Deutsch an der Uni Osnabrück. Neben dem Schreiben entdeckte sie das Malen als Ausdrucksform zur Reflexion ihres Verhältnisses zur Wirklichkeit. Ihre Doktorarbeit schrieb sie über ein Werk von Annette Droste-Hülshoff.



Klappentext

Erika Heydes Schreiben liegt nun endlich in einer gesammelten Ausgabe vor. In ihr verdeutlicht sich die Vielschichtigkeit des erzählerischen und lyrischen Schaffens der Autorin, inhaltlich und auch formal.
Die Ansätze ihres literarischen Wirkens schöpft sie dabei aus der alltäglichen Begegnung mit Menschen und der Auseinandersetzung mit realen Situationen des Lebens. In den beiden längeren Prosabeiträgen Lehrerkollegium und Krämerseelen schaut sie in der Mosaiktechnik, in der jeweils Figuren eines Ganzen in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt werden, hinter das nach außen sichtbare Handeln der Beteiligten. Was sind ihre wirklichen Beweggründe, wie verweben sich diese tatsächlichen Handlungsabsichten der Protagonisten miteinander.
Das Lehrerkollegium zeigt sich so als ein heterogenes Gebilde von Individuen, das, jeweils getragen von privaten Handlungsintentionen (seien es partnerschaftliche Interessen oder Auseinandersetzung mit individuellen Problemlagen), zu einem oberflächlichen Mitei-nander pädagogischen Handelns gelangt.
Die Krämerseelen erfassen die unmittelbare Nach-kriegssituation in einer norddeutschen Stadt. Anläss-lich eines Balls der städtischen Kaufleute und der mit ihnen in Beziehung stehenden kleinen Leute verdeutlicht sich ein Gewebe individueller Interessenslagen, das zum Motor städtisch-gesellschaftlicher Entwicklung wird. Nicht politische Theorien bestimmen die weitere Entwicklung, vielmehr die private Zielsetzung des Einzelnen, die sehr unterschiedlicher Art ist. Sie reicht vom chauvinistischen Vergnügungsgehabe einiger Wohlhabender bis hin zur verzweifelten Abwehr des völligen Untergangs von Vertriebenen.
Eine besondere Stärke der Autorin liegt genau in die-sem Erfassen der Handlungsabsichten. Dies verdeut-licht sich vor allem in den kurzen Prosaskizzen. Situative Begegnungen mit Menschen, die ergreifen, nachdenklich stimmen, auch durchaus karikieren und entlarven, unsere Sichtweise auf andere Menschen verändern können. In diesen Prosaskizzen wird auch viel von der Autorin selber ersichtlich, vor allem die durch Begegnungen in der Kindheit geprägte tiefe Verbundenheit mit der Natur und ein großes Verlangen nach einem Einklang von Mensch und Natur in seiner ganzen Tiefe.
Durchweg heiterer ist die Lyrik der Autorin angelegt. Hier spielt sie mit Sichtweisen, Situationen, gesell-schaftlichen Konventionen, karikiert Verhalten, ohne dabei je zu verletzen, stellt in Frage und macht auf-merksam.

Prosa und Lyrik der Autorin sind aufgrund ihrer sprachlichen Gestaltung und ihrer Nähe zur Wirklichkeit, ihrer genauen Beobachtung gesellschaftlicher Realität nicht nur ein Lesevergnügen, sie geben auch Impulse zum Überprüfen eigenen Verhaltens, eigener Sichtweisen, ohne dabei zu moralisieren oder Handlungsverände-rungen beim Leser erzwingen zu wollen. Ihre eigene Suche nach der Harmonie zwischen Mensch und Natur begleitet unsere eigenen Sehnsüchte, un-terstützt uns in unserem eigenen Verlangen.

Produktinformationen

Titel: Leider ist die Welt kein Märchen
Untertitel: Gedichte und kurze Prosa
Autor:
EAN: 9783866853690
ISBN: 978-3-86685-369-0
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Geest-Verlag GmbH
Genre: Romane & Erzählungen
Gewicht: 346g
Größe: H205mm x B138mm x T18mm
Jahr: 2012