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Das Märchen ist zu Ende

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quot;Ich finde es unanständig, vorsichtig zu leben, ich kann es nicht." schrieb Emmy Hennings 1928 als eine der der schillern... Weiterlesen
CHF 36.90
Neuauflage/Nachdruck. Termin bisher unbekannt.

Beschreibung

quot;Ich finde es unanständig, vorsichtig zu leben, ich kann es nicht." schrieb Emmy Hennings 1928 als eine der der schillerndsten Frauenfiguren der Moderne.Rastlos, heimatlos, vielseitig begabt, naiv, melancholisch und stets selbstreflektierend verdichtete sie ihr Leben als Tänzerin, Schauspielerin, Dichterin, Autorin (u.a. für den Simplicissimus), Morphinistin, Gelegenheitsprostituierte, Revoluzzerin und früher Bohemien zwischen Berlin, München und Zürich in einer schieren Sucht nach Leben als Abenteuer.Als Gefährtin und oftmals Geliebte vieler Künstler, u.a. Erich Mühsam, Joachim Ringelnatz, Johannes R. Becher, Ernst Bloch, Georg Heym, Kurt Wolff und Walter Benjamin legt sie an der Seite Hugo Balls mit der Gründung des "Cabaret Voltaire" in Zürich den Grundstein zur Schaffung des Dadaismus und findet erst Ruhe in der späten Freundschaft zu Hermann Hesse, ihrer selbstgewählten Heimat im Schweizer Tessin und der Zuwendung zum katholischen Glauben.Auf drei CDs vollzieht der Hamburger Regisseur und Künstler Karmers unter Mitarbeit von 15 Sprechern eine fragmentarische Annäherung an das "Verdichtungswunder" Emmy Hennings in einer Collage aus Texten, Prosa, Lyrik und Briefen von und über Emmy Hennings.

Autorentext

Emmy Hennings (eigentl. Emma Maria Cordes) wird am 17. Februar 1885 als Tochter des Taklers Ernst Friedrich Matthias Cordsen und dessen Frau Anna Dorothea geboren. In ärmlichen Verhältnissen aufwachsend, arbeitet Emmy Hennings nach dem Besuch der Volksschule als Dienstmädchen und Kellnerin. 1904 heiratet die knapp 19-jährige den Schriftsetzer und Laienschauspieler Joseph Paul Hennings und tingelt als Vortragskünstlerin durch Deutschland. Der gemeinsame, bei den Großeltern lebende Sohn Joseph stirbt 1905. Nach der Scheidung zieht Emmy Hennings als Schauspielern und Hausiererin durch das In- und Ausland (u.a. Odessa, Moskau, Budapest).

Ab 1908 taucht Emmy Hennings in die Zentren des aufkommenden Expressionismus in Berlin und München ein. Sie arbeitet als Diseuse, in Künstlerkabaretts (u.a. Simplizissimus), Modell, Straßensängerin und Gelegenheitsprostituierte, konsumiert verschiedenste Drogen, ist kurzzeitig inhaftiert und hat als "erotisches Genie" (Erich Mühsam) zahlreiche Affairen u,.a. mit Johannes R. Becher und Jakob van Hoddis. 1909 trennt sich Emmy Hennings von ihrem zeitweiligen Partner und Zuhälter Ferdinand Hardekopf und tritt u.a. in Berlin gemeinsam mit Claire Waldoff auf. Sie schreibt erste Gedichte.

Ab 1914 arbeitet sie für die Zeitschrift Simplicissimus, wird aber als zu freigeistig noch im selben Jahr gekündigt. Mit Hugo Ball, der Emmy Hennings an die Münchner Kammerspiele geholt hat, emigrieren beide 1915 in die Schweiz. Zusammen mit Sophie Taeuber, Jean Arp, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco u.a. gründen sie in Zürich das "Cabaret Voltaire", die Geburtsstätte des Dadaismus, später, um der bildenden Kunst mehr Raum zu verschaffen, die Galerie Dada. Emmy Hennings schreibt 11 Gedichtbände und Romane, wobei ihr "Gefängnis-Tagebuch" 1918 besondere Aufmerksamkeit erhält.

1920 heiraten Emmy Hennings und Hugo Ball, ziehen nach Agnuzzo (Tessin) und 1926 nach Sorengo. Während der Tessiner Zeit wendet sie sich zusammen mit Hugo Ball vom Dadaismus ab und intensiv dem Katholizismus zu. Zeitgleich entsteht eine enge Freundschaft zu Hermann Hesse.

1927 stirbt Hugo Ball. Emmy Hennings widmet sich seinem Nachlass und schreibt autobiographische Werke, Erzählungen, Märchen und Legenden.

1934 unternimmt sie mit einer Reise nach Berlin den erfolglosen Versuch, sich für die Freilassung Erich Mühsams aus dem KZ Oranienburg einzusetzen.

Am 10. August 1948 stirbt Emmy Hennings im Tessin an den Folgen einer Lungenentzündung.



Klappentext

"Ich finde es unanständig, vorsichtig zu leben, ich kann es nicht." schrieb Emmy Hennings 1928 als eine der der schillerndsten Frauenfiguren der Moderne.
Rastlos, heimatlos, vielseitig begabt, naiv, melancholisch und stets selbstreflektierend verdichtete sie ihr Leben als Tänzerin, Schauspielerin, Dichterin, Autorin (u.a. für den "Simplicissimus"), Morphinistin, Gelegenheitsprostituierte, Revoluzzerin und früher Bohemien zwischen Berlin, München und Zürich in einer schieren Sucht nach Leben als Abenteuer.
Als Gefährtin und oftmals Geliebte vieler Künstler, u.a. Erich Mühsam, Joachim Ringelnatz, Johannes R. Becher, Ernst Bloch, Georg Heym, Kurt Wolff und Walter Benjamin legt sie an der Seite Hugo Balls mit der Gründung des "Cabaret Voltaire" in Zürich den Grundstein zur Schaffung des Dadaismus und findet erst Ruhe in der späten Freundschaft zu Hermann Hesse, ihrer selbstgewählten Heimat im Schweizer Tessin und der Zuwendung zum katholischen Glauben.
Auf drei CDs vollzieht der Hamburger Regisseur und Künstler Karmers unter Mitarbeit von 15 Sprechern eine fragmentarische Annäherung an das "Verdichtungswunder" Emmy Hennings in einer Collage aus Texten, Prosa, Lyrik und Briefen von und über Emmy Hennings.

Produktinformationen

Titel: Das Märchen ist zu Ende
Untertitel: Annäherungen an Emmy Hennings
Autor:
Sprecher:
Dauer: 00:02:56:00
EAN: 9783941940178
ISBN: 978-3-941940-17-8
Format: Set mit div. Artikeln (Set)
Herausgeber: edition apollon
Genre: Romane & Erzählungen
Gewicht: 158g
Größe: H132mm x B123mm x T20mm
Jahr: 2012
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